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Fußball | Nations League - Kroos, Titel-Fachmann mit leichten Sorgen

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Der Gewinn des EM-Pokals fehlt noch in der Sammlung des Toni Kroos. Vor dem Nations-League-Auftakt gegen Spanien (Donnerstag 20.45 Uhr/ZDF) besorgt ihn das straffe Programm.

02.09.2020, Stuttgart, Fußball-Nationalmannschaft: Toni Kroos bei der Pressekonferenz vor dem Nations-League-Auftaktspiel gegen Spanien.
Toni Kroos bei der Pressekonferenz vor dem Nations-League-Auftaktspiel gegen Spanien.
Quelle: Markus Gilliar/dpa

Für Bundestrainer Joachim Löw ist es gar keine Frage, wem er zum Auftakt der Nations League gegen Spanien in seiner Mannschaft die Kapitänsbinde gibt. Toni Kroos, der letzte verbliebene Feldspieler von den 2014er-Weltmeistern, wird das deutsche Nationalteam in Stuttgart aufs Feld führen. Der 30-Jährige, seit 2014 bei Real Madrid unter Vertrag, freut sich auf "einige bekannte Gesichter" beim namhaften Gegner.

DFB-Team-Manager Oliver Bierhoff, Ilkay Güdogan (Manchester City), Leroy Sané und Niklas Süle (beide Bayern München) im ZDF-Gespräch über den Wert und die Bedeutung der Nations League.

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Erstes Geisterspiel in der DFB-Geschichte

Nicht absehbar ist, ob eine "fitnessmäßig zusammengewürfelte Truppe" (Kroos) beim ersten Geisterspiel der deutschen Länderspielgeschichte zu einer Einheit findet. Oder ob alle, wie in Corona-Zeiten immer und überall gefordert, so auf Abstand gepolt sind, dass nichts zusammenwächst.

Der Mittelfeldstratege mit den famosen Passquoten ist klug genug, die Erwartungen für solch einen Vergleich, mag er noch so sehr nach Klassiker klingen, nicht zu hoch zu schrauben. Devise des gebürtigen Greifswalders: "Gucken, was bei rauskommt."

Mehr private Einblicke

Da redet einer einen Wettbewerb nicht unnötig groß, er findet aber auch gut, dass eine Mannschaft sich einspielen kann, der genau dieses Manko vielleicht bei der EM 2020 zum Verhängnis hätte werden können - wenn nicht das tückische Virus dazwischen gefunkt hätte.

Kroos bekannte, sich an die Vorgaben in Corona-Zeiten inzwischen schon gewöhnt zu haben. Auch die fehlenden Zuschauer in der großen Stuttgarter Arena heute sind offenbar kein Problem.

Die Nations League startet in die zweite Saison. Das Format hat in der vergangenen Spielzeit funktioniert und mittlerweile auch beim DFB Anklang gefunden.

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Mit 30 wirkt Kroos zunehmend offener. In einem Kino-Streifen gewährte er viele private Einblicke, Fotos postet der stolze Familienvater regelmäßig über Social-Media-Kanäle.

Und bei den oft humorvollen Unterhaltungen mit seinem Bruder Felix im Podcast "Einfach mal luppen" kommt er auch ironisch rüber. "Bist du wiedermal zu gierig?", fragt er seinen 14 Monate jüngeren Bruder, warum es mit einem neuen Verein nach dem Abschied vom 1. FC Union Berlin nicht klappt.

Kroos: "Vollgepackt ohne Ende"

Ernsthafte Sorgen macht sich Kroos, dass diese außergewöhnliche Saison, weiterhin im Corona-Klammergriff, terminlich überfrachtet ist, weil niemand verzichten will. Nicht die Vereine, nicht die Verbände. "Es ist vollgepackt ohne Ende", sagte Kroos, der nonchalant daran erinnert, dass in seiner Wahlheimat in Spanien ja nicht nur 38 Ligaspiele zu bestreiten sind, sondern der Pokal auch noch mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wird.

Und wenn er auf die Abstellungsperioden im Oktober und November schaut, wo zu zwei Nations-League-Partien noch jeweils ein Freundschaftsspiel kommt, dann graut ihm: "Alles durchspielen ist unmöglich." Wer das Pensum abspule, "der schafft es nicht bis zum Ende bei der EM".

Das ist aber sein Ziel: Diese Trophäe will der 96-fache Nationalspieler nach dem WM-Pokal, vier Champions-League-Siegen und diversen Meisterschaften in Deutschland mit Bayern München und Spanien mit Real Madrid den einen ihm noch fehlenden Titel: Den EM-Sieg. 2021 ist dafür wohl die letzte Chance. "Ich weiß nicht, ob es mir gelingt, aber ich werde auf jeden Fall alles dafür tun", sagt Kroos.

Kroos: Das Ausland hilft bei der Entwicklung

Dass mit Timo Werner, Luca Waldschmidt, Robin Koch und bald wohl auch Kai Havertz die nächsten Nationalspieler ins Ausland wechseln, kann er insofern verstehen, weil auch er fußballerisch durch den Wechsel nach Spanien "fußballerisch den nächsten Schritt" gemacht hat: "Man steht mehr unter dem Druck, sich durchzusetzen."

Und nicht zuletzt braucht es "ein, zwei Jahre, um sich mit der Familie im Ausland zu integrieren." Heute spricht er fließend Spanisch.

Deutschland - Spanien: So wollen sie spielen

Deutschland: Trapp (Eintracht Frankfurt) - Ginter (Borussia Mönchengladbach), Süle (Bayern München), Rüdiger (FC Chelsea) - Kehrer (Paris St. Germain), Gosens (Atalanta Bergamo) - Kroos (Real Madrid), Gündogan (Manchester City) - Brandt (Borussia Dortmund), Werner (FC Chelsea), Sane (Bayern München)

Spanien: De Gea (Manchester United) - Carvajal (Real Madrid), Ramos (Real Madrid), Pau Torres (FC Villarreal), Reguilon (Real Madrid) - Busquets (FC Barcelona) - Fabian (SSC Neapel), Thiago (Bayern München) - Ferran Torres (Manchester City), Fati (FC Barcelona) - Rodrigo (Leeds United)

Die Nations-League-Partie Deutschland - Spanien in Stuttgart. Reporter: Béla Réthy, Moderation: Jochen Breyer, Experte: Per Mertesacker.

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