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Bundesligen vor Neustart - DFL plant Worst-Case-Szenario

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Kurz vor dem Restart der Bundesligen will die DFL bei einer Mitgliederversammlung über verschiedene Szenarien im Falle von Corona-Maßnahmen abstimmen lassen.

Archiv: Christian Seifert am 09.03.2020 in Frankfurt
DFL-Geschäftsführer Christian Seifert
Quelle: Imago

Die 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga sollen nach dem Willen der Deutschen Fußball Liga (DFL) bei der nächsten Mitgliederversammlung am Donnerstag über die Modalitäten bei einem Saisonabbruch wegen der Corona-Krise abstimmen. Einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigte der DFL-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Peters.

Keine Relegationsspiele bei Abbruch

"Wir werden am Donnerstag wohl letztmals das Thema 'erzwungener Saisonabbruch' behandeln. Letztmalig deshalb, weil ich überzeugt bin, dass es dazu nicht kommen wird", sagte Peters.

"Aber für diesen absolut unwahrscheinlichen Fall steht für mich fest: Es wird keine Aufstockung - und es muss auch Auf- und Abstieg geben." Allein die Relegationsspiele sollen bei einem erzwungenen Abbruch der Spielzeit wegfallen. Er sei überzeugt, dass alle Klubs diesem Vorschlag zustimmen werden.

Zum Liga-Neustart gibt es gleich einen Knaller:

Mit einem Klassiker meldet sich die Bundesliga ab dem 16. Mai aus der Corona-bedingten Pause zurück - Dortmund gegen Schalke, natürlich ohne Zuschauer - wie auch alle anderen Partien.

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Ohne Regelung könnte "Berg von Problemen" drohen

Sollte es nicht vorsorglich in den Statuten geregelt werden, sähe Peters bei einem Abbruchszenario einen "Berg von Problemen" auf die DFL zukommen. Er fürchtet lange juristische Auseinandersetzungen, weil es in solch einem Fall immer "negativ Betroffene" gebe.

Laut "Bild"-Zeitung sollen die Klubs auch zustimmen, dass die Saison notfalls auch erst im Juli abgeschlossen werden könne. Zahlreiche Spielerverträge enden zum 30. Juni.

Wechsel des Spielortes soll ermöglicht werden

Aus der vom "Kicker" veröffentlichten Tagesordnung der Versammlung geht zudem hervor, dass eine Satzungsänderung den Wechsel des Spielortes auf Anordnung der DFL ermöglichen soll.

"Sofern keinen der beteiligten Klubs ein Verschulden an dem Wechsel des Stadions trifft, trägt der DFL e.V. die durch den Stadionwechsel entstandenen Mehrkosten für die Austragung des Spiels", heißt es in dem Papier.

Bundesligen sollen auf Neustart eingeschworen werden

Zwei Tage vor der geplanten Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga will die DFL die 36 Vereine zudem noch einmal detailliert auf den Notbetrieb in den leeren Stadien einschwören. Bei der Video-Konferenz steht unter anderem die Verankerung des Konzepts der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" als Anhang in die Spielordnung auf der Agenda.

Zudem soll über die Erhöhung des Auswechselkontingents auf fünf Spieler entschieden werden. Das Regelhüter des International Football Association Boards und der Weltverband FIFA hatten den Weg für eine Änderung in der Corona-Krise unlängst frei gemacht.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zum Neustart-Konzept:

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden muss für zwei Wochen in Corona-Quarantäne. DFL-Chef Christian Seifert sieht das Neustart-Konzept allerdings aktuell nicht in Gefahr.

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