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Formel 1 - Perez jubelt - Russell verzweifelt

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Sergio Perez hat zum ersten Mal in seiner Karriere ein Formel-1-Rennen gewonnen. Der Mexikaner siegte beim Großen Preis von Sakhir vor Esteban Ocon aus Frankreich.

Sergio Perez fasste sich an den Kopf, taumelte ungläubig durch die gleißend helle Nacht von Bahrain und versuchte, dieses Rennen zu begreifen.

Dicke Patzer in der Mercedes-Box

Zeitgleich rauchten bei Mercedes die Köpfe, die Analyse lief auf Hochtouren - denn der Branchenführer hatte mit denkwürdigen Fehlern einen sicheren Sieg von George Russell weggeworfen. Lewis Hamiltons Ersatzmann wurde trotz einer großartigen Leistung am Ende nur Neunter.

Und so sank das englische Toptalent nach dem Rennen neben der Strecke enttäuscht zusammen und vergrub das Gesicht in den Händen.

Perez verliert Cockpit an Vettel

Gar nicht weit entfernt stand Perez als Mann des Tages im Flutlicht. Der Fahrer also, der seinen Platz bei Racing Point an Sebastian Vettel verlieren wird, der noch ohne Cockpit für die neue Saison ist, feierte in seinem 190. Grand Prix den ersten Sieg - so spät war noch kein Pilot zum ersten Erfolg gekommen.

"Ich bin sprachlos. Ich hoffe, dass ich nicht träume", sagte er, "zehn Jahre habe ich auf diesen Moment gewartet. Mercedes hatte heute Probleme, aber ich hatte die Geschwindigkeit, um das zu nutzen."

Mit Blick auf eine Zukunft in der Formel 1 sei er nun "etwas mehr im Frieden mit mir selbst. Es liegt nicht in meiner Hand, aber ich will weitermachen."

Perez: Letzte Ausfahrt Red Bull?

Das attraktive Cockpit bei Red Bull scheint noch möglich, und es ist an diesem Wochenende wohl nicht unwahrscheinlicher geworden.

Dabei hatte bis ins letzte Renndrittel alles nach einem ganz großen Tag für Russell ausgesehen. Der 22-Jährige, normalerweise für Williams im Einsatz, war für Hamilton eingesprungen, als dieser vor einer Woche positiv auf COVID-19 getestet wurde.

Falsche Reifen für Russell

Am Start jagte er Pole-Setter Valtteri Bottas im anderen Mercedes die Führung ab und fuhr danach auf und davon - bis Mercedes in einer Safety-Car-Phase bei Russell die falschen Reifen aufzog.

Der Engländer musste erneut zum Wechsel, fiel auf Rang fünf zurück, kämpfte sich wieder vor. Und erlitt dann einen Plattfuß am Hinterreifen. Ein weiterer Stopp war nötig, am Ende schaffte er es gerade so in die Punkteränge.

Schwächstes Ergebnis für Mercedes

Bottas landete nach einem ebenfalls völlig verpatzten Stopp eine Position vor Russell auf Rang acht - am Ende stand das mit Abstand schwächste Ergebnis der Silberpfeile in diesem Jahr.

Ich bin am Boden zerstört, und ich hoffe, dass wir diese Chance noch einmal bekommen.
George Russell

Ob Russell beim Saisonfinale am kommenden Sonntag in Abu Dhabi erneut für Hamilton starten muss und darf, steht noch nicht fest. "George, es tut uns so leid, du warst großartig", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff im Funk.

Ocon Zweiter vor Stroll

Esteban Ocon (Frankreich) im Renault und Perez-Teamkollege Lance Stroll (Kanada) komplettierten das völlig ungewöhnliche Podest in diesem ungewöhnlichen Rennen - das für Sebastian Vettel aber recht gewöhnlich verlief. In seinem vorletzten Rennen für Ferrari schloss er als Zwölfter außerhalb der Punkte ab. Wenn Vettel im kommenden Jahr für Racing Point fährt, wird das Team Aston Martin heißen.

Sein Teamkollege Charles Leclerc hatte den starken vierten Startplatz erobert, schoss sich und Max Verstappen im Red Bull dann aber schon in der ersten Runde aus dem Rennen, beide landeten im Kiesbett.

Strafe für Leclerc

Eine Szene, die für Leclerc ein Nachspiel hat. Der Monegasse wird beim Saisonfinale am kommenden Sonntag in Abu Dhabi in der Startaufstellung um drei Plätze zurückversetzt.

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