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DFB-Präsident - Keller denkt nicht an Rücktritt

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DFB-Boss Fritz Keller hat sich erneut entschuldigt, die Führung des DFB will er aber nicht aufgeben. Die DFB-Länderchefs erneuern nun ihre Forderungen nach Rücktritt.

DFB-Präsident Fritz Keller
DFB-Präsident Fritz Keller
Quelle: dpa

DFB-Präsident Fritz Keller tritt trotz der Rücktrittsaufforderung der Amateurvertreter nicht zurück. Der 64-Jährige entschuldigte sich zwar am Freitag erneut für seine verbalen Entgleisungen. Die Führung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) will er aber nicht freiwillig aufgeben.

Ich werde mich den anstehenden Diskussionen nicht entziehen,
Fritz Keller laut DFB-Mitteilung

Der 64-Jährige respektiere das Votum der Konferenz der Regional- und Landesverbände gegen ihn "und nehme dieses sehr ernst. Ich bedauere meine affektbeladene Entgleisung zutiefst und bitte erneut um Verzeihung", so der DFB-Präsident weiter. Er stelle sich "selbstverständlich dem zuständigen Sportgericht und falls nötig dem Bundesgericht, in einem laufenden Verfahren, das nach Aussage des Vorsitzenden noch im Mai abgeschlossen sein soll."

Am Montag hatte die DFB-Ethikkommission den Fall Keller vor das DFB-Sportgericht gebracht. Es ist das erste Mal, dass sich ein DFB-Präsident vor dem verbandsinternen Gericht verantworten muss.

Rücktrittsforderungen erneuert

Am Freitagabend erneuerten die Präsidenten der Regional- und Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ihre Rücktrittsaufforderung an den Verbandschef eindringlich und fordern parallel das DFB-Präsidium zur Amtsenthebung des 64-Jährigen auf.

Keller solle "von seinem Amt zurücktreten und damit weiteren Schaden vom DFB abwenden", hieß es in der Erklärung. Mit 33 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen verlor Keller weiter dramatisch an Rückhalt gegenüber einer Abstimmung vom vergangenen Sonntag (26 Ja, neun Nein, zwei Enthaltungen).

Inmitten der Rücktritts-Spekulationen um DFB-Präsident Fritz Keller hat sich DFL-Präsident Christian Seifert zu Wort gemeldet und DFB-Vize Rainer Koch kritisiert. Der wehrt sich.

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Seehofer hat genug

Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte schon zuvor von den öffentlichen Streitereien genug. Der CSU-Politiker, zuständig auch für den Sport im Lande, sah sich am Freitag veranlasst, die Spitzen des deutschen Fußballs zur Räson zu rufen.

"Es wird Zeit, dass die Sportverbände dieses jämmerliche Schauspiel beenden", sagte Seehofer. "Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Sportfreunde", fügte er hinzu.

Dauerfehde mit Generalsekretär Curtius

Keller war der Hoffnungsträger, als er im September 2019 als Nachfolger des frühzeitig gescheiterten Reinhard Grindel an die Spitze des DFB rückte. Doch seit Monaten liefert er sich mit DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius, dem die Regional- und Landesverbänden ebenfalls das Vertrauen entzogen, eine Dauerfehde.

Zur Führungskrise beim DFB kommt auch ein öffentlich geführter Streit zwischen Koch und DFL-Chef Christian Seifert.

Archiv: Rainer Koch am 02.04.2019 in Augsburg

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Die DFB-Krise schwelt weiter, mit Rücktrittsspekulationen um Präsident Keller und gegenseitigen Vorwürfen - auch an Rainer Koch. Am Samstag kommt der Vizepräsident ins sportstudio.

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