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Hamburger Atlantik-Ruderinnen nach 42 Tagen am Ziel

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"RowHHome" - Hamburger Atlantik-Ruderinnen nach 42 Tagen am Ziel

Datum:

5.068 Kilometer ruderten vier Frauen aus Hamburg, verbrachten Weihnachten und Silvester auf hoher See. Nun haben sie sich ihren Traum erfüllt und sind in der Karibik angekommen.

Meike Ramuschkat, Catharina Streit, Stefanie Kluge und Timna Bicker.
Die vier Mädels von "RowHHome" haben ihr großes Ziel erreicht.
Quelle: DPA

"Let's give the girls a 'Moin, Moin'", brüllte Renndirektor Carsten Olsen in sein Mikrofon und die vier Ruder-Mädels vom Team "RowHHome" aus Hamburg strahlten. Erschöpft, aber überglücklich erreichten Catharina Streit, Meike Ramuschkat, Stefanie Kluge und Timna Bicker am Donnerstag ihr großes Ziel auf der Karibik-Insel Antigua.

Nach 42 Tagen und 46 Minuten auf hoher See, nach über 5.000 km auf dem Atlantik mit Stürmen und riesigen Wellen, nach all den Strapazen und Entbehrungen, konnten sie ihr Glück gar nicht fassen.

Minutenlang hielten sie ihre Familien und Freunde umschlungen, nachdem sie ihre spektakuläre Atlantik-Überquerung in einem Ruderboot geschafft hatten.

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Wellenbrecherinnen
 

von Guido Weihermüller
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Bestes Frauenteam des Rennens

"Ich bin so glücklich, hier zu sein. Ich muss so viel weinen, ich habe noch nie so viel geweint", sagte Kluge. Und Streit freute sich einfach auf "gutes Essen, gute Drinks, eine Dusche und Schlaf". Denn die vergangenen Tage waren geprägt von hartnäckiger Seekrankheit und schmerzenden Hinterteilen durch die scheinbar nicht enden wollende Plackerei.

Am 12. Dezember waren sie in ihrem hochseetauglichen Ruderboot "Doris" ins Abenteuer ihres Lebens gestartet, von der kanarischen Insel La Gomera ging es in die Karibik nach Antigua - das Ziel des härtesten Ruderrennens der Welt erreichten sie als 17. von 35 Booten und als bestes Frauenteam.

Archiv: Die Ruderinnen Catharina Streit, Stefanie Kluge, Timna Bicker und Meike Ramuschkat.
Team "RowHHome" im Oktober 2019 beim Training auf der Außenalster.
Quelle: DPA

Weihnachten und Silvester auf hoher See

"Ich fand das Projekt inspirierend und mitreißend", hatte Streit vor dem Start im ZDF gesagt: "Das ist ein Lebensprojekt." Neben der 33-Jährigen, die in der Qualitätssicherung einer Kaffeerösterei arbeitet, war auch Kardiologin Ramuschkat mit an Bord - beide kennen sich aus Kindheitstagen und lernten das Rudern erst vor eineinhalb Jahren.

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Die Reise ins Ungewisse beginnt
 

Teil 2: Härteres Training und Rennstart

von Guido Weihermüller
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Kluge und ihre Tochter Timna Bicker, die beide bereits zuvor
ruderten, komplettierten das Quartett. Es sollte ein Ausbruch aus dem Alttag werden.
Gemeinsam verbrachten die vier Frauen mehr als einen Monat auf engstem Raum.

Statt im heimischen Wohnzimmer unter dem Tannenbaum feierten Streit und Co. Weihnachten mit roten Mützen, Rentier-Geweihen und einer Jingle-Bells-Gesangseinlage mitten auf dem Atlantik. Den Jahreswechsel läuteten sie dann beinahe traditionell ein - mit Luftschlangen, Lichterketten und natürlich: Prosecco. Doch neben all den schönen Momenten mussten sie auch schwierige Phasen überstehen.

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Stürmische Nächte und zahlreiche Wegbegleiter

Insbesondere die stürmischen Nächte machten ihnen zu schaffen. "Nachts hören wir uns 'Die drei ???' an und hoffen, dass die Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang schnell vergeht", schrieben die vier Frauen in einer ihrer zahlreichen Nachrichten in den Sozialen Medien.

Schutz fanden sie in zwei kleinen Kabinen. Für raue Stunden in der Dunkelheit mit meterhohen Wellen, die für zahlreiche "Monsterduschen" gesorgt und das Boot kurzzeitig zur "Badewanne" gemacht hatten, entschädigten dagegen die wechselnden Wegbegleiter. Nicht nur Delfine, Wale und Schildkröten leisteten regelmäßig Gesellschaft - sogar zahlreiche fliegende Fische verirrten sich an Bord.

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Die Sieger des Rennens waren bereits deutlich früher angekommen - das britische Männerteam Fortitude IV erreichte das Ziel nach etwas mehr als 32 Tagen. Doch um den ersten Platz ging es den vier Frauen nicht. Sie wollten sich selbst etwas beweisen - und das haben sie geschafft.

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