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Champions-League-Finalist : Real Madrids Zukunft nach dem Mbappé-Schock

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Der spanische Meister wollte auf Kylian Mbappé eine neue Ära begründen. Nach dessen Absage muss Real umdenken. Helfen sollen ein deutscher Nationalspieler - und ein Stadionumbau.

Training von Real Madrid
Karim Benzema (Mitte) und Vinicius Junior (vorne) sorgen derzeit für die Real-Tore. Gareth Bale (rechts) hat bei den Königlichen bald ausgedient.
Quelle: dpa

Das Schlamassel mit Kylian Mbappé begann für Real Madrid im Prinzip schon im Sommer 2017. Der damals 18-jährige Franzose hatte eine fabelhafte Debütsaison hinter sich und erwog einen Wechsel zu den "Königlichen". Einzige Sorge: Für seine Entwicklung brauche er eine klare Stammplatzperspektive.

Real unterhielt damals das "BBC"-Sturmtrio aus Karim Benzema, Gareth Bale und Cristiano Ronaldo. Von keinem wollte es sich trennen, nicht mal vom unsteten Bale. So wechselte Mbappé lieber zu Paris St. Germain, doch Real durfte sich fürs erste bestätigt fühlen. Bale mit zwei Toren als Einwechselspieler und Benzema schossen Real in Kiew gegen Liverpool zum Champions-League-Sieg 2017/18.

Pokal der UEFA Champions League

Champions League im ZDF - Was man zum Finale wissen muss 

Der FC Liverpool und Real Madrid bestreiten heute Abend (live im ZDF) das Champions-League-Finale. Beim Endspiel sind mit Jürgen Klopp und Toni Kroos auch Deutsche dabei.

Im diesjährigen Finale am Samstagabend (live im ZDF) geht es wieder gegen Jürgen Klopps Liverpool - und Real hat die Personalentscheidung von damals mittlerweile oft verflucht. Denn außer jenen Finaltoren machte Bale nur noch durch Verletzungen und Provokationen auf sich aufmerksam, bis nun sein Vertrag ausläuft. Mbappé hingegen avancierte zum vielleicht besten Stürmer der Welt.

Der FC Chelsea hat es im Viertelfinal-Rückspiel bei Real Madrid spannend gemacht, doch in der Verlängerung sicherte Karim Benzema den Spaniern mit dem Tor zum 2:3 das Weiterkommen.

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Mbappé gibt Real einen Korb

Bald wollten die Madrilenen ihren Fehler daher korrigieren. Kurz vor Transferschluss bot Real vorigen Sommer den Parisern eine Ablöse von 200 Millionen Euro. Doch die lehnten ab. In Madrid sahen sie in dem Angebot aber nicht zuletzt eine symbolische Geste: Sie zeigten Mbappé, wie viel er ihnen wert war.

Denn diesen Sommer lief sein Vertrag aus. Real plante, ihm nun als Handgeld und Gehaltszuschlag auszuzahlen, was vorigen Sommer nach Paris überwiesen worden wäre. Mbappé galt als wechselwillig, doch zuletzt zögerte der Spieler. Und als er sich am vergangenen Samstag entschied, erklärte er sein Bleiben in Paris.

Angeblich 300 Millionen Euro Handgeld plus 100 Millionen Jahresgehalt: PSG-Klubchef Nasser Al-Khelaifi hat wieder in Kylian Mbappé investiert. Ist das noch "Financial Fairplay"?

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Zorn und Demütigung

Beim spanischen Meister sorgte die Nachricht für den größten Schock der jüngeren Klubgeschichte. So hatte Real noch keiner zu düpieren gewagt. Die klubnahen Kommentatoren hyperventilieren in ihrem Zorn auf den vermeintlich wortbrüchigen Franzosen. Und fragen: Wer kommt statt ihm?

Mbappé sollte der Superstar sein, den es nach Reals Selbstverständnis braucht, aber seit dem Abgang von Ronaldo 2018 nicht mehr gab. Sportlich wie marketingtechnisch war die Zukunft auf ihn ausgerichtet.

Einen zweiten Mbappé gibt es nicht

Der mit zehn Treffern allein in der Champions-League-K.o.-Runde zuletzt überragende Karim Benzema ist schon 34. Und ob sein 21-jähriger Sturmpartner Vinicius Junior dauerhaft einlösen kann, was seine bisher beste Saison verspricht, ist noch unsicher. Keiner von beiden hat Strahlkraft und Charisma von Mbappé.

Auf der positiven Seite hat Real viel Geld gespart, das es anderweitig investieren kann. Als sicher gilt der ablösefreie Zugang des deutschen Nationalspielers Antonio Rüdiger von Chelsea. Weitere Namen werden nach dem Finale verstärkt zirkulieren.

Toni Kroos ist erfolgreicher Fußballer und Familienmensch. Der Weltmeister von 2014 gewährt tiefe Einblicke in sein Leben als Ehemann und Vater.

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Stadion-Neueröffnung in diesem Jahr

Wenn Real den Schmerz überwunden hat, kann es mit einiger Zuversicht nach vorn blicken. Die Finanzlage ist stabil - und dürfte sich noch deutlich verbessern, wenn der aktuelle Umbau des Estadio Santiago Bernabéu abgeschlossen ist.

Die legendären Aufholjagden dieser Saison gegen Mbappés Paris, Titelverteidiger Chelsea und zuletzt Manchester City fanden noch zwischen Kränen und Gerüsten statt. Idealerweise dieses Jahr soll das neue Bernabéu eröffnet werden.

Als Multifunktionsarena soll das Bernabéu dem Klub rund 400 Millionen Euro jährlichen Stadionumsatz statt der 150 Millionen vor der Corona-Pandemie bringen. Zuletzt verkaufte Real 30 Prozent der Nebeneinnahmen der nächsten 20 Jahre für 360 Millionen Euro an amerikanischen Investoren.

Beim Blick nach vorn spricht Reals Klub-Präsident Florentino Pérez vom "besten Stadion der Welt". Nur Kylian Mbappé konnte nicht mal diese Aussicht nach Madrid bringen.

Sport | sportstudio live - Das Finale FC Liverpool - Real Madrid 

Reporter ist Béla Réthy. Im Anschluss: Analysen und Interviews

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