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Weiter keine Fans bei Bundesliga-Spielen

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Politik erteilt DFL Absage - Weiter keine Fans bei Bundesliga-Spielen

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Die Bundesligavereine wollen vor einem Teilpublikum in die neue Saison starten. Aus der Politik gibt es aber derzeit dafür keine Zustimmung.

Die Rückkehr von Fans in die Stadien hat aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder keine Priorität. Darin bestehe Einigkeit, verlautete aus Kreisen der Gesundheitsminister.

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Die Fußball-Bundesliga hat bei ihren Bemühungen für eine Rückkehr der Fußball-Fans in die Stadien vorerst eine Absage aus der Politik erhalten. "Tausende Zuschauer in den Stadien - das passt nicht zum aktuellen Infektionsgeschehen", teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mit. "Jetzt heißt es, keine vermeidbaren Risiken einzugehen. Das Konzept der DFL ist in der Theorie gut. Entscheidend ist in der Pandemie aber die Praxis im Alltag."

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Und auch von der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) wartete die Liga am Montag beim Sommer-Reizthema vergeblich auf positive Signale, zum Auftakt der Spielzeit 2020/21 Mitte September wieder vor Publikum zu spielen. Das habe aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder keine Priorität. Darin bestehe Einigkeit hieß es aus Teilnehmerkreisen.

Große Skepsis bei Söder

Angesichts der wieder gestiegenen Corona-Fallzahlen herrscht Skepsis in der Politik, wie es Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ausdrückte. "Ich habe mich sehr für den Start von Geisterspielen eingesetzt, das läuft auch hervorragend. Aber bei vollen Stadion zum Bundesliga-Start bin ich außerordentlich skeptisch. Ich kann es mir derzeit nicht vorstellen", sagte der CSU-Chef in Nürnberg und betonte: "Es hätte auch eine verheerende Signalwirkung an die Öffentlichkeit. Sowohl was Kapazitäten im Medizinischen betrifft als auch gegenüber kulturellen Veranstaltungen."

Kommentar: Thomas Wark zur DFL-Mitgliederversammlung

Kommentar zum DFL-Konzept -
Klubs setzen auf Vernunft - ein Wagnis
 

Auf die Vernunft der Fans zu setzen, könnte sich als naiv erweisen, kommentiert ZDF-Reporter Wark das DFL-Konzept zur Rückkehr der Zuschauer.

von Thomas Wark

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf eine Quelle, dass die Spiele mindestens bis Ende Oktober ohne Fans stattfinden werden.

Alkoholkonsum nicht kontrollierbar

Die GMK-Vorsitzende, Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci, hatte in der "Berliner Morgenpost" vor den Beratungen über das Rückkehrkonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) bereits gesagt, die Idee, dass unter anderem alle Besucherinnen und Besucher nach Testungen wieder ins Stadion kommen könnten, werde von der Mehrheit der Minister kritisch gesehen. "Ganz besonders, weil vor und nach dem Spiel niemand große Menschenansammlungen und Alkoholkonsum ausschließen und kontrollieren kann."

Zuvor hatte sich Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer noch positiv über das Zuschauerkonzept der Deutschen Fußball Liga geäußert. "Ich bin der Meinung, man muss ihnen jetzt die Chance geben, diese Sache zu erproben", sagte der CDU-Politiker am Montag im ARD-Mittagsmagazin mit Blick auf das DFL-Konzept. Es sei wichtig, "dass wir jetzt auch an diesem Punkt einen Schritt nach vorn gehen".

Kretschmer hält nichts von Massentests vor Stadien

Von Massentests vor dem Stadionbesuch hält Kretschmer allerdings nichts, weil es nicht praktikabel sei. Man könne nicht so viele Menschen vorher testen, sagte er. «Das Prinzip muss sein, so wie am Arbeitsplatz, so wie beim Einkaufen muss eine Sportveranstaltung so organisiert sein, dass man sich nicht anstecken kann», forderte er.

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