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2G im Sport : Impfdruck auf Aktive und Zuschauer steigt

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In Profi- und Freizeitsport reagieren die Verantwortlichen weitgehend positiv auf die flächendeckend beschlossene 2G-Regel. Sorgen bereiten allerdings impfunwillige Trainer.

Sport - 2G-Regelung
Die 2G-Regelung greift nun flächendeckend auch im Sport.
Quelle: dpa/dpa

Es war viel von Klarheit die Rede, als Donnerstagabend die Beschlüsse von Bund und Ländern über die künftigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bekannt gegeben wurden. Als ein Journalist fragte, ob 2G nun auch für Profisportler gelte, stockte Noch-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kurz. "Jetzt kommt es darauf an, ob das die Arbeitswelt ist oder die Freizeitwelt", wich sie aus.

Der neben ihr sitzende NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sprang ihr mit der Aussage zur Seite, dass die Länderchefs sich einig gewesen seien, dass "wenn Zuschauer im Stadion 2G beachten müssen, dass das nach unserer Auffassung auch für die Profis gelten soll".

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Vier Bundesländer unter Hospitalisierungsrate von 3

Klar ist seither, dass Freizeitsportler und Zuschauer von Sportveranstaltungen ab einer Hospitalisierungsrate von 3 in ihrem Bundesland nur als Genesene oder Geimpfte den Zugang zur Sportstätte erhalten sollen. Aktuell liegen nur die Bundesländer Hamburg, Niedersachsen, Saarland und Schleswig-Holstein unter dem Wert.

Für wen die zusätzliche Testpflicht bei einer Hospitalisierungsrate von 6 zutrifft, den auch schon drei Länder überschreiten, ist dagegen nicht so eindeutig. "Dies wird vor allem an Orten erfolgen, an denen das Infektionsrisiko aufgrund der Anzahl der Personen und der schwierigeren Einhaltung von Hygienemaßnahmen besonders hoch ist, insbesondere in Diskotheken, Clubs und Bars", heißt es in den Beschlüssen.

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von Dominik Rzepka

Priorität: Winter-Lockdown verhindern

Die Einführung der 2G-Regel hatten etliche Bundesländer schon vorher beschlossen. "Grundsätzlich halten wir diesen Weg der Landesregierung für sinnvoll und in Anbetracht der aktuellen Pandemielage für richtig“, sagte Dierk Schmäschke, Geschäftsführer des schleswig-holsteinischen Handball-Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt gegenüber sportstudio.de. Er rechne mit "einer hohen Akzeptanz und einer bewussten und verantwortungsvollen Umsetzung der gegebenen Maßnahmen."

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Auch der Referatsleiter beim Hamburger Sportbund, Maarten Malczak, begrüßt das Vorpreschen seines Bundeslandes, das ab Samstag die 2G-Regelung einführt. "Positiv ist, dass man von Seiten der Politik eine klare Regelung vorgibt, die es dem Vereinssport ermöglicht, weiter Angebote für seine Mitglieder zu machen. Priorität aus Sicht des Sports sollte die Verhinderung eines erneuten sportlichen Lockdowns über den Winter haben.“

"Persönliche Entscheidung respektieren"

Auch in Bremen, wo die Impfquote bundesweit am höchsten liegt, müssen die Vereine sich umstellen, da sie sich bislang noch zwischen 2G und 3G entscheiden können. "Vor dem Hintergrund der Impfdurchbrüche halte ich 3G für nicht schlechter und besser als 2G", sagt der Präsident des Landessportbundes Bremen, Andreas Vroom.

Ohne die Sinnhaftigkeit der Impfung infrage zu stellen, möchte ich die persönliche Entscheidung weiter respektiert wissen. Ein Test stellt für mich keine mindere bzw. eine vertretbare Sicherheitsstufe dar.
Andreas Vroom

Die vermehrte Anwendung von "2G plus" unterstütze die These, dass es noch sicherer wäre zu testen, da das Impfen im Moment scheinbar doch nicht die absolute Immunisierungssicherheit bringe.

2G führt zu Diskussionen in den Vereinen

Mit einem großen Mehraufwand nach Einführung von 2G rechnet Vroom nicht. "Da die Teilnehmer eigenverantwortlich sind und jetzt auch wieder auf freie Tests zurückreifen können, sehe ich organisatorisch für die Vereine keinen nennenswerten Unterschied zwischen 2G und 3G.“

Ein "Flaschenhals" bei der Einführung von 2G sind laut Maarten Malczak "zum Teil die Übungsleitungen, die sich nicht impfen lassen wollen, da diese häufig nicht zu ersetzen sind und somit zum Verlust von Angeboten unter 2G führen können. Das kann bei Trainern und Trainerinnen mit mehreren Angeboten in der Woche schon sehr schwierig für Vereine sein." Wie in vielen Gesellschaftsbereichen habe die 2G Regelungen zu Diskussionen auch in den Vereinen geführt.

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