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Fußball-Profis protestieren gegen Rassismus

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"Justice for George" - Fußball-Profis protestieren gegen Rassismus

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Die Proteste gegen Polizeigewalt in den USA sind auch Thema in der Fußball-Bundesliga. Am Wochenende setzten drei Profis ein deutliches Zeichen. Der DFB will dies nun prüfen.

Jadon Sancho am 31.05.20 in Paderborn
Jadon Sancho von Borussia Dortmund präsentiert beim Spiel in Paderborn ein T-Shirt mit der Aufschrift "Justice for George Floyd".
Quelle: DPA

Nach Weston McKennie vom FC Schalke haben in den Sonntagsspielen der Fußball-Bundesliga zwei weitere Profis ihre Solidarität mit dem in den USA bei einem brutalen Polizeieinsatz getöteten George Floyd zum Ausdruck gebracht.

Borussia Dortmunds Jadon Sancho zog sich nach seinem Treffer zum 2:0 beim SC Paderborn sein Trikot über den Kopf und zeigte ein Shirt mit der Aufschrift "Justice for George Floyd". Danach sah er die Gelbe Karte.

Thurams Kniefall

Im ersten Sonntagsspiel bejubelte Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach seinen ersten Treffer im Spiel gegen Union Berlin mit einem Kniefall.

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Der Verein schrieb zu einem Foto auf Twitter: "Besonderer Moment im Borussia-Park". Der englischsprachige Account der Borussia twitterte: "Keine Erklärung erforderlich".

Kaepernick machte Kniefall zum Symbol

Im American Football war Quarterback Colin Kaepernick 2016 während der Nationalhymne auf die Knie gegangen und hatte den Kniefall so zu einem Symbol gegen gegen Unterdrückung von Schwarzen und gegen Polizeigewalt in den USA gemacht.

Der Tod von George Floyd bewegt derzeit vor allem die USA, wo es zu massiven Protesten und Ausschreitungen kommt. Bei einer Festnahme in Minneapolis durch vier Beamte hatte ein Polizist fast neun Minuten lang auf Floyds Hals gekniet.

Der Schalker McKennie, der im Heimspiel der Knappen am Samstag gegen Werder Bremen eine Armbinde mit der Aufschrift "Justice for George" getragen hatte, schrieb in Erinnerung an Floyd bei Twitter:

Wir müssen für das einstehen, woran wir glauben, und ich glaube, dass es an der Zeit ist, dass wir gehört werden.
Weston McKennie

DFB wird Sachverhalt prüfen

Da die DFL und der DFB grundsätzlich keine politische Botschaften auf der Spielkleidung oder während der Partien erlauben, wird der Kontrollausschuss des Verbandes den Sachverhalt prüfen, wie Anton Nachreiner, der Vorsitzende des Ausschusses, erklärte: "Im Laufe der nächsten Tage", werde man sich "diesen Vorkommnissen annehmen".

In der Vergangenheit wurde allerdings auch schon ein Auge zugedrückt - zumal die Verbände zahlreiche Kampagnen gegen Rassismus unterstützen.

Klubs unterstützen Botschaften der Spieler

Der FC Schalke stellte sich ebenso demonstrativ hinter seinen Spieler wie der Gladbacher Trainer Marco Rose. "Unser Spieler Weston McKennie hat gestern ein klares Zeichen gegen diese unfassbare Tat und gegen Rassismus gesetzt", sagte Sportchef Jochen Schneider der "Bild".

Rose sagte zu Thurams Kniefall-Jubel: "Er hat es auf den Punkt gebracht, er hat ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt, was wir natürlich alle komplett unterstützen."

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