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"Nicht nur wirtschaftlich betrachten"

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Rückkehr der Zuschauer - "Nicht nur wirtschaftlich betrachten"

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Wie geht es weiter bei der Zulassung von Fans bei Sportveranstaltungen? Darüber spricht Dunja Hayali im aktuellen sportstudio mit Jennifer Kettemann und Oke Göttlich.

Jennifer Kettemann, Geschäftsführerin der Rhein-Neckar Löwen, und Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, sprechen über das Thema Fan-Rückkehr in Stadien und Hallen.

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Mit der ersten Runde im DFB-Pokal kommt es im deutschen Profi-Fußball zur Rückkehr der Zuschauer. Unter diesem Titel begrüßte Moderatorin Dunja Hayali die Geschäftsführerin des Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen, Jennifer Kettemann, sowie FC St. Pauli-Präsident Oke Göttlich im aktuellen sportstudio.

Wird Flickenteppich der Corona-Bestimmungen entsorgt?

Derzeit sind die Bestimmungen zu den bei Sportveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie erlaubten Zuschauerzahlen noch ein föderaler Flickenteppich. Sie reichen von null in Bayern bis zu 8.500 in Sachsen. Nach ZDF-Informationen soll in Gesprächen der Chefs der Staatskanzleien mit den Sportverbänden allerdings eine Einigung darüber erzielt worden sein, eine einheitliche Regelung für die Zuschauer-Rückkehr auf den Weg zu bringen.

"Es geht nicht um einen Wettbewerb darum, wer der Schnellste bei der Stadionöffnung ist, sondern darum, gemeinschaftliche Konzepte zu entwickeln", sagte Göttlich. "Und da ist es ganz egal, ob Union Berlin oder der FC St. Pauli das erste Tor schießt." Göttlich zeigte Verständnis dafür, dass Klubs wie RB Leipzig die Möglichkeiten ausnutzen, die ihnen die örtlichen Behörden zugestehen.

Dürfen bald wieder in ganz Deutschland Sportfans in die Stadien und Hallen? Nach Informationen des ZDF plädieren die Bundesländer für eine einheitliche, prozentuale Regelung.

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"Vereine haben Vertrauen der Politik verdient"

"Mich freut es, wenn mein Kollege aus Leipzig eine Genehmigung für 2.100 Zuschauer in der Halle hat", stimmte Kettemann zu. "Es geht darum, dass unsere Sportart überhaupt wieder stattfindet und dass wir voneinander lernen." In der 15.000 Zuschauer fassenden Mannheimer SAP-Arena der Rhein-Neckar Löwen sind derzeit nur 500 Zuschauer zugelassen.

Anders als im Fußball sind Handball-Vereine aber zu 40 Prozent von den Zuschauer-Einnahmen abhängig. "Die Vereine haben das Vertrauen der Politik verdient", so Kettemann weiter. Dabei können die anderen Sportarten von der Vorreiterrolle des Fußball profitieren.

"Es ist kein Gegeneinander zwischen den Sportarten", sagte auch Göttlich. "Der Fußball nutzt seine Mittel, um die nächsten Schritte zu gehen." Es sei auch unter sozialen Gesichtspunkten notwendig, dass der Fußball mit Einzelhandel, öffentlichem Nahverkehr, den anderen Sportarten und der Veranstaltungsindustrie zusammenarbeitet, damit die Leute ihre Berufen und Themen wieder nachgehen könnten. "Wir sollten aufhören, das nur rein wirtschaftlich zu betrachten", sagte er.

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Handball als Vorbild bei Diskussion um TV-Geld?

Um soziale Aspekte ging es auch in Diskussion um die mögliche Neuverteilung der TV-Gelder im Profi-Fußball. "Ich bin mir sicher, dass es nicht so bleibt, wie es jetzt ist", sagte Göttlich, der auch Mitglied im DFL-Präsidium ist. "In der Verteilungsdebatte wird sich zeigen, was hinter den Worten steht, die in den letzten Monaten gefallen sind."

Womöglich kann sich der Fußball dabei vom Handball etwas abschauen, wo laut Kettemann alle Vereine den gleichen Anteil an den TV-Geldern erhalten. "Wenn Corona etwas Positives hat", sagte die Löwen-Geschäftsführerin, "dann, dass alle noch enger zusammengerückt sind." Auf diesen Zustand müsse der Fußball noch etwas länger hinarbeiten, schloss Göttlich die Diskussion.

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