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Werder zittert sich zum Klassenerhalt

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Bundesliga-Relegation - Werder zittert sich zum Klassenerhalt

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Gerade nochmal gut gegangen: Fußball-Bundesligist Werder Bremen verhindert im Relegationsrückspiel gegen Heidenheim das Abstiegs-Debakel.

Werder Bremen bejubelt den Klassenerhalt
Bremer Jubel über den Klassenerhalt.
Quelle: reuters

Zitterpartie zum Klassenerhalt: Werder Bremen bleibt der Fußball-Bundesliga erhalten und verhindert den ersten Abstieg seit 40 Jahren. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt sicherte sich im Relegations-Rückspiel mit einem 2:2 gegen tapfer kämpfende Heidenheimer den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse. Dank der Auswärtstorregel reichte den Bremern das Remis. Das Hinspiel hatte 0:0 geendet.

Der sichtlich erleichterte Bremer Trainer Florian Kohfeldt bilanziert die "brutale Saison" von Werder und spricht über den Druck, der auf ihn gelastet hat:

Bremens Trainer Florian Kohfeldt bilanziert nach dem geschafften Klassenerhalt die "brutale Saison" von Werder und spricht über den Druck, der auf ihn gelastet hat.

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Kohfeldt: "Scheiß Saison, geiles Ende"

Die Belastung der vergangenen neun Monate sei groß gewesen, so Kohfeldt. "Es hat viel Kraft gekostet, doch das Trainerteam und die Geschäftsführung haben mir viel Kraft gegeben", erklärte der Coach: "Aber ich bin auch ein bisschen stolz auf mich, dass ich das durchgehalten habe", so der Trainer:

"Wir waren so häufig tot. Aber wir sind immer wieder aufgestanden.
Florian Kohfeldt

Seine eigene Gemütslage fasste Kohfeldt so zusammen: "Ich bin einfach nur erledigt und freue mich, dass wir es geschafft haben: Scheiß Saison, geiles Ende."

Heidenheim-Coach: Nicht als Verlierer fühlen

Heidenheims Trainer Frank Schmidt, der den Verein in den letzten 13 Jahren von der Oberliga bis in die Relegation zur Bundesliga geführt hatte, machte im ZDF-Interview die Erfahrung des Gegners aus, die den Unterschied machte.

Aber wir dürfen uns nicht als Verlierer führen, weil wir sind Dritter geworden in der zweiten Liga.
Heidenheim-Trainer Frank Schmidt

Heidenheims Trainer Frank Schmidt analysiert die Leistung seiner Mannschaft im Relegations-Rückspiel gegen Werder Bremen.

Heidenheims Trainer Frank Schmidt analysiert die Leistung seiner Mannschaft im Relegations-Rückspiel gegen Werder Bremen.

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Heidenheim bringt Werder in Führung

Die Bremer Rettung wurde durch ein Eigentor des Gegners eingeleitet: Heidenheims Norman Theuerkauf hatte den Ball nach einem Bremer Angriff unglücklich ins eigene Tor gelenkt. Gespielt war da erst die dritte Minute.

In der Folge hatte Werder in der ersten Halbzeit das Geschehen unter Kontrolle, doch Heidenheim setzte mit zwei hochkarätigen Chancen gleich nach der Pause ein Lebenszeichen. Und weil Heidenheim nun kommen musste, bekam Werder Räume. Innerhalb von drei Minuten ließen die Bremer Spieler teils hochkarätige Chancen aus.

Plötzlich Fans auf der Tribüne

Aufregung herrschte dann aber plötzlich aus einem anderen Grund. Mitte des zweiten Durchgangs kamen auf einmal etwa 50 Heidenheimer Fans auf die Tribüne und machten sich lautstark bemerkbar. Die Bremer Verantwortlichen beschwerten sich, wenige Minuten später waren die Heidenheimer Anhänger wieder verschwunden.

Erster Abstieg seit 40 Jahren verhindert

Mit dem Treffer zum 1:1 durch Tim Kleindienst wurde es noch einmal spannend (85.) - doch Werders Ludwig Augustinsson traf in der Nachspielzeit (90+4) zur Vorentscheidung. Mit dem Schlusspfiff verwandelte Heidenheims Tim Kleindienst (90.+7, Foulelfmeter) noch zum 2:2-Endstand.

Die Fans von Werder feierten nach dem geschafften Klassenerhalt in Bremen mit Hupkonzerten, lauten Gesängen und Feuerwerksböllern. "Nie mehr Zweite Liga", sangen die Anhänger. Zahlreiche Fans verfolgten bereits das Spiel vor und in den Kneipen nahe des Weser-Stadions. Im Laufe des Abends wurde es dann im Bremer "Viertel" immer voller. Zu Hunderten tanzten die Werder-Anhänger auf der Straße.

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