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Biathlon-WM | Zwischenbilanz - Schwächster DSV-Start seit acht Jahren

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Für die deutschen Biathleten verläuft die WM bislang enttäuschend. Während die Frauen zumindest noch in Schlagdistanz sind, ist der Rückstand der Männer erschreckend groß.

Die deutschen Biathleten spielen auch im Verfolgungsrennen der Männer keine Rolle.

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Die erlösende erste Medaille bei der Biathlon-WM für die deutschen Athleten war greifbar, doch dann versagten Denise Herrmann doch die Nerven. Mit zwei Fehlern im letzten Schießen vergab Herrmann auf Platz drei liegend die bislang beste Chance auf Edelmetall und wurde im slowenischen Pokljuka Achte in der Verfolgung. Damit war der schlechteste WM-Start der DSV-Skijäger seit acht Jahren perfekt.

Ich war so nah dran, das ärgert mich extrem. Ich hatte es selbst in der Hand.
Denise Herrmann

Peiffer und Co.: Keine Wiedergutmachung in Verfolgung

Auch 2013 hatte es im tschechischen Nove Mesto in der ersten WM-Woche kein Edelmetall gegeben. Während die Frauen aber wenigstens in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen, sind die Männer um Olympiasieger Arnd Peiffer weit weg von der Weltspitze.

Auch in der Verfolgung konnten die Männer das historische Sprint-Debakel vom Freitag nicht vergessen machen. Beim überlegenen Sieg des Franzosen Emilien Jacquelin lief Peiffer auf Platz 20, Benedikt Doll wurde 31. und Johannes Kühn 41.

Frauen wieder knapp an Medaille vorbei

"Man braucht schon 90 Prozent Trefferleistung, um vorne mitzumischen. Deswegen hat das auch heute nicht funktioniert bei uns", sagte Peiffer, der als 36. ins Rennen gegangen war.

Bei den Frauen hatte Herrmann schon am Samstag Bronze im Sprint als Vierte nur knapp verpasst. Im Jagdrennen lief Franziska Preuß als beste Deutsche als Fünfte über die Ziellinie. Wie Herrmann hatte auch die 26-Jährige aus Bayern auf eine Medaille gehofft, zwei Schießfehler verhinderten das.

Franziska Preuß, Vanessa Hinz und Denise Herrmann kommen bei der Biathlon-WM in der Verfolgung auf die Ränge fünf, sechs und acht, verpassen aber das erhoffte Edelmetall.

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Vanessa Hinz wurde ohne Strafrunde starke Sechste und machte ein sehr ordentliches Mannschaftsergebnis perfekt. Ohne Edelmetall überwog beim Sieg der Norwegerin Tiril Eckhoff aber klar die Enttäuschung. Man sei "ein bisschen bedröppelt", räumte DSV-Trainer Kristian Mehringer ein.

Sieben Wettkämpfe bleiben

Nun steht die Mannschaft des Deutschen Skiverbandes vor dem Einzel der Frauen am Dienstag unter gehörigem Druck. Eigentlich sollte es in zwölf Entscheidungen mindestens vier bis fünf Medaillen geben - jetzt bleiben in der zweiten Hälfte der Titelkämpfe gerade mal noch sieben Wettkämpfe, um dieses Ziel zu erreichen.

Am Dienstag geht es zunächst mit dem Einzelrennen der Frauen weiter, am Mittwoch mit dem Einzel der Männer (14:30 Uhr live im ZDF). "Gerade wir Athleten sind natürlich nicht bester Stimmung. Wenn du nicht lieferst, hast du schon Schuldgefühle dem Team gegenüber - das muss man abschütteln. Wir haben schon noch was vor", sagte Peiffer.

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