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Hamilton gewinnt Chaos-Rennen in Mugello

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Formel 1 - Hamilton gewinnt Chaos-Rennen in Mugello

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Lewis Hamilton hat den Großen Preis der Toskana in Mugello gewonnen. Das Rennen wurde wegen heftiger Unfälle mehrfach unterbrochen.

Lewis Hamilton hat den Großen Preis der Toskana gewonnen und seine WM-Führung ausgebaut. Der Mercedes-Pilot siegte in Mugello vor Valtteri Bottas und Alex Albon.

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Es rauchte, krachte und knallte beim bitteren Ferrari-Jubiläum in Mugello - und am Ende ging Lewis Hamilton als Sieger aus dem Chaos in hervor. Sebastian Vettel und die Scuderia dagegen schleppten sich gedemütigt ins Ziel: Beim von Massenkarambolagen geprägten Rennen in der Toskana kamen nur zwölf Autos ins Ziel, Vettel holte als Zehnter dennoch bloß einen WM-Punkt. Vier Zähler ergatterte sein Teamkollege Charles Leclerc als Achter.

Hamilton siegt vor Bottas

Für den stolzen Rennstall hätte der 1000. Grand Prix, noch dazu auf der hauseigenen Strecke, kaum bitterer verlaufen können. Ganz vorne hielt sich Hamilton im Mercedes aus dem Chaos heraus, gewann vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas und fuhr damit den 90. Sieg seiner Karriere ein. Im kommenden Rennen in Sotschi kann er nun die Bestmarke von Michael Schumacher einstellen. Dritter wurde Red-Bull-Pil

Im WM-Klassement wurden die bisherigen Verhältnisse damit zementiert: Hamilton (190 Punkte) führt noch deutlicher vor Bottas (135) und Verstappen (110). Wie schon eine Woche zuvor in Monza ergab sich auch in Mugello durch einen verrückten Rennverlauf die Chance für das Mittelfeld, seltene Erfolge einzufahren - Ferrari aber fuhr auch im fast um die Hälfte dezimierten Feld nur hinterher. Und hatte dabei auch noch Zuschauer, erstmals in dieser Saison waren wenige Tausend Fans zugelassen.

Verstappen und Gasly früh raus

Vettel, so macht es den Anschein, rührt all das mittlerweile nicht mehr besonders. Seit Donnerstag steht fest, dass er im kommenden Jahr für Aston Martin fahren wird, die Vorfreude ist groß. Das Team heißt in dieser Saison noch Racing Point und war auch in Mugello deutlich stärker als Ferrari: Sergio Perez, den Vettel 2021 ersetzen wird, holte Rang fünf.

Unfall in Mugello
Massenkarambolage in Mugello.
Quelle: Imago

Nur die ersten Meter des Rennens waren für Ferrari erfreulich. Leclerc schoss von Startplatz fünf auf Position drei nach vorn, er lag nun direkt hinter Pole-Setter Hamilton, der seine Führung an Bottas verloren hatte. Schon nach der ersten Kurve wurde es dann unübersichtlich. Im Zuge einer ersten Karambolage schieden Max Verstappen (Red Bull) und Pierre Gasly im AlphaTauri aus. Das Safety Car rückte aus.

Lange Unterbrechungen

Wenig später wurde das Rennen wieder freigegeben. Bottas als Führender taktierte auf der Start-Ziel-Geraden lange. Im hinteren Feld staute es sich und es kam zu einem Auffahr-Unfall mit weit über 200 km/h. Gleich vier Autos wurden dabei zerstört.

Das Rennen wurde unterbrochen. Beinahe eine halbe Stunde war Pause, danach wurde aus der Startaufstellung neu gestartet. Vorne nahm Hamilton nun erfolgreich Revanche, ging in der ersten Kurve an Bottas vorbei und führte das Feld wieder an. In der Folge flogen die schwarzen Silberpfeile an der Spitze davon.

Dahinter wurde es bitter für Ferrari. Vettel kam nur mit Mühe an Kimi Räikkönen im Alfa Romeo vorbei, danach biss er sich die Zähne an Williams-Pilot George Russell aus. Etwas weiter vorne wurde Leclerc durchgereicht. Auf der mehr als einen Kilometer langen Start-Ziel-Geraden war der SF1000 nicht wettbewerbsfähig. Auch mehrfache Reifenwechsel und die zweite Rennunterbrechung nach einem weiteren Unfall änderten nichts. Und Ferrari wird das 1.000. Rennen seiner Geschichte wohl schnell vergessen wollen.

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