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Prozess im Blutdoping-Skandal hat begonnen

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Doping | Operation Aderlass - Prozess im Blutdoping-Skandal hat begonnen

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Vor dem Landgericht München hat der bisher größte Doping-Prozess in Deutschland begonnen. Im Mittelpunkt steht der Erfurter Arzt Mark S., der weltweit Blutdoping organisiert hat.

Mark S. soll mindestens 23 Spitzensportler aus acht Nationen über Jahre gedopt haben. Nun stehen er und seine vier mutmaßlichen Komplizen vor Gericht.

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Der Erfurter Mediziner Mark S. soll fast ein Jahrzehnt lang weltweit Blutdoping organisiert und durchgeführt haben. In München steht er mit vier seiner mutmaßlichen Komplizen nun in einem der größten Dopingverfahren hierzulande vor Gericht.

Mark S. soll mindestens 23 Spitzensportler aus acht Nationen über Jahre gedopt haben. Nun stehen er und seine vier mutmaßlichen Komplizen vor Gericht. Florian Zschiedrich im Gespräch mit Markus Harm.

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Anwälte fordern Streichung von Passagen

Die Verlesung der Anklage durch Oberstaatsanwalt Kai Gräber im Prozess gegen die fünf Angeklagten (Aktenzeichen 2 KLs 380 Js 108323/19) begann am Mittwoch vor dem Landgericht München II mit Verzögerung.

Doping | Operation Aderlass -
Chronologie im Blutdoping-Skandal
 

Vor dem Landgericht München findet der Prozess im internationalen Blutdoping-Skandal um den Erfurter Sportmediziner Mark S. statt. Zdfsport.de mit einer Chronologie der Ereignisse.

von Christoph Schneider
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Die Anwälte der Angeklagten forderten die Streichung von Passagen der Anklageschrift, die nach ihrer Ansicht keine strafrechtlichen Handlungen beinhalten würden. Es geht in den mit kursiver Schrift gekennzeichneten Textteilen zum Beispiel um die Dokumentation von Blutabnahmen bei Athleten. Die Richterin entschied jedoch nach einer Unterbrechung der Verhandlung, dass die Anklage komplett vorgelesen werden darf.

Die österreichische Gemeinde Seefeld ist untrennbar mit der spektakulären Doping-Razzia vor etwa einem Jahr bei der Nordischen Ski-WM verbunden. Der Blutdoping-Skandal hält die Sportwelt seitdem in Atem.

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Fast 150 Verstöße gegen Arnzeimittel- und Dopinggesetze

Mark S. soll seit 2011 bis zum Februar 2019 Sportler gedopt haben, die unter anderem auch an den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang, an Weltmeisterschaften oder der Tour de France teilgenommen haben. Er habe sich dabei in fast 150 Fällen des Verstoßes gegen Arnzeimittel- und Dopinggesetze schuldig gemacht und außerdem in einem Fall der gefährlichen Körperverletzung.

Bei Wettkämpfen ist es verboten.

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Das Netzwerk war aufgeflogen, nachdem der österreichische Langläufer Johannes Dürr in einer ARD-Dokumentation über Doping berichtet hatte. Daraufhin hatte es am 27. Februar 2019 Razzien bei der nordischen Ski-WM in Seefeld und in Erfurt gegeben. In Thüringen wurde dabei Mark S. als Organisator des Sportbetrugs festgenommen. Er sitzt seitdem ebenso in Untersuchungshaft wie einer seiner Helfer, der rund drei Wochen später ebenfalls verhaftet worden war.

Verteidiger kritisieren lange Untersuchungshaft

Die Verteidiger kritisierten den sehr langen Zeitraum der Untersuchungshaft und gingen dagegen mit Verfassungsbeschwerden vor. In der sogenannten «Operation Aderlass» identifizierten die Ermittler 23 involvierte Sportler, in Deutschland und Österreich wurde gegen 50 Personen ermittelt.

Besonders Winter- und Radsportler zählten zum Kundenkreis des Arztes. Einige Athleten standen in Österreich bereits selbst vor Gericht und erhielten wegen Dopings Bewährungsstrafen.

Von Europol bei einer Razzia in Rom gefundene Dopingmittel

Europol: Zeitgleiche Aktionen -
Anti-Doping-Razzien in 33 Ländern
 

Europol hat bei zeitgleichen Durchsuchungen in 33 Ländern 234 Verdächtige festgenommen und 3,8 Millionen Dopingpräparate und Medikamente beschlagnahmt.

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