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Tennis - US Open - Kerber kämpft sich weiter - Osaka pausiert

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Angelique Kerber hat gegen Sloane Stephens mal wieder ihr Kämpferherz gezeigt und in drei Sätzen gewonnen. Naomi Osaka indes berichtete nach ihrem Aus abermals von ihren Problemen.

US Open: Angelique Kerber freut sich über ihren Sieg gegen Sloane Stephens
Angelique Kerber - am Sonntag gegen Naomi-Osaka-Bezwingerin Leylah Fernandez
Quelle: AP Photo/Elise Amendola

Angelique Kerber brüllte nach einem wahren Krimi ein lautes "Come on!" durch das Louis-Armstrong-Stadion und jubelte ausgelassen: Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin aus Kiel hat bei den US Open ein dickes Ausrufezeichen hinter ihren Achtelfinaleinzug gesetzt.

Die 33 Jahre alte deutsche Nummer eins zeigte beim 5:7, 6:2, 6:3 gegen Sloane Stephens einmal mehr ihre großen Kämpfer-Qualitäten und erreichte die Runde der besten 16.

"Sie ist ein Champion, ich wusste, dass es sehr schwer wird", sagte Kerber:

Ich freue mich auf den freien Samstag und dann bin ich bereit für die nächste Runde. Es ist ein großartiger Ort hier für mich.
Angelique Kerber

Kerber mit Comeback-Qualitäten

Kerber hatte im ersten Satz gegen Stephens, die 2017 und damit ein Jahr nach ihr in New York den Titelgewinn gefeiert hatte, zunächst einen schweren Stand. Die deutsche Topspielerin kämpfte sich noch einmal zurück zum 5:5, leistete sich in der entscheidenden Phase dann aber mehrere Konzentrationsfehler.

Doch sie kam eindrucksvoll zurück, übernahm im zweiten Satz klar das Kommando und glich nach Sätzen aus. Im entscheidenden Durchgang wurde die Partie dann mehr und mehr zum Nervenspiel, das Kerber für sich entschied.

Naomi Osaka reagiert nach einem Fehler im Match der US Open gegen Leylah Annie Fernandez
Naomi Osaka - hier im Spiel gegen Leylah Annie Fernandez - hat eine weitere Pause angekündigt.
Quelle: USA TODAY Sport / Geoff Burke

Nun gegen die Osaka-Bezwingerin

Nun erwartet Kerber überraschend ein Duell mit der 18 Jahre alten Kanadierin Leylah Fernandez, die Titelverteidigerin Naomi Osaka in drei Sätzen ausschaltete.

Naomi Osaka gewährte nach der 7:5, 6:7 (2:7), 4:6-Niederlage tiefe Einblicke in ihr Seelenleben - und kündigte eine weitere Pause vom Tennis an. In ihrer emotionalen Pressekonferenz musste sie sichtbar um Fassung ringen und beendete sie mit den Worten: "Ich denke, ich werde für eine Weile mit dem Spielen pausieren."

Osaka hatte vor gut drei Monaten öffentlich gemacht, dass sie unter Depressionsphasen leidee. Siege würden sie inzwischen nicht mehr glücklich machen, sagte sie. Nun fühle es sich "mehr wie eine Erleichterung an. Und wenn ich dann verliere, bin ich sehr traurig. Ich glaube nicht, dass das normal ist."

Auch Gojowczyk im Achtelfinale

Zu den Achtelfinalisten gehört neben Angelique Kerber auch Peter Gojowczyk, der noch nie bei einem Major-Turnier so weit gekommen ist. Er konnte sein Glück kaum fassen. "Unglaublich, ich weiß nicht, was ich sagen soll", stammelte der Münchner bei Eurosport:

Ich habe es auf diesem Platz so genossen zu spielen, unglaublich. Einfach mitnehmen, weiter geht's.
Peter Gojowczyk

Der Qualifikant hatte am Mittag in New York seinen persönlichen Triumph mit einem 3:6, 6:3, 6:1, 6:4-Sieg gegen den Schweizer Henri Laaksonen perfekt gemacht. Der Profi, der ohne eigenen Coach und Physio angereist ist, hat damit schon ein Preisgeld von 265.000 US-Dollar (rund 220.000 Euro) sicher und trifft nun auf das spanische Top-Talent Carlos Alcaraz.

US Open: Carlos Alcaraz freut sich nach seinem Sieg über Stefanos Tsitsipas
Fassungslos vor Freude: Carlos Alcaraz besiegt den Weltranglistendritten Stefanos Tsitsipas.
Quelle: AP Photo/Seth Wenig

18-jähriger Alcaraz wirft Tsitsipas raus

Der 18-Jährige besiegte den Weltranglistendritten Stefanos Tsitsipas überraschend mit 6:3, 4:6, 7:6 (7:2), 0:6, 7:6 (7:5) und erreichte damit als jüngster Spieler seit Michael Chang und Pete Sampras 1989, damals 17 und 18 Jahre, das Achtelfinale von New York.

"Ich habe ehrlich gesagt noch nie jemanden gesehen, der die Bälle so hart schlägt und solch einen guten fünften Satz spielt", sagte Tsitsipas über seinen Bezwinger: "Er kann ein Anwärter auf Grand-Slam-Titel sein."

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