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Große Bewährungsprobe für die Königsklasse

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Formel 1 startet in die Saison - Große Bewährungsprobe für die Königsklasse

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Die Formel 1 startet an diesem Wochenende in die Saison. Das Corona-Sicherheitskonzept macht die Arbeit an und auf der Strecke für alle kompliziert. Doch anders geht es nicht.

Formel1, Spielberg, Porsche Mobil Supercup. Container statt Luxus Motorhomes.
Fahrerlager in Spielberg: Container statt Luxus-Motorhomes.
Quelle: Imago

Die Formel 1 startet an diesem Wochenende mit viermonatiger Verspätung in die Saison. Ein 80 Seiten langes Corona-Sicherheitskonzept für die Formel 1 soll es möglich machen, die Saison doch noch über die Bühne zu bringen, wenn auch verkürzt. Der erste Dreierblock mit zwei Rennen im österreichischen Spielberg und einem in Ungarn an drei Wochenenden hintereinander ist die erste große Bewährungsprobe.

In der Praxis bedeutet das Konzept: Anreise für jedes Team im eigenen Charterflieger, Corona-Tests im Vorfeld, dann bei Ankunft, dann mindestens alle fünf Tage, im Verdachtsfall natürlich sofort, Ergebnisse sollen innerhalb weniger Stunden vorliegen.

Teams und Fahrer 2020

Fahrer und Teams streng getrennt

Jedes Team lebt in seiner eigenen "Blase", im eigenen Hotel, an der Strecke ist kein Kontakt zu Mitarbeitern anderer Teams erlaubt. Auch der Kontakt innerhalb der Teams wird so weit wie möglich minimiert: Jede der großen "Blasen" hat noch einmal zahlreiche "Unterblasen", etwa die jeweils an einem Auto arbeitenden Mechaniker, oft noch einmal aufgeteilt je nach Zuständigkeitsbereichen.

Insgesamt dürfen pro Team 80 Mitarbeiter an die Strecke, 60 davon an den Autos arbeiten. Eingespart wurde vor allem am Personal für Marketing, PR und Hospitality. Gäste gibt es ja sowieso keine, der größte Teil der Medienarbeit findet online statt.

Mechaniker-Arbeit wird länger dauern

Theoretisch reicht die Anzahl der zugelassenen Mechaniker durchaus. Die Probleme liegen im Detail: Um die Abstandsregeln einhalten zu können, dürfen nicht alle gleichzeitig am Auto arbeiten.

Dadurch werden viele Arbeiten deutlich länger dauern. "Ein Motorwechsel statt zwei vielleicht fünf Stunden", fürchtet Racing-Point-Teammanager Andy Green, Ferrari-Kollege Laurent Mekkies stimmt zu: "Wir müssen da komplett neu planen."

Bei der Arbeit in den Boxen müssen zudem alle Mechaniker Masken tragen, genauso wie die Fahrer, sobald sie aus dem Auto steigen und den Helm abnehmen: "Speziell wenn es heiß wird alles andere als einfach: Anstrengende körperliche Arbeit, trotzdem vollste Konzentration nötig, damit keine Fehler passieren", sagt McLaren-Teamchef Andreas Seidl:

"Wir werden unseren Leuten auf jeden Fall zusätzliche Pausen ermöglichen, so dass sie mal rausgehen und durchatmen können."
McLaren-Teamchef Andreas Seidl

Das Motto: "So oder gar nicht"

Aber nicht nur die Teams sind betroffen: Auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg werden zum Beispiel auch die Streckenposten nicht mehr auf ihren normalen Positionen zu finden sein. Ein neuer Plan musste her, um sie so zu verteilen, dass auch zwischen ihnen die Abstandsregeln eingehalten werden können.

Und auch die Fans an den TV-Geräten müssen sich umstellen: Keine Interviews aus der Startaufstellung, keine Siegerehrungen mit Pokalübergabe auf dem Podium. Alles zu riskant. Von Zuschauern an der Strecke ganz zu schweigen. "Aber nur so oder gar nicht", betont Red-Bull-Motorsport-Koordinator Dr. Helmut Marko. "Schade, aber es geht nicht anders."

Rennkalender: Formel 1 fährt auf Sicht

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