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Formel 1 - GP von Italien - Schluss mit dem Party-Modus - wer profitiert?

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Die Absicht ist klar: Das Verbot des sogenannten Party-Modus ab dem Monza-GP an diesem Wochenende soll die Überlegenheit von Mercedes reduzieren. Ob das funktioniert?

Charles Leclerc ist in Aktion, gefolgt von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas
Im vergangenen Jahr konnte Ferrari zumindest teilweise den Mercedes' ein wenig Paroli bieten. Mit dem Wegfall des Party-Modus versprechen sich die Veranstalter mehr Spannung in der Formel 1.
Quelle: dpa/Antonio Calanni

Bis jetzt konnten die Teams im Qualifying ihre Motoren voll aufdrehen, den sogenannten Party-Modus nutzen, mit einer ganzen Portion extra PS. Vor allem Mercedes profitierte davon. Bis zu 1.022 PS sollen die schwarzen Silberpfeile so erreicht haben, ein Zeitvorteil von bis zu einer halben Sekunde gegenüber der Konkurrenz.

Die konnte zwar auch im normalen Rennmodus zulegen, aber bei weitem nicht die gleichen Werte erreichen. Honda schaffte es, nach den im Fahrerlager kursierenden Zahlen, auf 995 PS, Renault auf 985 PS und Schlusslicht Ferrari auf 980 PS.

Mercedes bleibt ganz entspannt

Mit diesen Unterschieden ist jetzt Schluss. Nach einer neuen technischen Direktive der FIA muss ab jetzt in Qualifying und Rennen mit der gleichen Motoreinstellung gefahren werden. Speziell auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza, wo erstens das Qualifying noch wichtiger ist als auf vielen anderen Kursen und zweitens 80 Prozent der Gesamtdistanz mit Volllast für die Motoren gefahren werden, dürfte sich klar zeigen, ob die Idee der Sportbehörde aufgeht.

Es wird spannend zu sehen, wie sich das auf das absolute und relative Kräfteverhältnis am Samstag und Sonntag auswirken wird. Wir freuen uns darauf, diese Herausforderungen anzugehen und das Blatt zu unseren Gunsten zu wenden.
Toto Wolff, Mercedes-Teamchef 

Red Bull wittert seine WM-Chance

Bei Red Bull hofft man dagegen, durch die neue Regelung noch einmal echte WM-Chancen zu bekommen, eine Trendwende einleiten zu können. Schließlich sei man in den letzten Wochen Mercedes schon deutlich näher gekommen, vor allem in den Rennen.

Jetzt habe man hoffentlich auch im Qualifying wieder eine Chance, meint Red-Bull-Motorsport-Koordinator Dr. Helmut Marko: "Es war uns ganz wichtig, dass dass abgeschafft wird. Da haben wir auch den nötigen Druck hinter gesetzt. Der Quali-Modus ist bei Mercedes so extrem, dass es schon wettbewerbsverzerrend ist."

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat auch den Grand-Prix von Belgien gewonnen. Es ist sein fünfter Sieg im siebten Saisonrennen. Sebastian Vettel (Ferrari) kam nicht in die Top-Ten.

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Dass eine solche Regeländerung mitten in der Saison auch eine Form von Wettbewerbsverzerrung darstellen könnte, davon will der Österreicher nichts wissen. Und verweist vor allem darauf, dass Red Bull in der erfolgreichen Phase Anfang des letzten Jahrzehnts auch regelmäßig von der FIA eingebremst worden sei. 

Es ist ein Eingriff, den wir mannigfach erlebt haben, als wir dominiert haben. Die Flügelflexibilität ist von einem Rennen zum anderen verändert worden und für das nächste Rennen noch einmal. Vom angeblasenen Diffusor brauche ich gar nicht reden. Es ist auch Aufgabe der Instanz, für ausgeglichene, spannende Rennen zu sorgen.
Red-Bull-Motorsport-Koordinator Dr. Helmut Marko

Bessere Chancen für Ferrari? Vettel skeptisch

Auch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto erhofft sich von der neuen Regelung angesichts der Leistungsschwäche des Ferrari-Triebwerks eine Chance, wieder näher heran zu kommen. Sebastian Vettel dagegen wirkte eher skeptisch, ob das den großen Unterschied machen würde - ohne seinem Chef jedoch direkt zu widersprechen.

Wahrscheinlich hat er noch die Worte von Toto Wolff im Ohr, der sich gar nicht besonders wehrte, als das Thema erstmals aufkam: "Wenn uns durch diesen ein paar Hochleistungs-Runden im Qualifying weggenommen werden, dann können wir das Vier- oder Fünffache drauflegen im Rennen - dann dort über die gesamte Distanz mit mehr Power fahren", warnte der da schon die Rivalen. Mit leicht sarkastischem Unterton: Könnte sein, dass der Schuss für euch nach hinten losgeht.

Formel 1: Die Wagen nach dem Start beim Bahrain Grand Prix am 29.11.2020.

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