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Mit Erfahrung, Gier und Obacht

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Fußball - Champions League - Mit Erfahrung, Gier und Obacht

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Vor dem Finale der Champions League schwankt der FC Bayern zwischen Selbstbewusstsein und Vorsicht. Worauf wird es ankommen, damit die Münchner gegen Paris St. Germain gewinnen?

Thomas Müller und Joshua Kimmich
Thomas Müller und Joshua Kimmich.
Quelle: imago

Das Selbstbewusstsein beim FC Bayern ist groß. Dennoch ahnen die Münchner, dass Vorsicht geboten ist im Finale der Champions League gegen Paris Saint-Germain am Sonntag in Lissabons Estádio da Luz (live im ZDF ab 20.15 Uhr).

Während Oliver Kahn vor allem das "Mia san mia" herausstellte und befand, der offensive Pressingstil habe die "Mannschaft unglaublich stark gemacht“ und man werde von diesem "keinesfalls abrücken", ließ Hansi Flick einen Ansatz mit mehr Absicherung anklingen.

Flick kündigt Änderungen gegen PSG an

Der Trainer kündigte an, "dass wir die Defensive noch ein bisschen anders organisieren". Wie, verriet er selbstredend nicht.

Auch Kahn verwies durchaus auf die Offensivstärke von PSG mit Neymar, Kylian Mbappé und Ángel Di Maria. Doch ihm ging es vor allem darum, ein Zeichen der Stärke vor dem Showdown zu setzen.

Bayerns selbstbewusste Botschaft

Mit einer selbstbewussten Botschaft nach innen und außen. Sie lautete: Wir richten uns nach uns. Komme, wer wolle.

Kahns Zuversicht gründet auch darauf, dass sich die Generationen vom ersten Triple 2013 und von heute verbinden. Also Manuel Neuer, Thomas Müller, Jérôme Boateng, David Alaba und Javier Martínez als alte Helden gepaart mit dem unbedingten Titelhunger der neuen Generation um Joshua Kimmich.

FCB-Vorstandsmitglied Oliver Kahn ist begeistert vom "Speed und Tempo" seiner Bayern. Mit Blick aufs Finale am Sonntag warnt er vor der individuellen Klasse von Paris.

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Mit Routine und Wille

Für Kahn ist das eine ideale Grundlage. Die Erfahrung der Routiniers "in Kombination mit den Jungs, die für den Henkelpott von hier zu Fuß nach München laufen würden", sagte er, "das ist eine Kombination, die ist stark."

An sein früheres Torwart-Mantra "weiter, immer weiter" muss der angehende Vorstandschef des FC Bayern die Mannschaft gar nicht erinnern. Das aktuelle Team ist, so nimmt es der 51-Jährige wahr, von sich aus mindestens so besessen wie er vorm Triumph in der Champions League 2001.

1974, 1975, 1976, 2001, 2013 – und 2020?

25 Jahre hatte es damals gedauert nach den Gewinnen des Pokals der Landesmeister 1974, 1975, 1976. Mit viel Abstand folgten die beiden weiteren Titel im Nachfolge-Wettbewerb. Nun soll das zweite Triple der Vereinsgeschichte nach dem von 2013 unter Trainer Jupp Heynckes geholt werden. Ob das gelingt, dürfte vor allem davon abhängen, wie viele Lücken die Bayern offenbaren.

Schon beim 8:2 gegen Barcelona im Viertelfinale gab es die, vor allem aber zuletzt beim 3:0 im Halbfinale gegen Lyon. Vom PSG-Offensivtrio dürften diese bestraft werden. Das ahnt auch Kahn, er sagte: "Dann knallt’s meistens." Es wird ein Balance-Akt werden für die Bayern. Und die Schwierigkeit liegt darin, das richtige Maß zu finden zwischen Angriffslust und Abwehrlist.

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