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Vor dem Auftakt in Bahrain - Formel-1-Teamcheck - wer steht wo?

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Das Formel-1-Feld ist dichter zusammengerückt. Red Bull scheint Mercedes zu Beginn ebenbürtig. Dahinter ist es so eng, dass sich das Ranking von Strecke zu Strecke ändern kann.

Formel-1-Pilot Max Verstappen bei den Testfahrten in Bahrain
Das Red-Bull-Team von Max Verstappen geht für manche Experten als leichter Favorit in die neue Formel-1-Saison.
Quelle: dpa

Red Bull

Erstmals geht Red Bull nach überzeugenden Winter-Testfahrten für einige als leichter Favorit in die Saison. Max Verstappen und Motorsport-Koordinator Dr. Helmut Marko sind sich einig: "So stark waren wir zu Saisonbeginn noch nie." Dennoch weist der Niederländer, der teamintern von Neuzugang Sergio Perez sicher stärker gefordert wird als in den letzten Jahren, die Favoritenrolle zurück:

Man darf Mercedes und Lewis Hamilton nicht unterschätzen.

"Die hatten zwar ein paar Probleme, aber man weiß ja aus Erfahrung, wie schnell die in so einem Fall zurück schlagen können."

Mercedes

So hatten sich die Dominatoren der letzten Jahre das nicht vorgestellt: Zuverlässigkeitsprobleme und ein schlecht liegendes, schwer zu fahrendes Auto, mit dem vor allem Lewis Hamilton bei den Tests so seine liebe Müh und Not hatte -Teamkollege Valtteri Bottas kam etwas besser zurecht. Doch man sollte die Silberpfeile, die auch dieses Jahr wieder in Schwarz auftreten, nicht unterschätzen: Probleme systematisch angehen und schnell lösen ist eine der großen Stärken von Mercedes.

McLaren

Das große Traditionsteam früherer Jahre war die große positive Überraschung der Testfahrten. Keinerlei technische Probleme, der Umstieg vom Renault- auf den Mercedes-Motor verlief reibungslos. Die Zeiten stimmten von Anfang an, viele Experten bescheinigten dem McLaren eine Top-Straßenlage. Die Stimmung im Team ist unter dem deutschen Teamchef Andreas Seidl perfekt, Neuzugang Daniel Ricciardo und Lando Norris bilden eine sehr starke Fahrerpaarung. Vielleicht kann McLaren ja sogar ab und zu die beiden Großen ärgern.

Aston Martin

Zwar gilt Aston Martin allgemein als der große Verlierer der Testfahrten, weil man immer wieder technische Probleme hatte und dadurch viel zu wenig zum Fahren kam. Vor allem Sebastian Vettel, den das Pech besonders traf, fehlen mindestens 100 Runden, weshalb die Eingewöhnungszeit für den Heppenheimer ein bisschen länger dauern könnte als ursprünglich gedacht. Aber dass das Auto grundsätzlich schnell ist, bewies Lance Stroll. Podiumsplätze für Vettel sollten möglich sein, Gerhard Berger traut ihm sogar einen Sieg zu.

Alpine

Das frühere Renault-Team fiel bei den Tests in Bahrain auf den ersten Blick zwar nicht besonders auf. Das lag aber in erster Linie daran, dass man sich kaum an der großen Zeitenjagd beteiligte. Dafür glänzte vor allem Formel-1-Rückkehrer Fernando Alonso nach zwei Jahren Pause mit Longruns auf Top-Niveau. Teamkollege Esteban Ocon muss aufpassen, dass der Spanier nicht zum Stolperstein für seine eigene Karriere wird.

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Ferrari

Das Team versichert zwar, nach dem tiefen Absturz 2020 einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht zu haben, vor allem durch eine deutliche Leistungssteigerung des Motors. Tatsächlich scheint der extreme Nachteil auf den Geraden weitgehend weg zu sein, das Auto konnte die Experten aber immer noch nicht wirklich überzeugen. Im Qualifying könnte der gerade auf eine Runde extrem schnelle Charles Leclerc aber öfters einmal weiter nach vorne fahren.

Alpha Tauri

Nach den reinen Testeindrücken aus Bahrain müsste das B-Team von Red Bull sogar weiter vorne in der Rangliste stehen. Doch ein bisschen Vorsicht bleibt, weil Alpha Tauri die Strecke von Bahrain bekanntermaßen seit Jahren gut liegt, man anderswo diese Leistungen aber nicht immer bringen konnte. Außerdem fuhr Debütant Yuki Tsunoda seine Top-Zeiten in einer echten Quali-Simulation, also mit sehr, sehr wenig Sprit an Bord.

Alfa Romeo

Das Schweizer Team, das viele in der Formel 1 immer noch Sauber nennen, machte bei den Tests einen guten Eindruck, der verbesserte Ferrari-Motor scheint einiges gebracht zu haben. Teilweise fuhren Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi fast auf Ferrari-Niveau. Pech für Mick Schumacher, dass er nicht, wie ursprünglich geplant, hier landete.

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Williams

In den letzten Jahren immer das Schlusslicht, hat das Traditionsteam, das einst WM-Titel reihenweise einfuhr, jetzt doch einen Schritt nach vorne gemacht. Das Auto wirkte bei den Tests deutlich konkurrenzfähiger. Der echte Anschluss ans Mittelfeld dürfte aber trotzdem noch nicht gelingen. Vielleicht kann Top-Talent George Russell aber trotzdem ab und zu für eine Überraschung sorgen. Am Kommandostand steht erstmals ein Deutscher: Jost Capito, einst als Motorsportchef von VW, vorher vor allem im Rallye-Bereich zu Hause.

Haas

Keine guten Aussichten für das Team von Mick Schumacher: Schon letzte Saison gurkte die amerikanisch-italienisch-englische Truppe nur im Hinterfeld herum, nachdem Williams einen Sprung nach vorne gemacht hat, droht jetzt die letzte Startreihe. Denn Weiterentwicklung während der Saison wird es aus Kostengründen kaum geben, so Teamchef Güther Steiner. Der Fokus liegt schon ganz auf 2022 mit dem dann komplett neuen Reglement.

Der kanadische Fahrer Lance Stroll (vorne) vom Team Aston Martin vor dem deutschen Fahrer Mick Schumacher vom Haas F1 Team auf der Strecke.

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