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Deutsche Zeitfahrer Außenseiter

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Rad-WM in Imola - Deutsche Zeitfahrer Außenseiter

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Ohne Tony Martin wird es im WM-Einzelzeitfahren (Freitag ab 15.15 Uhr ZDF-Livestream) wohl keine Medaille für Deutschland geben. Der Ex-Weltmeister hat auf die WM verzichtet.

Jasha Sütterlin bei den Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren 2019 in Spremberg
Jasha Sütterlin: "Will in die Top 15 fahren."
Quelle: imago images / Mario Stiehl International

Die beiden deutschen Starter Jasha Sütterlin und Max Walscheid zählen am Freitag (Rennbeginn 14.25 Uhr/ZDF Livestream ab 15.15) nicht zum erweiterten Favoritenkreis. "Wenn ich unter den ersten 20 landen würde, wäre ich damit sehr zufrieden", sagte Walscheid, der auf dem 32 Kilometer langen Kurs kurzfristig den erkrankten Nikias Arndt ersetzt. Sütterlin steckt sich die Ziele etwas höher: "So wie ich in Form bin, will ich unter die Top 15 fahren."

Victor Campenaerts beim Training fürs Zeitfahren der Rad-WM 2020 in Imola.

Rad-WM in Imola -
Zeitplan, Sendeplan und Strecken
 

Zum ersten Mal seit 2014 werden bei der Straßenrad-WM in Imola beide Straßenrennen vollständig auf einem Rundkurs ausgetragen. Die WM dauert von Donnerstag bis Sonntag.

Martin konzentriert sich auf den Giro

Für eine Medaille dürfte es ohne Zeitfahr-Spezialist Martin, der sich auf den Giro d’Italia vorbereitet, schwer werden. Der 35 Jahre alte Cottbuser war 2011, 2012, 2013 und 2016 Weltmeister in dieser Disziplin geworden.

Als heiße Titelkandidaten gelten Wout van Aert (Belgien) und Tom Dumoulin (Niederlande), beide Martins Teamkollegen bei Jumbo-Visma, beide waren auch bei der Tour de France dabei. Nicht am Start beim Zeitfahren ist Tadej Pogacar, der bei der Tour de France im Bergzeitfahren seinen Gesamtsieg perfekt gemacht hattee.

Nur knapp 14 Sekunden fehlten Lisa Brennauer beim Einzelzeitfahren der Frauen für ein Platz auf dem Podium. Dennoch war die viermalige Weltmeisterin zufrieden mit ihrer Leistung.

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Schachmann fährt nur Straßenrennen

Dass Deutschlands Topfahrer Maximilian Schachmann nicht im Zeitfahren eingesetzt wird, habe klare Gründe, sagt Jens Zemke, Sportlicher Leiter des BDR: "Wir hätten ihn im Zeitfahren nicht unbedingt auf dem Podium gesehen. Maximilian soll sich auf das Straßenrennen fokussieren. Weil er da unsere große Hoffnung ist."

Emanuel Buchmann ist nicht mit nach Imola gereist. Nach seinem schweren Sturz bei der Dauphine verlief die Tour für ihn nicht zufriedenstellend. Zemke will ihm "jetzt auch mal diese Pause gönnen, dass er sich wieder erholen kann und neue Ziele noch dieses Jahr setzen kann: vielleicht Vuelta zu fahren".

Die Favoriten

Vor allem mit seiner starken Vorstellung beim schweren Bergzeitfahren bei der Tour de France am vergangenen Samstag hat er sich ins Gespräch für WM-Gold in Imola gebracht. Zweiter hinter Tour-Sieger Tadej Pogacar war er bei der entscheidenden Etappe geworden.

Für Thomas ist es die erste Teilnahme an einem WM-Einzelzeitfahren.Bei seinem letzten Zeitfahren bei Tirreno-Adriatico wurde er Vierter, nur knapp hinter Weltmeister Rohan Dennis. Für Thomas spricht: Drei Wochen Tour-Quälerei hat er im Gegensatz zu vielen seiner Konkurrenten nicht in den Beinen.

Van Aert hat sich seit dem Restart der Saison als Siegfahrer profiliert. Er gewann die Strade Bianche und Mailand-Sanremo - und bei der Tour de France zwei Etappen. Im schweren Bergzeitfahren wurde er Vierter.

Der Titelverteidiger. Er kann zum dritten Mal in Folge das Regenbogentrikot im Einzelzeitfahren gewinnen. Nach Tony Martin und Landsmann Michael Rogers wäre er erst der Dritte, dem dies gelingt. Auch Dennis hat die Tour nicht in den Knochen und empfahl sich wie Thomas im Zeitfahren bei Tirreno-Adriatico mit Platz drei.

Das deutsche Aufgebot

  • Einzelzeitfahren der Frauen (32 Kilometer): Lisa Brennauer, Mieke Kröger.
  • Einzelzeitfahren der Männer (32 Kilometer): Maximilian Walscheid, Jascha Sütterlin.
  • Straßenrennen der Frauen (143 Kilometer): Lisa Brennauer, Mieke Kröger, Liane Lippert, Franziska Koch, Trixi Worrack, Katrin Hammes, Romy Kasper.
  • Straßenrennen der Männer (258,2 Kilometer): Nikias Arndt, Simon Geschke, Jonas Koch, Maximilian Schachmann, Georg Zimmermann, Paul Martens, Nico Denz, John Degenkolb.
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