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Hitziger Titelkampf in Formel 1 - Bei Mercedes liegen Nerven blank

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Die WM scheint sich wieder gedreht zu haben – zugunsten von Lewis Hamilton. Trotzdem ist man bei Mercedes erstaunlich nervös und zeigt das auch nach außen.

Max Verstappen und Lewis Hamilton am 20.06.2021 beim Grand Prix in Frankreich
Das Duell auf der Zielgeraden der Formel-1-Saison: Max Verstappen vs. Lewis Hamilton.
Quelle: Reuters

Seit Mercedes in Brasilien Lewis Hamilton einen neuen "Wundermotor" ins Auto schraubte, nahm der WM-Kampf wieder eine drastische Wendung: Der amtierende Champion ist nun im Kampf gegen Max Verstappen auf einmal wieder Favorit. Das hat auch damit zu tun, dass auf den letzten drei Strecken mit den langen Geraden in Katar, Saudi Arabien und Abu Dhabi die Motor-Power eine sehr wichtige Rolle spielen dürfte.

Diskussion über Verstappen-Manöver

Mit 25 bis 30 km/h Überschuss flog Hamilton zuletzt bei seinen Aufholjagden nach zwei Strafen an der Konkurrenz vorbei. Erstaunlich, dass trotzdem die Nervosität bei Mercedes extrem zu sein scheint. Man beantragte sogar bei der FIA, das umstrittene Manöver von Max Verstappen beim ersten Überholversuch Hamiltons, als beide dabei von der Strecke gerieten, noch einmal zu untersuchen. Das Ziel: Im Nachhinein doch noch eine Strafe für den Holländer zu erreichen.

Rennleiter Michael Masi hatte vor Ort nicht einmal eine Untersuchung für nötig befunden, das Ganze als normales, hartes Racing eingestuft. Eine Einschätzung, der übrigens sogar Hamilton zustimmte.

Archiv: Losail International Circuit in Doha am 07.03.2008

Umstrittener WM-Gastgeber - Katar steigt in die Formel 1 ein 

Fußball-WM-Gastgeber Katar steigt in die Formel 1 ein. Die Königsklasse fährt in dem umstrittenen Emirat noch in dieser Saison, ab 2023 dann regelmäßig.

Allerdings gab es in früheren, ähnlich gelagerten Fällen schon Strafen. Zuletzt gegen Lando Norris in Österreich für eine Aktion gegen Sergio Perez. Damals hatte es allerdings im ganzen Fahrerlager einen Aufschrei der Entrüstung gegeben - und vielerorts die Forderung, solche Dinge doch in Zukunft bitte einfach laufen zu lassen.

Verbale Attacken von Toto Wolff auf die FIA

Aber gerade Mercedes-Sportchef Toto Wolff scheint sich im Moment auf die FIA eingeschossen zu haben, sieht sich überall ungerecht behandelt. Schon in Brasilien schlug er verbal ziemlich um sich. Im Streit um die Disqualifikation für den nicht dem Reglement entsprechenden Heckflügel bei Hamilton waren seine Proteste ziemlich unberechtigt.

Seine Hinweise, Red Bull hätte in Mexiko auch den Flügel reparieren dürfen, nachdem es da Probleme gab, ziehen bei genauer Betrachtung nicht wirklich. Denn das passierte vor dem Qualifying und dem Rennen - nicht erst im Nachhinein, als schon mit dem nicht dem Reglement entsprechenden Teil gefahren worden war.

Verschiedene Maßstäbe bei FIA?

Und auch der Verweis auf den technischen Defekt als Ursache und die Tatsache, keinen Vorteil gehabt zu haben, zieht nicht: Als Sebastian Vettel in Ungarn wegen eines fehlenden halben Liters Sprit im Tank bei der Nachkontrolle aus der Wertung flog, galten diese beiden Punkte auch - aber Regeln sind nun mal Regeln.

Begriffe wie "Sauerei", "peinlich", "das wird aufzuarbeiten sein" in Richtung FIA sind jedenfalls schon eine ungewohnt heftige Reaktion. Fahrer, die sich in ähnlicher Weise äußerten, bekamen in der Vergangenheit schon mal mit erhobenem Zeigefinger den FIA-Paragraphen vor die Nase gehalten, der es verbietet, "den Sport in Misskredit zu bringen ...".

Angst vor Forderungen von Red Bull?

Was stresst Wolff also so? Eventuell die Versuche von Red Bull, eine Klarstellung der FIA zum Mercedes-Heckfügel zu erreichen, dessen unterer Teil sich angeblich bei Geschwindigkeiten über 260 km/h wegbiegt und dadurch zu dem Riesenspeed der Silberpfeile auf den Geraden beiträgt?

Auch wenn er immer behauptet, Red Bull werde da nichts finden? Immerhin - umgekehrt erwirkte Mercedes in diesem Jahr schon zweimal Änderungen in der Reglement-Auslegung, die eindeutig gegen Red Bull gerichtet waren: Einmal ging es um zu biegsam Heckflügel, das zweite Mal ging es um ein Verbot automatisierter Abläufe bei den Boxenstopps.

Der Große Preis von Brasilien am 14.11.2021 in Sao Paulo.

Formel 1 in Zahlen - Der Katar-GP zum Nachlesen im Ticker 

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