ZDFheute

Bundesliga darf kicken - vor leeren Rängen

Sie sind hier:

Politik pro Fußball - Bundesliga darf kicken - vor leeren Rängen

Datum:

Die Fußball-Bundesliga darf die unterbrochene Saison ab der zweiten Mai-Hälfte fortsetzen - mit Geisterspielen.

Die erste und zweite Fußball-Bundesliga darf ab Mitte Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen – allerdings ohne Zuschauer. Für viele Vereine ist die Entscheidung ein finanzieller Lichtblick.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Der Ball soll wieder rollen in der Bundesliga - allerdings vor leeren Rängen. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Konferenz am Mittwoch geeinigt. "Der Spielbetrieb wird unter den genehmigten Regeln erlaubt", sagte die CDU-Politikerin auf der Pressekonferenz in Berlin.

ZDF-Sportreporter Markus Harm zur Entscheidung der Politik, die Bundesliga-Saison mit Geisterspielen fortzusetzen und auch die Corona-Regelungen im Breitensport zu lockern.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Einstimmiger Beschluss

Der Beschluss sei "einstimmig und einvernehmlich" erfolgt, so Bürgermeister Peter Tschentscher. Er verwies auf die "große Fangemeinde" der Bundesliga, die auf den Neustart der Saison warte. Es sei der Kanzlerin und den Länderchefs aber bei der Entscheidung wichtig gewesen, neben dem Profibetrieb auch den Amateursport nicht zu vergessen. Im Breiten- und Freizeitsport wurde der Trainingsbetrieb unter freiem Himmel wieder erlaubt.

"Es sollten Spieler, die sich unvernünftig verhalten, mit Konsequenzen rechnen müssen. Es war von dem einen Spieler von Hertha BSC schon ein schweres Eigentor", erklärte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Es hätten sich "alle an die Hygienemaßnahmen zu halten." Herthas Profi Salomon Kalou hatte am Montag ein Kabinenvideo veröffentlicht, bei dem mehrere Hygieneregeln aus dem Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) missachtet wurden. 

DFL: Anpfiff am 15. Mai

Die Deutsche Fußball Liga will am Donnerstag den Wiederbeginn in der 1. und 2. Bundesliga vom 15. Mai an regeln. Dies beschloss das Präsidium der DFL schon am Mittwochabend. Bei einer Mitgliederversammlung mit den 36 Profivereinen soll per Videoschalte über die Folgen der Freigabe für den Neustart durch die Politik diskutiert werden. Widerstand gegen diesen Termin gibt es aus Bremen und Mainz.

Die DFL strebt an, die Spielzeit bis zum 30. Juni durchziehen zu können. Sie hatte von ihrer "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept vorgelegt, um die Ansteckungsgefahr unter Spielern und Betreuern zu minimieren.

Das medizinische Konzept der DFL:

Fußballer isoliert, aber nicht komplett in Quarantäne

In einer ersten Testreihe hatte es bei 1724 Tests in der 1. und 2. Bundesliga zehn Corona-Fälle gegeben. Kern der Terminfrage war zunächst eine vorgesehene vorgeschaltete Quarantäne der Mannschaften. In der Beschlussvorlage des Bundes hieß es: "Dem Beginn des Spielbetriebs muss, wie in dem geprüften Konzept vorgesehen, eine Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen."

Die Profifußballer sind bei ihren Klubs weitgehend streng isoliert, aber noch nicht komplett in Quarantäne. Für die Liga ist eine Fortsetzung der Saison von enormer Bedeutung, weil viele Vereine durch fehlende Einnahmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bei einer Fortsetzung der Bundesliga wären zumindest die TV-Millionen gesichert.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagte nach der Entscheidung:

Wir werden alles versuchen, um eine möglichst hohe Sicherheit zu gewährleisten, dass es zu keinen neuen Infektionen bei Spielern und deren Familien kommt.
Hans-Joachim Watzke

"Die Bundesliga so lange ruhen zu lassen, bis wieder Zuschauer in die Stadien dürfen, wäre für die Vereine wirtschaftlich allerdings nicht durchzuhalten gewesen", so Watzke weiter. Der BVB sei sich "einer großen Verantwortung bewusst."

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.