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Formel 1 | Rennkalender 2021 - Rekordsaison mit vielen Fragezeichen

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Nach der Corona-Saison 2020 hofft die Formel 1 im nächsten Jahr auf eine Rückkehr zur Normalität. Der Weltverband FIA und der Vermarkter planen so viele Rennen wie nie.

Archiv: Formel 1-Rennstrecke "Albert Park" vor der Skyline von Melbourne, Australien
Auch die Saison 2021 soll im Albert Park in Melbourne beginnen.
Quelle: dpa

Das Corona-Jahr in der Formel 1 neigt sich dem Ende zu. Zeit, sich Gedanken zu machen, wie es weitergehen soll. Corona wird es auch in der kommenden Saison geben, und so steht dieser neue Kalender vor vielen Unsicherheiten und Fragezeichen.

Formel-1-Kalender mit so viel Rennen wie nie

Es liegt nahe, dass die Verantwortlichen berücksichtigt haben, dass kurzfristig wegfallende Rennen übers Jahr hinweg kompensiert werden können allein durch die Menge an Veranstaltungen. Davon geht auch Red-Bull-Berater Helmut Marko aus:

Ich glaube, dass Sollbruchstellen einkalkuliert sind.
Red-Bull-Berater Helmut Marko

Der Start soll, wie immer, in Melbourne/Australien sein, das Finale, ebenfalls wie gewohnt, in Abu Dhabi. Vom 21. März bis vermutlich zum ersten Dezember-Wochenende gibt es eine extrem hohe Dosis an Rennen. Das stellt sich die Frage, ob die Teams das überhaupt schaffen können. Sollte alles wie geplant stattfinden dann "ist es das absolute Maximum – mehr geht nicht", so der Österreicher Marko, der seit Jahren die Geschicke eines der größten und finanzkräftigsten Teams lenkt.

Newcomer Saudi-Arabien

Voraussichtlich am 9. Mai beginnt die Europasaison, unterbrochen vom Kanada-GP. Dann geht’s zurück nach Frankreich über die klassischen Strecken der vergangenen Jahre. Die Europa-Tour beendet aber nicht wie sonst Monza, sondern Zandvoort in den Niederlanden.

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Es schließen sich die bekannten Übersee-Rennen in Asien und Amerika an, ergänzt durch einen neuen Kurs in Dschidda/Saudi Arabien, falls die Stecke rechtzeitig fertig wird. Damit wäre auch die Formel-1, nach der Formel E und der Rallye-Dakar im Wüstenstaat angekommen.

Drei Rennen binnen 21 Tagen

Schon seit Jahren gab es Bedenken wegen der Arbeits- und Reisebelastung der Teams – besonders der Mechaniker bei sogenannten Back-to-Back-Rennen, also zwei aufeinanderfolgenden Rennen nacheinander innerhalb von 14 Tagen. Seit dieser Ausnahmesaison sind "Triple-Header" (drei Rennen innerhalb von 21 Tagen) aus Corona bedingter Zeitknappheit notwendig geworden. Und weil es dann doch irgendwie geht, ist diese pausenlose Raserei auch gleich ein neuer Standard. Monza, Zandvoort und Spa bilden die erste Ausgabe, Singapur, Suzuka und Sotschi die Zweite.

"Einige Veranstaltungen sind als 2-Tage Events geplant", sagt Marko. Das heißt, dass die freien Trainingseinheiten und das Qualifying am Samstag stattfinden werden, oder die Qualifikation und das Rennen am Sonntag.

Hoffnung auf Rückkehr der Fans

Am Ende steht ein Kalender, der aussieht, als habe es eine Virus-Krise niemals gegeben und als ob sie alsbald verschwinden würde. Offensichtlich haben die Macher der Formel 1 aber mit diversen Ländern und Regierungen gesprochen, was Einreise- und Quarantänebedingungen angeht. Wie es zum jeweiligen Entscheidungszeitpunkt aussieht, ist ungewiss. Ohne wirksamen Impfstoff wird es auf Schnelltests hinauslaufen müssen, gerade bei der geplanten Termindichte.

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Liberty Media, der Rechtehalter der Formel 1, geht laut Marko derzeit von Rennen mit Zuschauern in der kommenden Saison aus. Schon in Melbourne könnte es wieder ein volles Haus geben; jüngst war das Virus nach monatelangem Lockdown so gut wie ausgerottet in der zweitgrößten Stadt Australiens. Und zahlende Zuschauer braucht der Rennzirkus wie die Luft zum Atmen.

Grand Prix in Deutschland - wohl eher nicht

Interessante Strecken, die die Teams vor unbekannte Herausforderungen stellen, wie Portimao oder Mugello, wird es höchstens als Ersatz für ein ausgefallenes Rennen geben. Auch ein Grand Prix in Deutschland – Fehlanzeige. Schade eigentlich, waren diese Unbekannten doch die Prise Salz in dem durch Mercedes Siegesserien stetig gleichen Formel-1-Eintopf.

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