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Fußball | DFB-Pokal : Warum Amateurklubs aufs Heimrecht verzichten

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Eine Pokal-Atmosphäre, die Favoriten straucheln ließ, ist sowieso nicht möglich. Da verzichten viele Amateurklubs im DFB-Pokal wegen der Corona-Auflagen lieber aufs Heimrecht.

Testspiel in Schleswig-Holstein am 05.09.2020: Corona Warn-App Flagge auf dem Fußballfeld
Quelle: DPA

Das erste Ergebnis der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde, die an diesem Wochenende ausgetragen wird, lautet 11:8. Von den neunzehn Amateurvereine ab der Regionalliga abwärts, die sich für diese Runde qualifiziert haben, nehmen nur acht das ihnen zustehende Heimrecht in Anspruch. Als letzter Klub entschloss sich der bayrische Regionalligist 1. FC Schweinfurt 05, sein Heimrecht an Schalke 04 abzutreten.  

Den Ausschlag, ganz auf Fan-Unterstützung zu verzichten, gaben die Corona-Auflagen, das umfangreiche Hygienekonzept des DFB und der damit verbundene Organisationsaufwand, der aufgrund reduzierter Zuschauereinnahmen finanziell schwer zu bewältigen wäre. "Daher war der Tausch des Heimrechts nach Abwägung der Möglichkeiten für uns ein sinnvoller Schritt", erklärt Schweinfurts Geschäftsführer Markus Wolf.

Gladbach übernimmt gegnerische Reisekosten

Dem Bremer Regionalliga-Aufsteiger FC Oberneuland wurde dieser Schritt dadurch erleichtert, dass Gegner Borussia Mönchengladbach die Hotelkosten für die Bremer Reisegruppe übernimmt und zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Freundschaftsspiel nach Bremen reisen will. Ähnliche Abmachungen gibt es auch zwischen anderen Klubs, wie zum Beispiel Mainz 05 mit dem TSV Havelse.

"Wir haben mit Borussia Mönchengladbach einen Champions-League-Teilnehmer zu Gast, dem wir größtmögliche Sicherheit bieten wollen" sagte Oberneulands Vorsitzender Uwe Piehl gegenüber Radio Bremen. "Gladbach ist erprobt bei der Umsetzung von Hygienekonzepten."

Für den FC Oberneuland ist es die achte Teilnahme am DFB-Pokal, bereits viermal konnten sie Bundesligisten empfangen - da ist ein Verzicht leichter zu verschmerzen als bei einem Klub, der vor dem größten Spiel der Vereinsgeschichte steht. "Das Spiel ist das i-Tüpfelchen“, sagte Holger Böhm, der Vorsitzende des Fünftligisten SV Todesfelde aus Schleswig-Holstein, vor dem Duell gegen Zweitligist VfL Osnabrück dem NDR. "Wir wären doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir sagen: 'Wir machen das nur aus wirtschaftlichen Gründen nicht.'"

Zuschauer-Flickenteppich durch Corona-Vorschriften

500 Zuschauer dürfen laut dem Corona-Konzept des Klubs aus dem 1.000-Seelen-Ort das Spiel verfolgen. Auf 3.000 Zuschauer könnte dagegen Werder Bremen bei seinem nicht verlegten Gastspiel im Jenaer Ernst-Abbe-Stadion treffen. Ein entsprechender Antrag wurde beim Gesundheitsamt in Jena eingereicht. "Wenn die hoffentlich vielen zugelassenen Zuschauer richtig Radau machen, unterstützt uns das sehr", hofft Jenas Torwart Lukas Sedlak zumindest auf ein bisschen Pokal-Atmosphäre.

Die werden die 300 Zuschauer, die in der riesigen Schalker Veltins-Arena zugelassen sind, kaum erzeugen. Dafür werden es besondere Gäste sein: Schalke 04 lädt Mitarbeiter der Gelsenkirchener Krankenhäuser, Seniorenheime sowie weitere systemrelevante Gruppen zum Spiel ein.

Archiv: DFB-Pokal am 25.07.2017

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