Ab 2026 in der Formel 1: Audi fährt mit Sauber

    Ab 2026 in der Formel 1:Audi fährt mit Sauber

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    Audi hat für seinen Formel-1-Einstieg 2026 ein Team gefunden. Der Schweizer Rennstall Sauber wird mit Motoren der VW-Tochter unterwegs sein.

    Audi-Vorstandschef Markus Duesmann (r), Audi-CTO Oliver Hoffmann stehen hinter einem ein Show-Formel-1-Rennwagen von Audi, aufgenommen am 26.08.2022
    So könnte der Audi-Sauber-Rennwagen ab 2026 aussehen. Im August präsentierten Audi-Vorstandschef Markus Duesmann (rechts) und Technik-Vorstand Oliver Hoffmann ein Modell.
    Quelle: dpa

    Audi wird in der Formel 1 ab 2026 als Werksteam um Erfolge kämpfen und dabei mit Sauber zusammenarbeiten. Die Volkswagen-Tochter hat ihre Partnerwahl offiziell verkündet und will künftig vom Knowhow des Schweizer Traditionsteams profitieren.

    Sauber war Top-Kandidat von Audi

    Audi hatte schon Ende August in Spa-Francorchamps seinen Formel-1-Einstieg ab 2026 verkündet. Schon damals galt Sauber als aussichtsreichster Kandidat für den deutschen Autobauer.
    Audi übernimmt einen Anteil an der Sauber Group. Wie hoch dieser ausfallen soll, wurde noch nicht bekannt gegeben.

    Rekordjahr mit 24 WM-Läufen
    :Formel 1 plant so viel Rennen wie noch nie

    Die Formel 1 plant 2023 zum ersten Mal in der Geschichte der Motorsport-Königsklasse 24 Rennen. Ein Grand Prix in Deutschland ist nicht dabei.
    Ein Bildschirm zeigt Charles Leclerc, der einen Ferrari fährt, während einer Pressekonferenz, auf der ein Formel-1-Grand-Prix-Autorennen in Las Vegas für das Jahr 2023 angekündigt wird

    Job-Sharing Audi-Sauber

    "Wir freuen uns, für unser ambitioniertes Formel-1-Projekt einen derart erfahrenen und kompetenten Partner gewonnen zu haben", erklärte Audi-Technikvorstand Oliver Hoffmann. Audi hat in der Vergangenheit schon den Hightech-Windkanal von Sauber genutzt.
    Wie einst bei der Zusammenarbeit zwischen BMW und Sauber in der Formel 1 wird es auch diesmal ein Job-Sharing geben. So wird die Antriebseinheit von Audi in Neuburg an der Donau entwickelt, der Wagen wird von Sauber am Stammsitz in Hinwil gefertigt.

    Erste Testfahrten 2025

    Die Schweizer, die in der Formel-1-Konstrukteurswertung vor dem Grand Prix in Mexiko aktuell Sechster sind, werden auch für die Planung und Durchführung der Renneinsätze zuständig sein.
    Erste Fahrten in einem Formel-1-Testwagen mit der für das künftige Königsklassen-Reglement entwickelten Antriebseinheit sind für 2025 geplant.

    Formel 1 will nachhaltiger werden

    Ab 2026 gilt in der Formel 1 ein neues Motorenreglement. Die Hybrid-Motoren sollen mit 100 Prozent nachhaltigem Kraftstoff betrieben werden.
    Der Verbrenner im Aggregat soll nur noch 50 Prozent der Leistung beitragen, der Rest ist elektrisch. Das passt zur künftigen Ausrichtung der Auto-Branche.

    BMW-Sauber-Ehe hielt vier Jahre

    Sauber selbst ist ein Traditionsteam. Der Rennstall des Firmengründers Peter Sauber gab 1993 sein Debüt in der Motorsport-Königsklasse.
    Die Verbindung zu Audi lässt sich durch das Formel-1-Intermezzo von BMW mit Sauber zu Beginn des Jahrtausends nachzeichnen. Damals war der aktuelle Audi-Boss Markus Duesmann Entwicklungschef.

    Sauber bis 2025 mit Ferrari-Motoren

    Als sich die erhofften Erfolge trotz riesiger Investitionen nicht einstellten, stieg BMW 2009 nach nur vier Jahren wieder aus der Rennserie aus. Seit 2018 kämpft Sauber unter dem Marketingnamen Alfa Romeo um Punkte, die Partnerschaft endet Ende 2023.
    Seine Motoren bezog der Rennstall der beiden Piloten Valtteri Bottas und Zhou Guanyu aber von Ferrari. So soll es auch 2024 und 2025 sein, wie Sauber seinerseits am Mittwoch mitteilte.

    Audis Tradition mit Auto-Union

    Audi ist in der Formel 1 trotz aller Erfolge in fast sämtlichen Klassen des nationalen und internationalen Motorsports ein Neuling. Allerdings waren die berühmten vier Ringe im Logo der Ingolstädter in den Jahren 1934 bis 1939 unter dem Namen Auto-Union eine feste Größe im Grand-Prix-Sport.
    Der legendäre Bernd Rosemeyer knackte 1937 in einem Typ C als erster Mensch abseits einer Rennstrecke auf der Autobahn von Frankfurt nach Heidelberg die 400 km/h. Ein weiterer Rekordversuch in einem Typ R auf der Autobahn Frankfurt-Darmstadt im Januar 1938 kostete Rosemeyer das Leben.
    Quelle: dpa/SID
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