Handball: DHB-Team gewinnt WM-Generalprobe gegen Island

    Gelungene WM-Generalprobe :DHB-Team schlägt Island im letzten Testspiel

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    Ein Sieg für das Selbstvertrauen kurz vor der WM: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat das letzte Testspiel vor der WM gegen Island mit 33:31 gewonnen.

    Dank einer überzeugenden Leistung hat die DHB-Auswahl gegen Island verdient mit 33:21 (19:14) gewonnen. Vor 10.043 Zuschauern in der ausverkauften ZAG-Arena war Juri Knorr mit 13 Toren bester Werfer für das Team von Bundestrainer Alfred Gislason. Am Samstag hatte es in Bremen eine knappe 30:31-Niederlage gegen die Isländer gegeben.

    Gruppenspiele in Kattowitz

    Das deutsche Team setzt die Vorbereitung auf die am kommenden Mittwoch beginnende Endrunde in Polen und Schweden in Barsinghausen fort. Am Donnerstag fliegt der DHB-Tross dann nach Kattowitz, wo Asienmeister Katar, Serbien und Algerien die Vorrundengegner sind.
    Nur eines hat Handball-Bundestrainer Alfred Gislason in den Tests gegen Island nicht gefallen: "Zu viele technische Fehler." Ansonsten sieht er ein gut eingespieltes Team.08.01.2023 | 1:20 min
    Anders bei der ebenso unnötigen wie ärgerlichen Niederlage am Vortag, bei der die deutsche Mannschaft einen Sechs-Tore-Vorsprung verspielte, war die DHB-Auswahl im zweiten Duell mit den Isländern gleich zu Beginn hellwach. Allerdings konnten sich die Spieler von Gislason zunächst keinen nennenswerten Vorteil erarbeiten, weil die Abwehr die schnellen Isländer in der Anfangsphase nur selten zu fassen bekam.

    Island verzichtet auf Top-Duo

    Dabei hatte Gäste-Trainer Gudmundur Gudmundsson auf den Einsatz seiner Stars Aron Palmarsson und Omar Ingi Magnusson verzichtet. Fast durchgängig gut lief es bei der DHB-Auswahl im Angriff, wo Knorr erneut gekonnt die Fäden zog. Der 22-Jährige von den Rhein-Neckar Löwen war kaum zu stellen und erwies sich bei den Siebenmetern als sicherer Vollstrecker.
    Schon im ersten Duell hatte der Jüngste im deutschen WM-Kader als Vorbereiter und Schütze geglänzt. Mitte der ersten Halbzeit zog das DHB-Team, in dem Andreas Wolff einmal mehr ein starker Rückhalt war, beim 14:9 (21.) auf fünf Tore davon.
    Kurz vor der Pause parierte der 31-Jährige noch einen Siebenmeter, sodass die Gastgeber das komfortable Polster in die Kabine mitnahmen. Nach dem Wechsel rückte Joel Birlehm für Wolff zwischen die Pfosten.

    Rhythmus geht nach Pause verloren

    Auch sonst nahm Gislason einige personelle Wechsel vor. Und wieder ging der Rhythmus verloren. Beim 23:22 (39.) war der Vorsprung fast verspielt, was den Bundestrainer zu einer frühen Auszeit veranlasste. Kurz darauf fiel trotzdem der Ausgleich.
    Nun war es ein Duell auf Augenhöhe, in dem Wolff zwischen die Pfosten zurückkehrte und der Abwehr wieder mehr Sicherheit gab. Das zahlte sich am Ende aus, denn in der Schlussphase behielten seine Vorderleute die Nerven und brachten den Sieg nach Hause. 
    Am Samstag hatte der EM-Siebte in Bremen einen möglichen Sieg noch leichtfertig aus den Händen gegeben, woran Gislason nicht ganz unschuldig war. Der 63 Jahre alte Isländer hatte Mitte der zweiten Halbzeit angesichts einer klaren 23:17-Führung fast das komplette Personal ausgewechselt und musste anschließend konstatieren: "Was ärgerlich ist: Wir verschenken ein eigentlich gewonnenes Spiel. Man hat gesehen, dass der zweite Anzug noch nicht so sitzt."

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    Sportstudio: Handball
    Quelle: dpa, SID