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75:64 gegen Brasilien - Deutsche Basketballer für Tokio qualifiziert

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Riesenerfolg für die deutschen Basketballer: Die Nationalmannschaft hat sich erstmals seit 2008 wieder für Olympia qualifiziert.

Das deutsche Team feiert den Finalsieg über Brasilien
Am Ziel der Träume: Deutschlands Basketballer sind bei Olympia dabei.
Quelle: Reuters/Antonio Bronic

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat beim top-besetzten Qualifikationsturnier in Split den nächsten Coup gelandet und sich die Olympia-Teilnahme gesichert. Das Team von Bundestrainer Henrik Rödl gewann das Finale gegen Favorit Brasilien mit 75:64. Es ist einer größten Erfolge fürs deutsche Basketball seit der Olympia-Qualifikation 2008.

Und für Rödl ist die Qualifikation nach der enttäuschenden WM 2019 in China (18. Platz) der größte Erfolg seiner Amtszeit. Sein auslaufender Vertrag hat sich nun automatisch bis zum Ende der Spiele verlängert.

Es war defensiv eines unser besten Spiele in diesem Turnier. Es ist eines der besten Teams, in denen ich jemals gespielt habe.
Moritz Wagner

Brasilien favorisiert

Nach den beiden mühevollen Vorrundensiegen über Mexiko (82:76) sowie Russland (69:67) und der überzeugenden Vorstellung beim Halbfinalerfolg gegen Gastgeber Kroatien (86:76) stand die deutsche Mannschaft gegen Brasilien vor der mit Abstand schwierigsten Aufgabe. Denn die starken Südamerikaner hatten ihre drei Spiele in Split jeweils mit mehr als 25 Punkten Unterschied gewonnen.

Die deutsche Mannschaft erwischte mit zwei schnellen Dreiern einen perfekten Start. Doch das brachte keine Sicherheit. Aber auch Brasilien tat sich in der Offensive zunächst äußerst schwer.

Moritz Wagner trumpft auf

Die DBB-Auswahl fand zuerst aus ihrem Loch. Besonders Moritz Wagner trumpfte jetzt mit starken Aktionen auf, drei Mal traf der Berliner von der Dreierlinie. Nach einem Lauf hieß es 34:23 (18.Minute), der Vorsprung war erstmals zweistellig - ehe es plötzlich zum Bruch kam: In der Schlussphase der ersten Hälfte meldete sich Brasilien trotz weiterhin großer Probleme mit einem 8:0-Lauf zurück.

Nach der Rückkehr aus der Kabine war die Konzentration wieder da, erneut gelang ein Lauf (51:42/29.). Die deutsche Mannschaft hatte alles im Griff, Topscorer Wagner (28 Punkte) war kaum zu stoppen, Brasilien lief die Zeit davon.

In der Schlussphase löste das DBB-Team die Aufgabe im Stile einer Spitzenmannschaft.

Es war sehr emotional, für uns alle wird ein Traum wahr. Wir werden das jetzt feiern. Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Das ist ein sehr spezieller Moment für mich.
Henrik Rödl

Ohne Bonga und Schröder

Deutschland musste ohne Isaac Bonga auskommen. Der NBA-Profi von den Washington Wizards war am Samstag im Halbfinale gegen Kroatien umgeknickt. Bonga hatte in Split schon das letzte Gruppenspiel gegen Russland wegen einer Prellung am Oberschenkel verpasst.

Dennis Schröder (Los Angeles Lakers) fehlte aus versicherungstechnischen Gründen, war aber bei dem Turnier in Split unter den Zuschauern und feuerte das Team im Finale leidenschaftlich an.

Schröder hofft noch auf Olympia

Für Tokio hat er die Hoffnung noch nicht verloren. "Ich stehe immer zur Verfügung, aber meine Situation ist nicht so leicht. Aber ich hoffe, dass wir das klären können bis dahin. Mein Agent muss jetzt seinen Job machen. Die deutsche Nationalmannschaft hat ihren Job gemacht, gucken wir", sagte Schröder nach dem Sieg über Brasilien:

Hoffentlich klappt das. Wenn nicht, bin ich trotzdem da und werde wieder supporten.
Dennis Schröder

Auch Slowenien, Tschechien und Italien qualifiziert

In den anderen Qualifikationsturnieren setzten sich am Wochenende Slowenien, Tschechien und Italien durch.

Über die Weltmeisterschaft 2019 hatten sich Argentinien, Australien, Frankreich, Iran, Nigeria, Weltmeister Spanien und die USA das Ticket für Tokio gesichert. Japan ist als Gastgeber gesetzt.

Gruppengegner Deutschlands in Tokio sind Australien, Nigeria und Italien - allesamt lösbare Aufgaben.

Die Finals der anderen Qualifikationsturniere

  • Tschechien - Griechenland 97:72 (in Victoria/Kanada)
  • Slowenien - Litauen 96:85 (in Kaunas)
  • Serbien - Italien 95:102 (in Belgrad)

Die Gruppen beim Turnier in Tokio

  • A: Frankreich, Tschechien, Iran, USA
  • B: Deutschland, Italien, Nigeria, Australien
  • C: Spanien, Argentinien, Japan, Slowenien
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