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Bundesliga 4. Spieltag : Sommer bremst den Bayern-Express aus

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Gladbach-Torwart Yann Sommer lässt den FC Bayern im Topspiel verzweifeln. Mit Mühe kommen die Münchner zum späten Ausgleich.

Leroy Sané trifft zum Ausgleich für die Bayern
Leroy Sané trifft zum Ausgleich für die Bayern
Quelle: dpa

Bayern München hat die erste Niederlage der neuen Bundesliga-Saison mit Mühe abgewendet. Der deutsche Rekordmeister kam im Topspiel des 4. Spieltags gegen Angstgegner Borussia Mönchengladbach zu einem 1:1. Marcus Thuram hatte die Fohlen in der 43. Minute in Führung gebracht. Leroy Sané erzielte für die Münchner in der 83. Minute den Ausgleich.

Die Bayern waren die gesamte Spielzeit überlegen, scheiterten jedoch immer wieder am überragenden Gladbacher Torwart Yann Sommer. Dieser stellte dem Datendienstleister Opta zufolge einen Rekord auf. Demnach wehrte der 33-Jährige 19 Torschüsse ab und damit so viele wie kein Bundesliga-Torwart seit Beginn der detaillierten Datenerfassung.

Du brauchst hier in München einen Torwart, der mal auch die Unhaltbaren hält. Bayern München ist das Maß aller Dinge, aber man hat gesehen, dass man sie ärgern kann.
Gladbachs Sportdirektor Roland Virkus

75.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena trauten lange ihren Augen nicht. Die Bayern schienen sich selbst zu schlagen - hinten durch einen kapitalen Blackout von Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano beim Gegentor. Und vorne stockte die 15-Tore-Maschine der ersten drei Spieltage, der Ball fand einfach nicht den Weg ins Tor - bis Sané zuschlug.

Bayern München hat die ersten Punkte abgegeben. Der FCB kam gegen M'gladbach nicht über ein 1:1 hinaus. Borussen-Keeper Yann Sommer stellte dabei einen Paraden-Rekord auf.

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Zuvor war unter anderem bereits Stürmerstar Sadio Mané gleich zweimal am unbezwingbar wirkenden Gladbach-Torhüter Sommer gescheitert. Vor der Pause waren Mané zudem gleich zwei Abseitstore durch Videobeweis aberkannt worden (34./39. Minute).

Bayern drückt - Gladbach trifft

Es war fast surreal, wie Daniel Farkes herzhaft kämpfende Gladbacher den Sturmlauf der Bayern zunächst standhielten. Aber dann patzte Upamecano folgenschwer. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hatte ihm in der Abwehr den Vorzug vor Neuzugang Matthijs de Ligt gegeben. Nach einem Einwurf schlug Gladbachs Jörg Kramer den Ball aus der eigenen Hälfte hoch und lang nach vorne. Upamecano wollte ihn locker klären, schlug am Ball vorbei - und Thuram stürmte unwiderstehlich Richtung Bayern-Tor und überwand auch den hilflosen Nationaltorhüter Manuel Neuer.

Die Szene stellte das Spiel auf den Kopf und bedeutete den ersten Bayern-Rückstand der Saison. Dabei hätten sie längst führen müssen. Es gab eine Art Dauer-Belagerung der Gladbacher Hälfte. Doch Sommer hielt von der ersten Aktion bei einem Kopfball von Mané an prächtig.

Joshua Kimmich hadert mit der Chancenverwertung des FCB gegen Gladbach. Fohlen-Torhüter Yann Sommer ist froh über 19 Paraden und äußert sich zu Vertragsgesprächen mit der Borussia.

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Sommer lässt die Bayern verzweifeln

Nach der Pause stürmten die Bayern in Richtung ihrer Fans, die sich zunächst mit einer sehenswerten Choreographie und später dann auch mit viel rauchender Pyrotechnik für "50 Jahre Südkurve" feierten. Es gab Chance auf Chance und Schuss auf Schuss - und zig Sommer-Paraden.

Vor dem Spiel wurde viel darüber gesprochen, ob die Gladbacher wegen ihrer guten jüngsten Bilanz gegen den Rekordmeister inklusive der 5:0-Pokalgala des Vorjahres den Bayern wieder ein Bein stellen konnten.

Nagelsmann zog alle Joker, brachte Serge Gnabry und den noch leicht angeschlagenen Musiala, der prompt das Sané-Tor zum Ausgleich vorbereitete. Es war das dritte Bundesliga-Spiel der Münchener ohne Sieg gegen die Gladbacher. In der Tabelle führen die Bayern mit zehn Zählern vor ihrem punktgleichen nächsten Liga-Gegner 1. FC Union Berlin. Die Berliner hatten am Nachmittag bei Schalke 04 mit 6:1 gewonnen. Die Gladbacher sind vorerst Tabellensechster.

Protestaktion sorgt für Spielunterbrechung

Für eine kurzzeitige Unterbrechung in der Anfangsphase (17.) sorgte eine Protestaktion der Klimaaktivisten der "Letzten Generation". Die Stadionordner der Allianz Arena führten Personen vom Feld, die zu den beiden Toren von Bayern-Keeper Manuel Neuer und Yann Sommer gelaufen waren. Es schien so, als wollten sie sich an den Torpfosten festmachen. Auf ihrer Kleidung war der Schriftzug "Stoppt den fossilen Wahnsinn" zu lesen.

Stadionordner führen Aktivisten der "Letzten Generation" vom Spielfeld
Stadionordner führen Aktivisten der "Letzten Generation" vom Spielfeld
Quelle: Reuters

In einer Pressemitteilung schrieb die "Letzte Generation", die Aktion sollte "verdeutlichen, dass der drohende Klimakollaps auch vor dem Lieblingssport der Deutschen keinen Halt machen wird". Die Aktivisten fordern von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), dass sie sich stärker für den Ausbau der erneuerbaren Energien einsetzen.

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