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Basketball mit Botschaft

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Saison in der NBA gestartet - Basketball mit Botschaft

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New Orleans Pelicans vs. Utah Jazz: Es war das lang ersehnte Comeback der Basketball-Liga NBA - eine Rückkehr mit bester Unterhaltung, Spannung und einer klaren Nachricht.

30.07.2020, NBA-Saisonstart, Lake Buena Vista, Utah Jazz - New Orleans Pelicans: Die Spieler knien während des Abspielens der US-Nationalhymne gemeinsam vor einem "black lives matter"-Schriftzug
Vor dem Spiel Utah Jazz - New Orleans Pelicans: Die Spieler knien zur Nationalhymne.
Quelle: Ashley Landis/dpa

Die erste bemerkenswerte Aktion dieses NBA-Neustarts war kein spektakulärer Dreier-Wurf oder ein krachender Slam Dunk. Denn es ging eben nicht nur um Basketball an diesem 30. Juli in Orlando.

Gemeinsames Niederknien

Genauso wichtig wie die Wiederaufnahme des NBA-Spielbetriebs in einer abgeschotteten Blase sind die gemeinsamen Botschaften, die die 22 Teams in die Welt hinaus schicken wollen. Die Wichtigste: Black Lives Matter.

Und so standen die Profis und Trainer der New Orleans Pelicans und Utah Jazz (das Spiel endete 104:196) sowie später der Los Angeles Lakers und Los Angeles Clippers in ihren Black Lives Matter-Shirts nicht während der Nationalhymne, sondern sie hakten einander unter und knieten nieder. An der Seitenlinie, genau vor dem Schriftzug "Black Lives Matter".

Die US-Profiligen nehmen so langsam wieder den Betrieb auf. Dabei ziehen sich die Teams aus NBA, NHL und MLS in abgeriegelte Areale zurück - tägliche Corona-Tests inklusive.

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NBA als auch als Plattform für Botschaften

Ein Doc Rivers Arm in Arm mit Frank Vogel. Und es war nicht etwa der schwarze Clippers-Coach Rivers, der eine Anstecknadel mit der Aufschrift "Social justice" trug, sondern Vogel, der weiße Trainer der Lakers.

"Basketball war schon immer mehr als ein Ball und zehn Spieler", betonte Lakers-Star LeBron James. Dieser Sport gebe Spielern und Trainern die Gelegenheit, viel Positives zu verbreiten. Sie alle, so James, wüssten, was derzeit in der Gesellschaft los sei. Und sie würden die NBA als Plattform für ihre Botschaften nutzen.

NBA-Boss respektiert Protest

Und sie bekommen Rückendeckung von ganz oben. "Ich respektiere das vereinte Handeln unserer Teams, friedlich für soziale Gerechtigkeit zu protestieren", sagte NBA-Boss Adam Silver. Er hatte die Teams nach Orlando bringen lassen, von der Außenwelt abgeschottet, um so die am 11. März unterbrochene Saison womöglich zu Ende spielen zu können. Es klang nach einem Wagnis, doch der Auftakt ist gelungen.

Die drei Spielstätten haben zwar den Charme von Mehrzweckhallen, wie es sie zu Tausenden auch in Deutschland gibt. Doch die NBA wäre nicht ein milliardenschweres Entertainment-Business, wenn sie diese für die TV-Zuschauer nicht gekonnt in nahezu echt anmutende Basketball-Arenen verwandeln würde.

Lakers-Sieg in letzter Sekunde

Obwohl die Spiele ohne Publikum stattfinden, waren beim übertragenden Sender "TNT" Hallensprecher und jubelnde Fans zu hören. Akustisch klang es so beim Duell der Lakers gegen Clippers ein wenig nach dem Staples Center in Los Angeles - wo die Duelle der beiden normalerweise ausgetragen werden. Durch Videoleinwände wurden sogar Zuschauer in den jeweiligen Klub-Trikots digital in die Halle projiziert.

Und es passte zum Abend, dass die spannende Partie erst mit dem letzten Spielzug entschieden wurde. Die Superstars waren unter sich. Zunächst Kawhi Leonard gegen LeBron James, dann James gegen Paul George. Erst als dessen Dreier-Versuch mit der Schlusssirene nicht im Korb landete, hatten die Lakers 103:101 gewonnen.

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