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Was der Wechsel für Sebastian Vettel bedeutet

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Formel 1 - Aston Martin - Was der Wechsel für Sebastian Vettel bedeutet

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Bei Aston Martin sitzt Sebastian Vettel auch künftig in einem Formel-1-Wagen mit reichlich Tradition und Glamour. Sportlich dürfte zumindest das Podium wieder in Reichweite kommen.

Archiv: Sebastian Vettel am 13.10.2019 in Suzuka
Nach vielen Spekulationen um seine Zukunft hat sich Sebastian Vettel für die Fortsetzung seiner Formel-1-Karriere entschieden.
Quelle: epa

Vettel, Sebastian Vettel. Der neue Held und Hauptdarsteller bei Aston Martin.

Die englische Nobelmarke ist mit James Bond so eng verbunden wie Asterix mit Obelix, Tim mit Struppi oder Laurel mit Hardy. Daher fielen den Journalisten an den Formel-1 Strecken zuletzt immer wieder neue Fragen ein, die sich um Aston Martin, James Bond und Sebastian Vettel drehten - nur um vielleicht aus einer Randbemerkung herauszuhören zu können, ob der Deutsche nun unterschreiben würde, oder nicht. Seit diesem Donnerstag herrscht nun Gewissheit. Nach langem Ringen mit sich selbst hat sich Vettel für Aston Martin und das Weitermachen entschieden.

Mehr als ein Quantum Trost für Vettel?

Aston Martin – eine wirkliche Alternative oder ein Quantum Trost? Der Schritt des vierfachen Weltmeisters tut jedenfalls der Traditionsmarke gut. Nachdem Vettel seinen Einstieg ins Cockpit für 2021 verkündet hatte, stieg die Aktie von Aston Martin um 17 Prozent.

Die Leistung der pinken Renner steigt in dieser Saison auch. Rang 4 derzeit in der Konstrukteurswertung und das mit Fahrern, die man nicht direkt im Kopf hat, wenn es um herausragende Begabung geht. Was wohl ein höchst talentierter, frisch motivierter, viermaliger Weltmeister den englischen Konstrukteuren an Vorschub leisten kann?

Aston Martin - ein wohlklingender Name

Aston Martin ist im Rennsport ein wohlklingender Name. 1959 feierte die Tradionsmarke mit dem DBR1 in Le Mans einen Doppelerfolg - in grün natürlich. Das waren goldene Zeiten.

In der Formel 1 schreiben die Briten nun das nächste Kapitel in der Geschichte eines Rennstalls, der einst Jordan hieß und mit dem Michael Schumacher 1991 seine großartige Karriere begann. Michael Schumacher - nur ein berühmter Name, der für das Team fuhr.

Vettel mit Mercedes-Triebwerk

In diesem Jahr ist Racing Point ein starker Gegner für Red Bull, das hinter den Werksmercedes' die zweite Kraft stellt, und auch für die wiedererstarkte Truppe von McLaren. Die britische Edelschmiede kauft das Team nicht. Aston Martin gibt von 2021 an nur seinen Namen her. Hört sich einfach auch nach mehr Glamour an.

Vettels neuer Bolide wird weiterhin befeuert von Mercedes Motoren. Und so kommt er in den Genuss der stärksten Formel-1-Triebwerke derzeit. Ob Vettel damit Lewis Hamilton von seinem achten Titel in der Formel 1 abhalten kann - der siebte ist nur noch Formsache - ist trotzdem unwahrscheinlich.

Podestplätze wieder realistisch

Der Werks-Mercedes ist ein Gesamtkunstwerk, der Racing-Point-Aston-Martin-Renner wird sicher nur das B-Team stellen dürfen. Realistisch sind für Vettel Podestplätze. Wenn Hamilton und Valtteri Bottas die ersten beiden Ränge belegen, wird er sich - wieder mal - mit Max Verstappen im Red Bull oder den McLaren Piloten Lando Norris und Daniel Ricciardo um Rang drei streiten müssen.

Zunächst aber heißt es für Vettel stallintern besser zu sein als Lance Stroll - den Sohn des Eigentümers Lawrence Stroll. Es gibt Fahrer in den unteren Klassen, die berichteten, dass es kein Spaß gewesen sein soll, gegen den Junior vom Chef zu fahren.

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So oder so wird Vettels Nähe zu den Silberpfeilen aber wieder größer. Und wenn der zwei Jahre ältere Hamilton keine Lust mehr an der Raserei verspürt, dann ist vielleicht der Weg in die Mannschaft von Teamchef Toto Wolff ein ganz kurzer. Wolff hat übrigens vor einiger Zeit einen zweistelligen Millionenbetrag in Aston Martin investiert.

Künftig vielleicht wieder im "British Racing Green"

Wie es mit der Farbe des Boliden weitergeht, bleibt derweil abzuwarten. Für James Bond jedenfalls wäre ein Look in Pink undenkbar, unerträglich für einen Gentleman. Auch Vettel hatte damals über ein solches Outfit kein gutes Wort verloren. Vielleicht kommt nun ja das gute alte "British Racing Green" wieder zum tragen.

Welche Szene eine der einprägsamsten in einem James-Bond-Film für ihn gewesen sei, wurde Vettel zu Beginn dieser denkwürdigen Formel-1 Saison gefragt. "Die, in der ein Auto in der Mitte zersägt wird", sagte der Heppenheimer und ergänzte: "Ein schönes Auto." Als klar war, dass es ein BMW war, grinste Vettel in sich hinein. Was er in diesem Moment wohl gedacht haben mag?

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