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Sanktionen für Ukraine-Krieg : Welt-Sport zeigt Russland Rote Karte

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Nach der FIFA und UEFA haben weitere Sportverbände einen Bann verhängt. So wird die Eishockey-WM ohne Russland stattfinden. Große deutschen Ligen sind derzeit nicht betroffen.

Der Weltsport hat die Reihen gegen Russland noch enger geschlossen. Weitere Weltverbände haben sich am Dienstag dem Aufruf des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) angeschlossen, Russland und Belarus als Sanktion für den Krieg gegen die Ukraine auszuschließen.

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) wird am Mittwoch, zwei Tage vor der Eröffnung der Winter-Paralympics in Peking, über einen Ausschluss von Russland und Belarus entscheiden.

Sport ohne Russland und Belarus:

  • Fußball: Ausschluss der Mannschaften von allen UEFA- und FIFA-Wettbewerben
  • Eishockey: WM in Finnland vom 13. bis 29. Mai. Die WM 2023 in St. Petersburg ist vorerst nicht betroffen.
  • Basketball: Euroleague vorerst ohne ZSKA Moskau, Zenit St. Petersburg und Unics Kazan. Eurocup vorerst ohne Lokomotive Kuban Krasnodar. Zur EM vom 1. bis 18. September in Deutschland, Georgien, Italien und Tschechien gibt es noch keine Entscheidung.
  • Handball: Alle europäischen Wettbewerbe
  • Leichtathletik: Hallen-WM im März in Belgrad, die Freiluft-WM im Juli in Eugene/USA
  • Volleyball: Alle europäische Wettbewerbe. Russland verliert die WM im kommenden August und September
  • Eiskunstlauf: WM in Montpellier (23. bis 26. März)

Einen kompletten Ausschluss russischer Teams beziehungsweise Sportlerinnen und Sportler verhängten am Dienstag zudem die Weltverbände für Radsport, Ski, Hockey, Triathlon und Badminton, die Ruderer, Kanuten und auch der Rugby-Sport.

Tag sechs nach dem Angriff - So verlief der Dienstag in der Ukraine 

Kiew bereitet sich auf einen russischen Großangriff vor. Außenministerin Baerbock wirft Russland "dreiste Lügen" vor. Der sechste Kriegstag.

Videolänge

Der Schwimm-Weltverband FINA verbannt russische und belarussische Sportler nicht und lässt sie weiter als neutrale Athleten bei internationalen Wettkämpfen starten. Die Teilnahme unter dem Namen Russland oder Belarus ist nicht mehr erlaubt.

Gisdol verlässt Lok Moskau

Es ziehen aber nicht nur die großen Sportorganisation Konsequenzen. Der frühere Bundesliga-Trainer Markus Gisdol beendete sein Engagement bei Lokomotive Moskau. "Ich kann meiner Berufung nicht in einem Land nachgehen, dessen Staatsführer einen Angriffskrieg mitten in Europa verantwortet", sagte er der "Bild".

Dagegen will der einstige Mainzer Erstligacoach Sandro Schwarz weiter bei Dynamo Moskau bleiben: "Ich glaube, dass in solch einer Situation die Sicherheit das Wichtigste ist und dass ich nicht der Mensch bin, der da einfach nur auf sich schaut und sagt: Ich setzte mich ins nächste Flugzeug und bin hier weg."

Kein Bann gegen russische Spieler

Keinen Einfluss hat der russische Angriff auf die Ukraine derzeit auf den Spielbetrieb der 1. und 2. Fußball-Bundesliga, der Deutschen Fußball Liga (DFL), der Handball-Bundesliga (HBL), der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und der Volleyball-Bundesliga (VBL). Die DFL teilte auf dpa-Anfrage mit, Russische Spieler würden nicht für Einsätze gesperrt werden.

"Die Frage stellt sich nicht", sagte auch HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Der Ausschluss der russischen und belarussischen Klubs aus den internationalen Wettbewerben würde keine Sanktionen in der Bundesliga nach sich ziehen.

Dies gilt ebenso für die russischen Eishockeyprofis in der DEL. Ein Sprecher der Liga bestätigte, dass sowohl die Krefeld Pinguine als auch die Adler Mannheim weiter auf ihre Spieler aus Russland bauen könnten.

Auch Tennisprofis nicht betroffen

Russische und belarussische Tennisprofis, darunter der Weltranglistenerste Daniil Medwedew, dürfen weiterhin bei ATP- und WTA- organisierten Turnieren, einschließlich der Grand Slams, antreten. Die ATP- und WTA-Turniere, die im Oktober in Moskau stattfinden sollten, wurden aber ausgesetzt.

Der Internationale Tennisverband (ITF) jedoch ordnete die "sofortige Suspendierung" des russischen und belarussischen Tennisverbands an. Dies betrifft in erster Linie den Davis Cup und den Billie Jean King Cup - beide Wettbewerben hatte Russland zuletzt gewonnen.

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