Champions League: Frankfurts neue Dimensionen

    Debüt in der Champions League:Frankfurt will in neue Dimensionen vorstoßen

    von Frank Hellmann
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    Mit der erstmaligen Teilnahme an der Champions League erreicht Eintracht Frankfurt sportlich und wirtschaftlich das höchste Level. Davon soll ein nachhaltiger Effekt bleiben.

    Frankfurts Torwart Kevin Trapp
    Sichere Bank: Frankfurts Torwart Kevin Trapp
    Quelle: Carmen Jaspersen/dpa

    Die Vorfreude auf das Debüt in der Champions League ist bei Eintracht Frankfurt vor der Heimpartie gegen Sporting Lissabon (Mittwoch, 18:45 Uhr/Liveticker) in der Gruppe D nicht nur mit Händen zu greifen. Es ist rund um die restlos ausverkaufte Arena im Frankfurter Stadtwald auch überall sichtbar.

    Champions-League-Hymne als Handy-Klingelton bei Präsident Fischer

    Das Champions-League-Logo, verriet der Schweizer Mittelfeldspieler Djibril Sow, sei "etwas einmaliges für alle, die sich mit der Eintracht verbunden fühlen". Vereinspräsident Peter Fischer ist nicht der einzige Funktionär, der sich zudem die Champions-League-Hymne als Handy-Klingelton eingerichtet hat.
    Der Aufstieg in die Königsklasse, die sich der hessische Bundesligist durch den Europa-League-Triumph in Sevilla im Elfmeterschießen gegen Glasgow Rangers verdient hat, ist eine Belohnung für Verein, Stadt und Umfeld, die jede internationale Aufgabe zu einem Festspiel deklarieren. Der wegen einer Muskelverletzung fehlende Kapitän Sebastian Rode wird die Europa-League-Trophäe vor Anpfiff auf den Rasen tragen.

    Trapp schielt schon aufs Achtelfinale

    Eintracht-Trainer Oliver Glasner ist die Steigerung willkommen, sich "im größten und höchsten Wettbewerb zu messen". Der Österreicher weiß, dass Leistungsträger wie Torwart Kevin Trapp in der Gruppe mit Sporting Lissabon, Olympique Marseille und Tottenham Hotspurs bereits aufs Achtelfinale schielen.
    Aber warum soll das bei solch einer Unterstützung auch nicht gelingen? Enthusiasmus, Euphorie und Emotionen sind stete Begleiter, wenn irgendwo auch nur das kleinste Europapokal-Licht leuchtet.

    Eintracht vermarkt Erfolg: Sondertrikot mit Apfelwein-Glas

    Seit dem Pokalsieg 2018 waren die Adlerträger bis auf eine Ausnahme durchgängig europäisch vertreten. Viele Fans wähnen sich seitdem wie im Dauerrausch, der übrigens von der Eintracht auch bestens vermarktet wird. Jetzt wurde ein schwarzes Sondertrikot aufgelegt, auf dem Ton-in-Ton ein Apfelweinglas eingearbeitet ist. Soll doch jeder sehen, womit sich die Anhänger gerne in Stimmung bringen.

    Mahnung an die Fans

    Zu viel Überschwang darf es indes nicht mehr geben. Nach dem Platzsturm im Halbfinale gegen West Ham United spielt die Eintracht für zwei Jahre auf Bewährung. Ein Geisterspiel wäre jammerschade, "das würde dem Klub und den Fans schaden", mahnte Glasner. 
    Dieser Wettbewerb, betonte Sow, sei noch mal "ein, zwei Level höher als die Europa League". Das gilt sportlich wie wirtschaftlich. Mit summa summarum fast 50 Millionen Euro Bruttoeinnahmen kann Frankfurt kalkulieren - Geld, das auch dringend gebraucht wird.

    Fettes Minus durch Corona-Krise

    Auf 68 Millionen Euro belief sich das Minus in den beiden vergangenen Geschäftsjahren vor allem durch die Corona-Krise. Weshalb sich die Verantwortlichen für einen Mittelweg auf dem Transfermarkt entschieden. Neben fertigen Spielern wurden auch viele Profis verpflichtet, die ihre beste Zeit noch vor sich haben.

    Wir werden keine wilden Sachen machen und etwa die Gehaltsstruktur sprengen. Wenn wir das einmal machen, kriegen wir das nie wieder eingefangen.

    Markus Krösche, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt

    "Wir setzen auf Kontinuität, nicht auf kurzfristige Effekte, die auch keine Garantie geben", sagte Krösche. Ziel ist ein nachhaltiges Wachstum mit einer teilerneuerten Mannschaft, die zuletzt RB Leipzig (4:0) dominierte.
    Eintracht Frankfurt hat RB Leipzig keine Chance gelassen und einen 4:0-Heimsieg gefeiert. Für die Hessen war es eine gelungene Generalprobe für die Champions League.05.09.2022 | 10:00 min

    Götze und Co.: Drei Neuzugänge in der Startelf

    Mit dem vor Selbstbewusstsein strotzenden Mittelstürmer Randal Kolo Muani, dem vor Spiellaune sprühenden Filigrantechniker Mario Götze und dem ohne Anlaufschwierigkeiten integrierten Mittelfeldspieler Eric Junior Dina Ebimbe werden drei Neuzugänge auf zentralen Positionen gegen Sporting Lissabon in der Startelf stehen.
    Glasner warnte "vor einer richtig guten Mannschaft", die sich vergangene Saison in der Gruppenphase gegen Borussia Dortmund durchsetzte.
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