Sie sind hier:

Formel-1-Titelkampf - Darum kracht es bei Hamilton und Verstappen

Datum:

Bereits zum zweiten Mal kommt es in dieser Formel-1-Saison zu einem Unfall zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton. Warum die Kollision der WM-Rivalen wohl nicht die letzte war.

Crash zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton am 12.09.2021
Duell der WM-Konkurrenten: In Monza kam es zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton zum Crash
Quelle: Imago

Es knallte in Silverstone, es knallte in Monza - und es wird bis zum Saisonende 2021 womöglich noch weiter knallen. Der Titelkampf zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen ist der engste und heißeste in der Formel 1 seit vielen Jahren, mindestens seit dem Duell von Hamilton gegen Nico Rosberg 2016.

Mit dem Unterschied, dass das damals ein teaminterner Kampf bei Mercedes war, diesmal aber auch noch zwei verschiedene Teams involviert sind. Was den erbitterten Kampf noch zusätzlich anheizt - denn die sind sich alles andere als grün. So sind die Gründe für die Crashs auf der Strecke durchaus vielfältig.

Hamilton nutzt die Öffentlichkeit für sich

Bei den meisten Rennen bewegen sich Verstappen und Hamilton in einer eigenen Welt, weit weg vom Rest der Konkurrenz. Das liegt erstens an ihrer fahrerischen Klasse, mit der sie ihre Teamkollegen Sergio Perez und Valtteri Bottas deutlich in den Schatten stellen.

Und zweitens an der immer noch vorhandenen Überlegenheit von Mercedes und Red Bull,  die dafür sorgt, dass die Konkurrenz von außen nur selten wirklich mitmischen kann - am ehesten ist dazu noch McLaren in der Lage. Das führt dazu, dass der absolute Fokus auf das direkte Duell die logische Konsequenz ist.

Dazu kommt die persönliche Rivalität zwischen dem jungen Herausforderer und dem über zehn Jahre älteren Platzhirsch, der in den letzten Jahren keine ernsthafte Konkurrenz mehr gewöhnt war und sich nun plötzlich einem Gegner in einem gleichwertigen Auto gegenüber sieht.

Rivalen aus unterschiedlichen Welten

Vom Typ her könnten die beiden unterschiedlicher kaum sein: Verstappen auf der einen Seite, komplett auf den Rennsport fokussiert, praktisch ohne Interessen außerhalb, immer sehr gerade heraus, direkt und wenig politisch. Hamilton dagegen stets ein bisschen der Showman, mit vielen Kontakten ins Musik- und Modebusiness, dazu gesellschaftlich sehr engagiert, vor allem in Sachen Anti-Rassismus und Gleichberechtigung.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Aber manchmal eben auch ein bisschen Drama-Queen: Am Sonntag Abend in Monza beschwerte er sich nach dem Crash über Nackenschmerzen und betonte, wie gefährlich der Unfall doch gewesen sei - am nächsten Tag flog der Brite allerdings nach New York, um an der Met Gala teilzunehmen.

Es ist vor allem das sehr emotionsgeladene Verhältnis der Führungsetagen mit Mercedes-Sportchef Toto Wolff auf der einen und dem Red-Bull-Führungsduo aus Teamchef Christian Horner und Motorsport-Koordinator Dr. Helmut Marko auf der anderen Seite. Es macht jeden Zwischenfall auf der Strecke auch zu einem neben der Strecke. Und über den greift man sich gerne noch tage- bis wochenlang gegenseitig über die Medien an und vergiftet die Atmosphäre weiter.

Startplatzstrafe für Verstappen

Dass die FIA in Monza eine 3-Plätze-Startplatzsstrafe für Sotschi gegen Verstappen aussprach, trug nicht gerade dazu bei, die Wogen zu glätten. Vor allem, da man bei Red Bull schon länger das Gefühl hat, dass der Weltverband im Zweifelsfall immer eher auf der Seite von Mercedes stünde.

Lando Norris beim Qualifying des Grand Prix von Russland

Ticker, Ergebnisse, Rennen - Formel 1 in Zahlen 

Liveticker, Ergebnisse, Wertungen, Rennkalender

Red Bull: Taktik mit Strafe?

Möglicherweise wird man bei den Bullen allerdings die "Gelegenheit" nutzen, dann in Russland auch gleich noch die Strafe für den Einsatz einer vierten Antriebseinheit bei Verstappen zu nehmen, im die er sowieso nicht herumkommen wird. Dann würde der Niederländer von ganz hinten starten. In Sotschi mit seinen langen Geraden, wo Überholen doch etwas einfacher ist als auf den meisten anderen Strecken, ist das eine Überlegung wert.

Vor allem, weil die Strecke Red Bull sowieso nicht besonders liegt und man hier eher auf Schadensbegrenzung bedacht ist. Nebeneffekt: Eine weitere Kollision der Titelkandidaten würde bei diesem Szenario deutlich unwahrscheinlicher.

Mehr zum Thema

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.