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Chelseas Projekt "Wiederangriff"

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Fußball | Premier League - Chelseas Projekt "Wiederangriff"

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Im Schatten von Liverpool und ManCity entwickelt der FC Chelsea ein Top-Team. Der geplante Transfer von Kai Havertz zeigt, was das Ziel ist: der Titel in der Premier League.

Kurt Zouma (FC Chelsea/links) im Zweikampf mit Mohamed Salah (FC Liverpool) am 22. Juli 2020
Der FC Chelsea will den ganz Großen in England die Stirn bieten - so wie Kurt Zouma (links) am Mittwoch im Zweikampf gegen Mohamed Salah (FC Liverpool).
Quelle: Laurence Griffiths/epa

Nein, Schmerzen empfand Chelsea-Coach Frank Lampard laut eigenen Aussagen nicht. "Der Gedanke daran tut nicht weh", sagte Lampard über den Spalier, den seine Spieler am Mittwochabend vor dem Spiel für den Meister aus Liverpool bildeten. "Es ist eine Frage des Respekts. Und es sollte meine Spieler inspirieren." Zumindest im Spiel funktionierte das noch nicht: In einer vogelwilden Partie verloren die Blues 3:5.

Chelsea war zuletzt vor drei Jahren Meister

Spalierstehen als Inspiration also, bis der FC Chelsea selbst wieder etwas zu Feiern hat. Dabei ist es noch gar nicht so lange her - drei Jahre erst, dass die Blues zuletzt die Premier-League-Trophäe in die Höhe reckten.

Und doch fühlt es sich wie eine Ewigkeit an. Die Dominanz des FC Liverpool und Manchester Citys, die die Liga in den letzten Jahren mit teils aberwitzigem Vorsprung gewannen, scheint schon jetzt wie eine Ära, die so schnell nicht enden wird.

30 Jahre hat es gedauert, bis der FC Liverpool jubeln konnte. Das Team von Jürgen Klopp gewann gestern die englische Meisterschaft - sieben Spieltage vor Ende der Saison. Nicht nur in der fußballverrückten Stadt sorgt das für Ekstase.

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Transferausgaben jenseits der 300 Millionen?

Damit das nicht eintritt, rüstet der Klub ordentlich auf. Nationalstürmer Timo Werner (53 Millionen Euro Ablöse) ist schon da. Mit Ausnahmetalent Kai Havertz (wohl rund 100 Millionen) steht der nächste Spieler in den Startlöchern, der wohl jeder Top-Mannschaft der Welt gut zu Gesicht stünde. Von Ajax kommt Hakim Ziyech (40 Millionen), im Gespräch sind noch Defensivspieler Nicolas Tagliafico (rund 25 Millionen) und Torwart Jan Oblak (Ausstiegsklausel bei 120 Millionen). Selbst für englische Verhältnisse ist das viel Holz.

Das Kuriose: Gerade die Transfersperre der UEFA scheint dem Verein gut getan zu haben. Wegen 29 Verstößen bei U18-Transfers durften die Blues im Jahr 2019 keine Transfers tätigen, einige Hochtalentierte aus dem Nachwuchs stießen in die Lücke und feierten ihren Durchbruch.

Talente spielen sich in den Vordergrund

So konnten sich Spieler wie Mason Mount, Reece James oder Tammy Abraham ins Rampenlicht spielen. Abraham ist in seiner ersten echten Chelsea-Saison mit 14 Toren Toptorschütze, Mount kommt auf elf Scorerpunkte. Und aus dem Nachwuchs stehen schon die nächsten Talente bereit.

Und so reift in London eine extrem interessante Mannschaft heran, in der viele junge Hochbegabte auf ein hochklassiges Grundgerüst an erfahrenen Spielern á la Ngolo Kanté, Antonio Rüdiger oder Willian treffen. Macht das die Blues zum "Mitfavoriten" im nächsten Jahr?

"Wir wollen die Lücke schließen. Wir wollen so schnell wie möglich dahin, wo wir hinwollen. Aber das ist ein Prozess", so Lampard mit Verweis auf den FC Liverpool, dessen Dominanz das Ergebnis jahrelanger Arbeit ist. Die dazu führt, dass Chelsea aktuell Liverpool Spalier stehen muss. Gut möglich aber, dass das in den kommenden Jahren auch mal wieder andersherum sein wird.

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