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Saison-Auftakt in Bahrain - Was ändert sich 2021 in der Formel 1?

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Der ganz große Wandel kommt zwar erst mit dem neuen Reglement 2022 - trotzdem hat auch die Formel 1 2021 einige Neuheiten zu bieten.

26.03.2021, Bahrain, Sakhir: Motorsport: Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix von Bahrain, 2. Freies Training. Der britische Fahrer Lewis Hamilton vom Mercedes-AMG Petronas Team auf der Strecke.
Ganze der Alte: Weltmeister Lewis Hamilton dreht in Bahrain im Mercedes seine Runden
Quelle: dpa/kamran jebreili

Die Premiere von Mick Schumacher, Sebastian Vettel neu im Aston Martin, Lewis Hamilton und Max Verstappen hoffentlich in einem WM-Duell auf Augenhöhe - die Formel-1-WM 2021 verspricht viel. Sie bringt aber auch einiges Neue für die Fans. Die wichtigsten Punkte:

Formel 1: Nikita Mazepin und Mick Schumacher vom Haas F1 Team
Ganz neu in der Formel 1: Nikita Mazepin und Mick Schumacher (r.) vom Haas-Team.
Quelle: dpa

Fahrer

Drei Fahrer feiern 2021 ihre Formel-1-Premiere, davon zwei im gleichen Team, Mick Schumacher und Nikita Mazepin bei Haas. Der dritte Neuling ist der 20-jährige Japaner Yuki Tsunoda bei Alpha Tauri. Und wenn sich die mediale Aufmerksamkeit natürlich in erster Linie auf Schumacher Junior richten wird - der erfolgreichste der drei dürfte am Ende Tsunoda sein, der als einziger ein konkurrenzfähiges Auto hat.

Tsunoda gilt nebenbei auch als ganz großes Talent, der das Zeug dazu hat, der bisher beste Japaner überhaupt in der Formel 1 zu werden. Fernando Alonso kommt nach zwei Jahren Pause bei Alpine zurück.

Neue Teamnamen

Aus Renault wurde Alpine, eine Marketingfrage im französischen Konzern. Und aus Racing Point wurde Aston Martin - mit dem Namen des englischen Traditionsherstellers will das neue Team von Sebastian Vettel den Aufbruch in neue Regionen in der Formel 1 schaffen, die Spitze herausfordern.

Formel-1-Pilot Max Verstappen bei den Testfahrten in Bahrain

Vor dem Auftakt in Bahrain - Formel-1-Teamcheck - wer steht wo? 

Das Formel-1-Feld ist dichter zusammengerückt. Red Bull scheint Mercedes zu Beginn ebenbürtig. Dahinter ist es so eng, dass sich das Ranking von Strecke zu Strecke ändern kann.

von Karin Sturm

Strecken

Einige der Strecken, die 2020 als Corona-bedingte Notlösung den Sprung in den Kalender schafften, bleiben zur Freude vieler Fans erhalten, etwa Imola oder Portimao. Wirklich neu ist nur der Grand Prix von Saudi-Arabien in Jeddah, der als Nachtrennen auf einem ultraschnellen Straßenkurs ausgetragen wird. Politisch ist das Rennen freilich auf Grund der Situation in Saudi-Arabien sehr umstritten.

Reglement

Um die Autos langsamer zu machen, gab es aerodynamische Veränderungen an Unterboden und Diffusor, die den Abtrieb um bis zu zehn Prozent reduzieren sollen. Die Reifen wurden pro Satz um 2,8 Kilo schwerer, das Mindestgewicht stieg von 746 auf 749 Kilo. Das im letzten Jahr von Mercedes erfundene DAS-System, mit dem die Fahrer die Vorspur der Vorderreifen individuell anpassen konnten, ist 2021 verboten.

Format

Die beiden Freitagstrainings wurden von 90 auf jeweils 60 Minuten verkürzt. Das soll den Fans mehr Unterhaltung bieten, bis jetzt wurde ja auf Grund der limitierten Anzahl an Reifensätzen oft sehr wenig gefahren, war die Strecke manchmal 20 Minuten lang quasi leer. Ebenfalls mehr Action sollen die Qualifikationsrennen am Samstag schaffen, die bei drei GPs erstmals testweise ins Programm kommen sollen.

Kostengrenze

Zum ersten Mal greift in diesem Jahr die Kostenobergrenze. Nur noch 135 Millionen Dollar dürfen die Teams im Jahr ausgeben, Gehälter für die Fahrer und Top-Management und Ingenieure sowie Marketingaktivitäten sind davon allerdings ausgenommen. Auch Strafen für eventuelle Überschreitungen gibt es 2021 noch nicht, das Jahr gilt quasi als Testlauf, bevor es 2022 zusammen mit dem dann neuen Reglement endgültig ernst wird.

Umweltschutz

Sebastian Vettel engagiert sich immer mehr auf diesem Gebiet, in Interviews ist das derzeit sein Lieblingsthema. Auch die Formel 1 hat große Pläne in Sachen CO2-Neutralität und E-Fuels. 2021 ändert sich allerdings noch nicht viel: Es wird mit einem Biosprit-Anteil von 5,75 Prozent gefahren, ein Treibstoff aus pflanzlichen Abfällen, aber noch weit weg von rein synthetischen E-Fuels. Mit den anhaltenden Diskussionen über ein neues Motorenreglement ist noch nicht klar, ob und wann diese wirklich zu 100 Prozent kommen werden.

Formel 1: French Grand Prix am 20.06.2021 in Le Castellet.

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