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Biathlon-WM in Pokljuka - Papa Bö bleibt die Nummer eins

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Seit Johannes Thingnes Bö Vater geworden ist, spielt Biathlon in seinem Leben nicht mehr die alleinige Hauptrolle. Das Nonplusultra der Branche ist der Norweger aber weiterhin.

Johannes Thingnes Bö
Startet auch als Papa durch: Johannes Thingnes Bö
Quelle: AP

Ein klein wenig bangen musste Johannes Thingnes Bö am Mittwoch um sein erstes WM-Gold in Slowenien noch. Dann aber hatte Marte Olsbu Röiseland, die Schlussläuferin der norwegischen Mixedstaffel, bei ihrer finalen Schießeinlage die drohende Strafrunde vermieden.

Und im Ziel konnte Bö gemeinsam mit Teamkollegin Tiril Eckhoff den ersten Sieg bei diesen Titelkämpfen bejubeln.

Das deutsche Biathlon-Team ist mit einer Enttäuschung in die WM gestartet. Die Mixed-Staffel landete auf Platz sieben. Das Rennen gewann Norwegen vor Österreich und Schweden.

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Bö entreißt Martin Fourcade das Zepter

Bei seinem letzten Besuch auf der Hochebene Pokljuka im Januar 2020 war Bö gerade aus seiner Babypause zurückgekehrt. Die vorangegangenen Weltcups in Oberhof und Ruhpolding hatte er ausgelassen, um bei der Geburt seines ersten Kindes dabei zu sein.

Als Sohnemann Gustav dann auf der Welt war, nahm Papa Bö die Arbeit mit Ski und Gewehr wieder auf - und siegte beim Einzel von Pokljuka mit einer Selbstverständlichkeit, als wäre er nie weg gewesen.

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Sieben Wochen später gewann er dann - trotz vorübergehender Absenz - zum zweiten Mal auch den Gesamtweltcup. Mit hauchdünnem Vorsprung vor Martin Fourcade, der die Skijäger-Szene vor Bös Machtübernahme jahrelang dominiert hatte - ehe er im März 2020 von der Biathlonbühne abtrat.

Die stärkste Konkurrenz kommt aus dem eigenen Team

Zurück ließ der Franzose den Widersacher, der seinen sportlichen Ehrgeiz nachhaltig erschüttert hatte. Dafür erwuchsen Bö andere Konkurrenten, allen voran der vier Jahre jüngere Mannschaftkollege Sturla Holm Lägreid. Denn während das deutsche Männer-Team auf der Pokljuka schon über eine Einzelmedaille froh wäre, schoss Lägreid in diesem Winter aus dem Nichts in die internationale Spitze.

Das deutsche Männerquartett ist bei der Weltcup-Staffel in Antholz auf den vierten Rang gelaufen. Den Sieg sicherten sich die Franzosen im Schlusssprint gegen Norwegen.

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Am Mittwoch triumphierte er zusammen mit Bö, Eckhoff und Röiseland schon mal im gemischten Vierer. Und mit dem Sprint am Freitag starten nun die Duelle, in denen der Weltcupführende Bö sich gerade auch den Jägern aus dem eigenen, extrem starken Team erwehren muss.

Suboptimale Saisonvorbereitung für Bö

Eine große Rolle spielt in diesem Winter dabei auch der inzwischen 13 Monate alte Gustav in der Heimat. Dort sorgt Bös Sprößling dafür, dass sein früher so feierlustiger Vater freie Abende mittlerweile lieber zu Hause auf dem Wohnzimmersofa verbringt - und über seinen Sohn freudig-nachdenkliche Sätze sagt wie: "Ich habe das letzte Jahr mit ihm genossen."

Er ist unser Sonnenschein und lässt uns die schwierige Pandemie-Situation vergessen.
Johannes Thingnes Bö über seinen Sohn

Die seligen Stunden mit dem Familienzuwachs gingen allerdings einher mit einer suboptimalen Saisonvorbereitung. Der 27-Jährige nahm seine väterlichen Pflichten nach Kräften wahr, schob zwischendurch auch einige Nachtschichten, ließ ein Höhencamp in den Alpen aus - und bezeichnete seine Schießleistungen im Training schon mal als "völlige Katastrophe".

Hartnäckige Schwächen am Schießstand

Entsprechend lief der bisherige Winter für Norwegens Supermann längst nicht so glatt wie der vorangegangene. Als im Vorjahr die WM in Antholz begann, hatte Bö zuvor bei neun Einzelstarts im Weltcup sechs Mal gewonnen. Seine Bilanz vor der Abreise nach Slowenien fiel mit vier ersten Plätzen bei 15 Einzelrennen nun um einiges bescheidener aus.

Arnd Peiffer und Benedikt Doll laufen beim Massenstart in Antholz knapp am Podest vorbei. Überlegener Sieger wird der Norweger Johannes Thingnes Bö.

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Vor allem die hartnäckigen Schwächen am Schießstand störten ihn - so sehr, dass er sich nach dem letzten Weltcup in Antholz auf die Schnelle ein neues Gewehr zusammenbasteln ließ. Mit dem klappte die Arbeit beim WM-Start auf 1.300 Meter Höhe zwar noch nicht perfekt. Zufrieden war Bö aber allemal.

Austausch der Waffe kostete Nerven

"Ich bin jetzt viel sicherer, habe mehr Selbstvertrauen", betonte der Einzel-Olympiasieger von 2018 nach der Mixed-Staffel - und gab zu, dass ihn der kurzfristige Austausch seiner Waffe durchaus Nerven kostete. "Aber jetzt habe ich ein gutes Gefühl - und kann es der ganzen Welt zeigen", fügte Johannes Thingnes Bö noch lächelnd hinzu.

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