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Fußball | Nationalmannschaft - Löw mit XXL-Aufgebot in Länderspiele

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Ohne acht Stammkräfte bestreitet die deutsche Nationalelf am Mittwoch den Test gegen die Türkei. Bundestrainer Joachim Löw startet mit einer B-Elf und XXL-Aufgebot.

Cheftrainer Joachim Löw im Training mit der Füßball-Nationalmannschaft.
Bundestrainer Joachim Löw im Training vor dem Testspiel gegen die Türkei
Quelle: epa

Als Joachim Löw in der vergangenen Woche seinen Kader für die anstehenden Oktober-Länderspiele berief, fanden sich 29 Namen auf der Liste. Ein XXL-Aufgebot, um die Anstrengungen in der Coronakrise mit drei Spielen binnen sieben Tagen bestens zu verteilen. Als am Montagabend im Kölner Südstadion nun das erste Training stattfand, ging es doch sehr übersichtlich zu. Bundestrainer Joachim Löw und der Trainerstab begrüßten nicht einmal die Hälfte des ursprünglichen Kaders zur ersten Einheit.

Ohne acht Stammkräfte geht die DFB-Elf in drei Spiele binnen einer Woche. Da dürfen sich die Neulinge Jonas Hofmann und Mahmoud Dahoud in Partie eins gegen die Türkei Hoffnung auf einen Einsatz machen.

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Der Bayern-Block mit Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Niklas Süle, Leon Goretzka und Serge Gnabry, die Leipziger Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann, der für die Vereinssuche freigestellte Antonio Rüdiger sowie der angeschlagene Real-Star Toni Kroos reisen erst am Dienstagabend in die Domstadt, der erkältete Timo Werner vorerst gar nicht. Was für das Freundschaftsspiel gegen die Türkei (20.45 Uhr im Liveticker) bedeutet, dass eine bessere B-Elf antritt.

Test gegen Türkei als Probelauf

Löw bleibt nur das Abschlusstraining im Kölner Stadion, um seiner zweiten und dritten Reihe seine Vorstellungen zu erläutern und Abläufe ansatzweise einzuüben. Dabei haben drei Akteure ohne bisherige Länderspielminuten, Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund), Jonas Hofmann und Florian Neuhaus (beide Borussia Mönchengladbach), gute Chancen aufs Debüt.

"Gegen die Türkei können wir Dinge ausprobieren", sagte Assistenztrainer Marcus Sorg. Es würde nicht überraschen, wenn die beiden formstarken Gladbacher Hofmann und Neuhaus in der Startelf stehen. Speziell Hofmann, obwohl mit 28 Jahren eigentlich kein Perspektivspieler mehr, habe sich gut entwickelt.

Seine Ballsicherheit, seine tiefen Läufe gefallen uns.
Marcus Sorg

Neuhaus, 23 Jahre, hat am Niederrhein einen enormen Sprung gemacht, während der in Mönchengladbach zum Profi aufgestiegene Dahoud, 24, nach seinem Wechsel zu Dortmund zu wenig Spielzeit erhielt, oft verletzt war und jetzt erst wieder einen besseren Rhythmus aufnimmt. Gut möglich, dass dieses Trio einen Einsatz bekommt.

Testspiel als Chance für Einsatzzeit

Genauso besitzen Akteure eine Chance, die erst wenige DFB-Einsätze aufweisen: Benjamin Henrichs (RB Leipzig/3 Länderspiele), Robin Koch (Leeds United/3), Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen/3), Niklas Stark (Hertha BSC/1) und Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon/3). Gesetzt sind gegen die Türkei Spieler wie Julian Brandt (Borussia Dortmund/32), Julian Draxler (Paris St. Germain) oder auch Kai Havertz (FC Chelsea), die allesamt Werbung in eigener Sache machen sollen. Eine Einsatzgarantie erhielt am Dienstag ferner Torwart Bernd Leno (FC Arsenal).

Als Führungsspieler nannte Löw noch Emre Can (Dortmund), Matthias Ginter (Mönchengladbach) und Antonio Rüdiger (FC Chelsea). Sie haben zusammen mit dem als Kapitän vorgesehenen Draxler die Aufgabe, "die Neuen zu führen".

Dass von einer solch zusammengewürfelten Mannschaft keine Wunderdinge erwartet werden können wie von den Nachrückern, die 2017 beim Confed-Cup im Laufe eines Turniers zusammenfanden, versteht sich von selbst. Aber Löw hat es für unverantwortlich gehalten, auch nur einen Vielspieler vom FC Bayern am Mittwoch einzusetzen.

Perspektivischer Ansatz des Bundestrainers

"Der Bundestrainer nimmt nicht immer das nächste Spiel in den Fokus, sondern arbeitet perspektivisch. Das große Ziel ist die EM im nächsten Jahr. Dann soll die Mannschaft im taktischen, physischen und psychischen Bereich voll auf der Höhe sein“, erklärt Sorg. Für die Herbstklausur in der Kölner Isolation liegt der Fokus fraglos auf den Nations-League-Spielen in der Ukraine (10. Oktober) und gegen die Schweiz (13. Oktober).

Wir wollen konzentriert und intensiv arbeiten, aber auch Spaß haben und diesen Spaß auch zeigen.
Joachim Löw

Nichtsdestotrotz möchte Löw nach den Punkteteilungen im September gegen Spanien und die Schweiz (jeweils 1:1) mal wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen. "Wir wollen Tore schießen und wieder Siege einfahren", sagt der 60-Jährige. "Das Spiel gegen die Türkei ist für unsere junge Mannschaft eine willkommene Gelegenheit, gewisse Dinge zu testen und einiges auszuprobieren."

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