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Auslosung zur Frauen-EM 2022 - Neue Maßstäbe für den Frauenfußball

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Die DFB-Frauen blicken mit Vorfreude auf die EM 2022. Am Donnerstag erfolgt die Auslosung der Endrunde. Mit dem Turnier will die UEFA neue Maßstäbe im Frauenfußball setzen.

Martina Voss-Tecklenburg (Deutschland) mit der Mannschaft, aufgenommen am 13.04.2021
Martina Voss-Tecklenburg (Deutschland) mit der Nationalmannschaft. (Archivfoto)
Quelle: imago

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg blickt voller Vorfreude auf die Auslosung am Donnerstag (18 Uhr/Livestream) für die Frauenfußball-EM 2022 in England (6. bis 31. Juli 2022). Nach drei Jahren ohne Turnier lechzt speziell die deutsche Frauen-Nationalmannschaft wieder nach einer größeren Bühne. England als Mutterland des Fußballs, aber auch die Dachorganisation UEFA wollen mit dem Turnier neue Maßstäbe setzen. Das sind die wichtigsten Punkte:

So viele Teams wie noch nie

Die EM in England wird mit 16 Teams in vier Vierergruppen gespielt. Die Gruppenersten und Gruppenzweiten erreichen das Viertelfinale. Bei der EM 2013 in Schweden hatten nur zwölf Teams teilgenommen, bis 1997 wurden EM-Turniere gar mit nur vier Teams ausgespielt.

1989 entschied Deutschland ein solches Viererturnier für sich, nach dem 4:1-Finalsieg gegen Norwegen in Osnabrück gab es das berühmt-berüchtigte Kaffeeservice als Siegprämie für die deutschen Spielerinnen. Es war der erste von acht EM-Titeln für die DFB-Frauen.

England 2022 - Frauenfußball-EM: Die Gruppenauslosung 

Bei der Auslosung wird festgelegt, in welchen Gruppen die 16 Teams bei der Endrunde der Frauenfußball-EM vom 6. bis 31. Juli in England spielen werden. Mit dabei: die DFB-Frauen.

Videolänge
48 min

DFB-Frauen gehören zum Favoritenkreis

England ist nicht nur wegen der Gastgeberrolle hoch einzuschätzen, sondern Nationalmannschaft und Vereine profitieren von einer langfristigen Entwicklung, die mit dem dritten Platz bei der WM 2015 im kanadischen Edmonton (1:0 gegen Deutschland) ihren Anfang nahm. Das knapp verlorene Halbfinale gegen den späteren Weltmeister USA bei der WM 2019 war eines der besten Spiele im Frauenfußball überhaupt.

Einiges zugetraut wird auch dem amtierenden Europameister Niederlande, der überdies das WM-Finale in Frankreich erreichte. Frankreich indes haftet der Makel an, noch nie ein Turnier gewonnen zu haben.

Deutschland gehört mit einer entwicklungsfähigen Mannschaft zu den gesetzten vier Teams, muss allerdings die Hypothek des frühen Ausscheidens im Viertelfinale bei der EM 2017 und WM 2019 abschütteln. "Wir werden ganz bei uns bleiben", sagt Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg selbstbewusst:

Es gibt viele Teams, die nicht gegen Deutschland spielen wollen.
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg

Fußballkathedralen als Spielstätten

Insgesamt zehn Stadien werden bespielt, darunter mit dem Old Trafford (Fassungsvermögen 74.000) in Manchester zum Eröffnungsspiel und dem Wembleystadion in London (89.000) zwei der bekanntesten Fußball-Kathedralen der Welt.

Gastgeber England spielt in der Gruppenphase noch in Brighton (30.000) und Southampton (32.000). Weitere Spielorte werden Brentford (17.000), Sheffield (32.000), Rotherham (12.000), Milton Keynes (30.000), Leigh (8000) und in Manchester die City Academy (4.700) sein.

Wembley-Stadion, aufgenommen am 10.06.2021
Das Wembley-Stadion ist ebenfalls Austragungsort der Frauenfußball-EM.
Quelle: picture alliance / PIXSELL | Goran Stanzl

Preisgeld verdoppelt

Der europäische Fuballverband UEFA will das Turnier auch finanziell erheblich aufwerten. So wurde das Preisgeld gegenüber der EM 2017 von acht auf 16 Millionen Euro verdoppelt.

Neu ist auch, dass erstmals Abstellungsgebühren für die Spielerinnen gezahlt werden. Der Topf ist mit 4,5 Millionen Euro gefüllt. Die Vereine erhalten pro Spielerin pro Tag 500 Euro. Für jede seiner Spielerinnen erhält ein Klub garantiert eine Mindestzahlung von 10.000 Euro.

Über 700.000 Tickets

Insgesamt sind für die 31 Spiele mehr als 700.000 Tickets verfügbar; im Vorverkauf sind schon 162.000 Karten abgesetzt. Geplant wird zunächst mit der vollen Auslastung der Stadien. Die UEFA verspricht Ticketkäufern bei Kapazitätsreduzierungen durch die Corona-Pandemie eine Rückerstattung.

Ziel ist es, die Zuschauerzahlen und die Sendereichweite gegenüber der EM 2017 zu verdoppeln. Bei dem Turnier in den Niederlanden hatten 240.045 Fans die Stadien besucht, insgesamt wurden 50 Millionen TV-Zuschauer gezählt.

EM als Push für den Frauenfußball

Die UEFA will die Entwicklung des Frauenfußballs massiv vorantreiben – das Endturnier in England ist ein wichtiges Vehikel. Der Dachverband hat sich in einer Fünfjahresstrategie vorgenommen, die Reichweite und den Wert der Frauen-EM und der Champions League der Frauen genauso zu verdoppeln wie die Zahl der Frauen und Mädchen, die in den UEFA-Mitgliedsverbänden Fußball spielen (auf 2,5 Millionen). Der Slogan der Kampagne lautet demnach auch: "Zeit zu handeln."


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