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Formel 1 | Großbritannien-GP - Start-Ziel-Sieg für Hamilton in Silverstone

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Lewis Hamilton im Mercedes ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat den Grand Prix von Großbritannien gewonnen. Sebastian Vettel landete im Ferrari nur auf Rang 10.

Auch mit einem Mercedes-Dreirad steuert Lewis Hamilton unaufhaltsam seinem siebten WM-Titel entgegen, Sebastian Vettel landet mit Ferrari als Zehnter im Niemandsland der Formel 1, und Nico Hülkenberg kann sein Comeback bei Racing Point nach einem "krassen Krimi" schon vor dem Start abhaken.

Während es für die beiden deutschen Fahrer beim britischen Grand Prix in Silverstone nicht viel zu holen gab, sammelte Hamilton den 87. Rennsieg seiner Karriere mit einer für die Konkurrenz unerträglichen Leichtigkeit ein - trotz eines sich auflösenden linken Vorderreifens eine halbe Runde vor dem Ziel.

Hamilton mit Reifenschaden ins Ziel

Wow, das war knapp.
...funkte Lewis Hamilton nach der Zieldurchfahrt.

Den Vorsprung in der WM-Wertung baute der 35-Jährige nach seinem dritten Saisonsieg im vierten Rennen weiter aus. Dass er am Ende der Saison zu Rekord-Weltmeister Michael Schumacher aufschließt, scheint bereits jetzt in Stein gemeißelt. Einen erneuten Mercedes-Doppelsieg verhinderte ein Ausrutscher von Valtteri Bottas zwei Runden vor dem Ende, der Finne fiel als Elfter aus den Top Ten und musste Max Verstappen im Red Bull und Charles Leclerc im Ferrari die weiteren Plätze auf dem Treppchen überlassen.

Debakel für Rückkehrer Hülkenberg

Hülkenberg erlebte derweil als Corona-Ersatz das Rennen als Zuschauer am Racing-Point-Kommandostand, nachdem er am Donnerstag in einer Hau-Ruck-Aktion als Ersatz für den positiv auf Corona getesteten Mexikaner Sergio Perez eingeflogen worden war. "Vor mir liegt das härteste Rennen meiner Karriere", hatte er noch kurz vor dem Start voller Vorfreude gesagt: "Es wird eine Herausforderung, aber auch eine, auf die ich mich freue."

Die Freude war von kurzer Dauer, ein Defekt an der Antriebseinheit stoppte Hülkenberg schon auf dem Weg in die Startaufstellung. Der Computer hatte eine Fehlermeldung gesendet, alle Versuche der Mechaniker, diesen Fehler rechtzeitig zu finden und zu beseitigen, scheiterten. "Ganz genau kann ich nicht sagen, was los war", sagte Hülkenberg am RTL-Mikrofon.

Der Motor war nicht zu starten. Das ist bitter. Ein krasser Krimi, in dem ich mich befinde.
Nico Hülkenberg

"Es ging nix, da war nix zu reparieren", meinte Hülkenberg weiter. Ob er es nächste Woche an gleicher Stelle erneut versuchen darf, entscheidet sich laut Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer "spätestens am Donnerstag".

Vettel macht gute Miene zum bösen Spiel

Vettel wird es auf jeden Fall erneut versuchen, obwohl der viermalige Weltmeister von der Leichtigkeit des Seins so weit entfernt ist wie Hamilton von der letzten Startreihe. Schier endlose technische Probleme im Training und im Qualifying schürten Vettels Frust, dennoch bemühte er sich um gute Miene zum bösen Spiel. "Wir kommen von Platz zehn, und ich gehe nicht von einem Wunder aus, dass wir auf das Podium fahren", hatte er vor dem Rennen gesagt.

An der Spitze zog Hamilton einsam seine Kreise, nur Bottas konnte dem Weltmeister in der Form seines Lebens einigermaßen folgen. Mercedes fuhr erneut ein eigenes Rennen im Rennen, die Konkurrenz hatte keine einzige Chance, die Silberpfeile zu attackieren. Hamiltons Vorsprung war letztlich so groß, dass Verstappen ihn auch nach seinem Reifenschaden nicht mehr einholen konnte.

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