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Auszeit bis mindestens 30. April

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Fußball-Bundesligen - Auszeit bis mindestens 30. April

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Die Fußball-Bundesliga und die 2. Liga werden wegen der Coronakrise bis mindestens 30. April ruhen. Die DFL-Mitgliederversammlung hat dem Antrag des ihres Präsidiums zugestimmt.

Der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga ist wegen der Corona-Pandemie seit dem 12. März und damit erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ausgesetzt. Der nun ausgeweiteten Unterbrechung fallen die Spieltage Nummer 28 bis 31 zum Opfer.

Seifert bestätigt Pause in Profi-Ligen

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163 Spiele stehen in 1. und 2. Liga aus

Ob der Spielbetrieb im Mai fortgesetzt werden kann, ist allerdings völlig offen. In Deutschland gelten aufgrund der Pandemie zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen Leben, die auch über den April hinaus Bestand haben könnten.

Wenn überhaupt, dann werden die verbleibenden 163 Partien in den höchsten beiden Spielklassen wohl als Geisterspiele ausgetragen. Das Konzept für den Neustart muss von der Politik und den Gesundheitsämtern mitgetragen werden.

Vier Entscheidungen getroffen

"Zuallererst, und das ist nach wie vor keine Frage, geht es um die Kontrolle der Ausbreitung des Virus und insbesondere um den Schutz von Risikogruppen", sagte DFL-Chef Christian Seifert bei einer Pressekonferenz: "Das bleibt auch noch einige Zeit so." Es werde aber mit "Hochdruck" daran gearbeitet, "wie wir nach dieser Krise wieder aufstehen und weiterarbeiten können."

Die Mitgliederversammlung traf dazu vier "wesentliche Entscheidungen". Neben der Aussetzung des Spielbetriebes soll bis zum 5. April das Mannschaftstraining unterbleiben.

Konzept für Geisterspiele

"Gleichzeitig entwickeln wir für alle 36 Standorte des Profifußballs Produktionskonzepte dafür, wie sich mit geringstmöglichem Personaleinsatz vorübergehend auch Spiele ohne Anwesenheit von Zuschauern durchführen lassen", sagte Seifert.

Zudem wurde eine medizinische Taskforce eingerichtet und ein "weiteres Bündel an Maßnahmen" beschlossen, das die Klubs beim Lizenzierungsverfahren entlasten soll.

Hoher Verlust droht

Der zumindest einigermaßen reguläre Saisonabschluss ist für viele Vereine von existenzieller Bedeutung - wird die Spielzeit 2019/20 abgebrochen, droht der Bundesliga ein finanzieller Verlust in Höhe von rund 750 Millionen Euro.

Zahlreiche Spieler hatten sich schon zum Gehaltsverzicht bereit erklärt, in den unteren Ligen ist Kurzarbeit für die Mitarbeiter längst ein Thema. Insgesamt werden im Fußball-Geschäft mehrere Zehntausend Menschen beschäftigt.

Abhängig von UEFA

Inwieweit die Saison abgeschlossen werden kann, was neuesten Gedankenspielen zufolge auch erst im September der Fall sein könnte, hängt auch von den Plänen der UEFA ab. Sowohl die Champions League, als auch die Europa League stecken derzeit im Achtelfinale fest. Davon sind fünf Bundesligisten betroffen.

Dazu kommen offene Länderspiel-Termine. Die UEFA will sich am Mittwoch mit ihren 55 Mitgliedsverbänden beraten, möglicherweise wird auch ein Zeitplan vorgestellt.

Darüber hinaus müssen sich Fußball-Bosse mit den weiteren Auswirkungen der Pandemie beschäftigen, etwa mit rechtlichen Fragen bei eigentlich am 30. Juni auslaufenden Verträgen oder längst ausgehandelten Transfers zum 1. Juli. In Deutschland wird zunehmend die Verteilung der Gelder aus dem bald neu verhandelten TV-Vertrag ein Thema werden.

Keine neun Punkte Abzug bei Insolvenz

Im Lizenzierungsverfahren wird die DFL für die kommende Spielzeit bei den Vereinen auf die Überprüfung der Liquidität verzichten. Die DFL will in Not geratenen Profiklubs damit "die Möglichkeit und die Zeit geben, die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu bewältigen", sagte Seifert.

Sollte ein Verein in Nöte kommen und gar Insolvenz anmelden müssen, wird zudem vom sonst üblichen Abzug von neun Punkten abgesehen. "In der kommenden Saison würde er nur drei statt wie bisher neun Punkte betragen", so Seifert.

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