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Bottas siegt zum Saisonauftakt vor Leclerc

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Formel 1 | GP von Österreich - Bottas siegt zum Saisonauftakt vor Leclerc

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Valtteri Bottas im Mercedes hat den Formel-1-Saisonauftakt in Spielberg vor Charles Leclerc gewonnen. Sebastian Vettel im Ferrari wurde Zehnter.

Sebastian Vettel hat beim Neustart in die Formel-1-Notsaison in der Coronakrise einen bitteren Reinfall erlebt. Beim Sieg von Mercedes-Pilot Valtteri Bottas war der Ferrari-Pilot in Österreich schon weit abgehängt, als er auch noch durch einen Dreher aus den Punkterängen rutschte. Mit Platz zehn beim Geisterrennen in Spielberg begann die Abschiedstour des zum Jahresende bei der Scuderia ausgemusterten Vettel frustrierend. Dass seinem Malheur ein Kontakt mit seinem Ferrari-Nachfolger Carlos Sainz im McLaren vorangegangen war, machte das Debakel perfekt.

Eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe nach einer Kollision mit Red-Bull-Mann Alex Albon ließ Weltmeister Lewis Hamilton auf Rang vier hinter McLaren-Mann Lando Norris zurückfallen, der dank schnellster Rennrunde 0,1 Sekunden vor dem britischen Weltmeister lag. Vettels Stallrivale Charles Leclerc raste hinter Bottas noch auf Position zwei.

Ich bin froh, das Auto ins Ziel gebracht zu haben.
Valtteri Bottas

Bottas, der wie auch Hamilton Getriebeprobleme hatte, meinte weiter: "Am Ende ist es ja noch gutgegangen."

Coronakrise verzögert Saisonstart

Sieben Monate seit dem Saisonfinale in Abu Dhabi und vier Monate seit dem abgesagten Australien-Auftakt hatte die Formel 1 auf ihren nächsten Grand Prix warten müssen. Der Neustart nach der Corona-Krise erfolgte dann mit einem symbolischen Akt: 14 der 20 Piloten gingen als Zeichen des Protests gegen Rassismus auf ein Knie.

Neben Hamilton, dem stärksten Befürworter dieser Geste, schloss sich unter anderen auch Vettel der Aktion an. Zudem trugen alle Fahrer schwarze T-Shirts, die meisten mit der Aufschrift "End Racism". Hamiltons Shirt trug die Botschaft "Black lives matter".

Lewis Hamilton (Mercedes), Sebastian Vettel (Ferrari) und weitere Fahrer knien ich vor dem Rennen anlässlich der "Black Lives Matter"-Bewegung auf den Boden
Lewis Hamilton (Mercedes), Sebastian Vettel (Ferrari) und weitere Fahrer knien sich vor dem Rennen anlässlich der "Black Lives Matter"-Bewegung auf den Boden.
Quelle: reuters

Der Brite, der Michael Schumachers Formel-1-Rekord von sieben WM-Titeln in dieser Saison egalisieren will, musste kurz vor dem Start einen Rückschlag hinnehmen. Hamilton musste statt von Platz zwei von Rang fünf starten, weil er in der Qualifikation bei seiner schnellsten Runde regelwidrig Gelbe Warnflaggen missachtet hatte. Die Rennkommissare gaben einem Protest des Red-Bull-Teams statt. "Das muss man sportlich nehmen", meinte Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Start-Ziel-Sieg für Bottas

Hamiltons Teamkollege Bottas, der sich vor dem Engländer am Samstag hauchdünn die Pole Position gesichert hatte, führte das Feld nach dem Erlöschen der Roten Ampeln in die erste Kurve. Red-Bull-Pilot Max Verstappen, der Sieger der beiden Vorjahre, hatte nach der ersten Runde schon einen Rückstand von zwei Sekunden auf den Finnen.

Der Niederländer erlebte allerdings ein Desaster. Wegen technischer Probleme schleppte er in Runde 13 zwar seinen Wagen noch in die Box, musste das Rennen aber vorzeitig beenden.

Es wäre wahrscheinlich ein einfaches Podium geworden, aber was kann ich tun?
Max Verstappen

Daimler erteilt Vettel Absage

Vettel versuchte, nach seinem Quali-Debakel mit Position elf Plätze im hinteren Feld gutzumachen. Über seine Ausmusterung bei Ferrari zum Jahresende hatte sich der Hesse in Spielberg verärgert gezeigt. Er habe noch klare Signale erhalten, dass der Rennstall mit ihm eigentlich weitermachen wollte.

Als Option für 2021 nannte Vettel dann Mercedes. "Wir bleiben bei unseren zwei Jungs", erteilte Daimler-Konzernchef Ola Källenius einem Wechsel des Deutschen im TV-Sender Sky jedoch eine Absage.

Safety-Car-Phase verzögert das Rennen

Das Feld zog sich zusammen, vier Umläufe später wurde der Grand Prix wieder freigegeben. Dann krachte es bei Vettel, der in Kurve drei innen an seinem Ferrari-Nachfolger Sainz vorbeiziehen wollte. Der Deutsche leistete sich im Zweikampf mit dem spanischen McLaren-Mann einen Dreher und fiel um sieben Ränge auf Platz 15 zurück.

Bottas und Hamilton mussten sich anschließend Sorgen machen. Wegen Problemen mit den Getriebesensoren wurden beide Fahrer angewiesen, von den Randsteinen wegbleiben. Das Mercedes-Duo überstand aber diese Zittermomente genauso wie eine zweite Safety-Car-Phase ab der 52. Runde.

Hamilton am Ende strafversetzt

Bei einem Überholversuch von Alex Albon blieb Hamilton trotz Berührung erstmal cool, Max Verstappens Stallrivale musste hingegen einen Ausflug ins Kiesbett unternehmen. Der Brite bekam aber eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt, was ihn zurückfallen ließ.

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