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Mick Schumacher - "Hinten zu fahren ist wie Folter"

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Mick Schumachers Einstieg in die Formel 1 ist durchaus eine Erfolgsgeschichte. Obwohl die Platzierungen bislang nur zweistellig ausfielen.

Mick Schumacher
Mick Schumacher: "Diesen Nachnamen zu haben, gibt mir nicht nur den Namen, sondern potenziell auch die Gene."
Quelle: dpa

Nach den ersten drei Saisonrennen sieht Mick Schumachers Bilanz recht vielversprechend aus. Klar ist auch: Sein Haas-Ferrari fährt als finanzschwaches Team und mangels größerer Weiterentwicklungen wie erwartet hinterher. Daran wird sich zumindest in dieser Saison wohl auch nichts ändern. Das einzige Ziel ist, Rennen für Rennen, anzukommen. Das scheint Schumacher zu erreichen.

Milliardärssohn abgehängt

Im Team-Duell gegen Kollege Nikita Masepin liegt er vorn. Den russischen Milliardärssohn, der in erster Linie durch Fehler auffällt, ließ Mick Schumacher zuletzt locker hinter sich.

Mit ein Grund: Er versucht nicht, aus übertriebenem Selbstbewusstsein oder Ehrgeiz heraus mit dem Auto deutlich mehr zu wollen, als technisch möglich ist. Was ihm alles andere als leicht fällt:

Ich mag es nicht, wenn ich nicht Erster bin. Also ist es eine Art Folter, hinten zu fahren, ohne echte Konkurrenz.
Mick Schumacher

Er hat sich inzwischen eine spezielle Ausweichstrategie geschaffen und sich "einen eigenen Grand Prix" gebaut - gegen die Konkurrenten, die noch einigermaßen in Reichweite sind, also vor allem die Williams-Piloten:

Wenn ich Nicholas Latifi vor mir habe oder George Russell, dann ist es für mich so, dass sie die Führenden sind und ich sie einholen muss.

"Das ist das Spiel, das ich spiele, um immer motiviert zu bleiben, um immer weiter zu pushen und immer 100 Prozent zu geben", sagt Mick Schumacher.

Mick Schumacher in Aktion
Mick Schumacher im Haas-Renner
Quelle: Reuters

Beim Großen Preis von Portugal schaffte Schumacher es erstmals, Latifi im direkten Duell zu besiegen. Er setzte den Kanadier so lange unter Druck, bis der kurz vor Schluss Fehler machte.

Günther Steiner, Chef des Haas-F1-Teams, betätigt:

Mick geht extrem professionell an sein erstes Jahr in der Formel 1 heran, arbeitet präzise und konsequent.
Günther Steiner

Deshalb wird ihm auch ein einzelner Fehler wie der im Regen von Imola, als er beim Reifenaufwärmen die Mauer touchierte, schnell verziehen. Er bekommt von vielen Experten auch positive Kritiken. Auch wenn ihm das momentan nicht wichtig ist:

Ich kenne meinen Wert, ich weiß, was ich geleistet habe, um hier zu sein.

Mick Schumacher sei sehr demütig, so der Haas-Teamchef. Ihm sei klar, dass seine Titel in der Formel 3 und Formel 2 zwar etwas wert seien, aber nicht in der Formel 1. "Er weiß, dass er eine Menge lernen muss. Und daran arbeitet er hart." Steiner weiter: "Ihm ist bewusst, dass der Schritt in die Formel 1 groß ist - und damit geht er sehr gut um."

Vom berühmten Papa manches abgeschaut

Wobei das nicht heißt, dass er sich nichts zutraut. Schließlich habe er schon gute Voraussetzungen, sagt Schumacher junior ganz offen: "Diesen Nachnamen zu haben, gibt mir nicht nur den Namen, sondern potenziell auch die Gene."

Also denke ich, dass ich ein sehr gutes Paket habe und vielleicht den besten Lehrer der Welt."
Mick Schumacher

Seinen Vater hatte er früher inkognito schon mal zu Rennen begleitet: "Ich war als Kind ab und zu dabei. Auch in Meetings bei Mercedes und Ferrari - und habe mir das ein oder andere gemerkt."

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