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Biathlon-Weltcup in Antholz - Preuß mit geglückter Synapsenschaltung

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Mit dem Einzel der Frauen beginnt für die Biathlon-Elite heute (live im ZDF) in Antholz die WM-Generalprobe. Überzeugt hat im deutschen Team zuletzt vor allem Franziska Preuß.

Franziska Preuß am 17.01.2021 in Oberhof
Die größte Medaillenhoffnung für die WM: Franziska Preuß
Quelle: dpa

Für Simon Schempp gab es Anfang der Woche mal wieder schlechte Nachrichten. Nachdem Deutschlands einstigem Vorzeigeskijäger der erhoffte Befreiungsschlag beim ersten Weltcupdurchgang in Oberhof nicht geglückt war, fiel er für die zweite Woche im Thüringer Wald aus dem Aufgebot - und blieb nun auch für die Rennen in Antholz unberücksichtigt.

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Biathlon in Antholz: Frauen-Einzelrennen
 

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Preuß gilt als größte WM-Medaillenhoffnung

Perdu ist für den 32-Jährigen damit die letzte Chance, sich noch für die WM im Februar im slowenischen Pokljuka zu qualifizieren. Dafür glänzt Schempp neuerdings als Motivator für seine Lebensgefährtin Franziska Preuß - die bislang erfolgreichste DSV-Kraft in diesem Winter.

Nach dem Sieg mit der Staffel hat Biathletin Franziska Preuß in Oberhof auch im Massenstart überzeugt. Über 12,5 km erreichte sie einen bärenstarken zweiten Rang.

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Vor Rückschlägen gefeit ist zwar auch die Biathletin aus dem oberbayerischen Albaching nicht. Zu Beginn der Oberhofer Wettkämpfe, nach Rang 18 in der Verfolgung, klagte Preuß noch entnervt: "Warum kriegen die anderen das immer hin?" Eine Woche später war sie nach drei starken Rennen dann zur aktuell größten Medaillenhoffnung des DSV für die WM avanciert. Und zur neuen Schlussläuferin der deutschen Frauenstaffel.

Zweifel besiegt, Angriffslust geweckt

"Nicht so zu zweifeln, ein bisschen mehr in mich selbst zu vertrauen - das ist ab und zu meine Schwäche", weiß Preuß. Doch neben Heimtrainer Tobias Reiter weckte in der 26-Jährigen nun auch ihr Freund, früher selbst einige Jahre als Schlussläufer deutscher Männerstaffeln gesetzt, die Angriffslust.

Philipp Horn muss in Führung liegend dreimal in die Strafrunde. Am Ende reicht es für die Staffel mit Horn, Erik Lesser, Benedikt Doll und Arnd Peiffer in Oberhof nur zu Rang fünf.

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Schempps Rat, diese verantwortungsvolle Position als Kompliment und Lohn für ihre erfolgreiche Arbeit zu betrachten, habe ihr "brutal gut getan", betont Preuß, die erkannt hat: "Das macht schon Spaß, wenn man voll dabei ist." Und geradezu keck erklärt sie ihre frisch gewonnene Souveränität:

Am Schießstand haben noch mal ein paar Synapsen zusammen gefunden.
Franziska Preuß

Teaminterner Trend zeigt nach oben

Mit Formschwankungen zu kämpfen haben vor der WM-Generalprobe in Antholz dagegen fast alle anderen Mitglieder des deutschen Teams. Arnd Peiffer zum Beispiel, der in diesem Winter als bislang einziger DSV-Starter ein Einzelrennen gewonnen hat, zeigte in Oberhof sehr wechselhafte Leistungen. Im Großen und Ganzen wies der teaminterne Trend zuletzt aber nach oben.

"Die Wettkämpfe in Antholz sind noch mal sehr wichtig für die Aktiven", betont der Sportliche Leiter Bernd Eisenbichler allerdings. Schließlich haben im deutschen Team erst vier Frauen und drei Männer die WM-Norm vorgelegt. Zudem steht nach gut der Hälfte des winterlichen Programms Franziska Preuß, aktuell Fünfte in der Gesamtwertung, als Einzige aus dem DSV-Team unter den Top Ten im Weltcup.

Große Lücke bei den Männern

Langsam in Reichweite zu den nationalen Topkräften Preuß und Denise Herrmann kommt die 24-jährige Schwarzwälderin Janina Hettich, die vor allem läuferisch noch zulegen muss. Bei den Männern klafft im vorolympischen Winter hinter dem etablierten Trio Erik Lesser, Benedikt Doll und Arnd Peiffer dagegen eine große Lücke.

Sekundenkrimi zum Biathlon-Auftakt der Frauen: Denise Herrmann liefert sich im Einzel über 15 Kilometer ein spannendes Duell mit Dorothea Wierer. Am Ende entscheiden 0,8 Sekunden.

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Ein mittelfristiges Problem, eher kurzfristig will Denise Herrmann in Antholz ihre hartnäckige Schießschwäche in den Griff bekommen. Auf der Strecke zählt die frühere Spezialistin inzwischen wieder zur absoluten Weltspitze, bei der Übung mit dem Gewehr hakt es jedoch regelmäßig.

Denise Herrmann kämpft gegen die Hirnwindungen

"Es sind einfach ein paar Hirnwindungen zu viel, die da bei mir anspringen", beschrieb Herrmann während der ersten Weltcupwoche in Oberhof ihre Schwierigkeiten. Zuletzt ermahnte sie sich dann: "Ich muss am Schießstand einfach wieder meinen stinknormalen Rhythmus durchziehen - und darf im Wettkampf nicht zaubern, aber", so die 32-Jährige selbstkritisch, "das tu‘ ich gerade."

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