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Frauenfußball - WM-Qualifikation : Feinschliff für die DFB-Frauen gegen Israel

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Die DFB-Frauen stehen 2022 und 2023 wieder mehr im Fokus. Das WM-Qualifikationsspiel gegen Israel ist nur ein Schritt auf dem Weg zu EM und WM.

Martina Voss-Tecklenburg am 21.09.2021
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.
Quelle: imago

Eigenverantwortung will gelernt sein. Weshalb Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in der Vorbereitung auf das WM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Israel (16:05 Uhr) in Essen mal ganz neue Wege gegangen ist. Statt durch ihr Trainerteam die Defizite aus dem mühseligen 1:0 in Petach Tikwa im Hinspiel gegen Israel vortragen zu lassen, teilte die Trainerin ihr Team einfach in zwei Gruppen auf.

Neue Wege der Eigenverantwortung

Die eine Gruppe analysierte die erste Halbzeit, die andere die zweite Hälfte. Die ungewöhnliche Form der Aufarbeitung kam bei den Spielerinnen gut an - und offenbar war der Erkenntnisgewinn genau wie die Einsicht groß.

Es hat einiges nicht gepasst. Wir hatten eine schlechte Positionierung, vorne und hinten hat es nicht gestimmt.
Lea Schüller

Die Topstürmerin des FC Bayern, ausgebildet in der Talentschmiede der SGS Essen, ist überzeugt: "Das wird jetzt abgestellt und besser gemacht." Denn nur wieder einen Arbeitssieg gegen den 71. der FIFA-Weltrangliste zu landen, ist für den deutschen Anspruch zu wenig. Auch Voss-Tecklenburg war über den trägen Auftritt in der Nähe von Tel Aviv ein wenig verärgert.

Die deutschen Fußballerinnen haben das dritte WM-Qualifikationsspiel nur mit Mühe gewonnen. Die DFB-Frauen setzten sich in Israel mit 1:0 durch.

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3 min
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Die nächsten Sommer bringen Aufmerksamkeit

Mit der EM 2022 in England und der WM 2023 in Australien und Neuseeland stehen gleich zwei Höhepunkte ins Haus, die den DFB-Frauen nach drei Jahren ohne großes Turnier endlich einmal wieder erhöhte Aufmerksamkeit im Sommer garantieren. Verdammt lang her, dass die Fußballerinnen die Bühne für sich hatten.

Und wenn der Frauenfußball weltweit Fortschritte macht, sollte auch der zweifache Weltmeister und achtfache Europameister nicht fehlen, wenn das öffentliche Interesse steigt. Bei der EM 2017 und WM 2019 hatten die deutschen Fußballerinnen den Halbfinaleinzug fast schon fahrlässig verspielt.

Quali-Spiele mit wenig Aussagekraft

Klar ist, dass die mitunter mühseligen Qualifikationsspiele noch weniger Aufschlüsse vermitteln als im Männerfußball. Zu groß ist das Leistungsgefälle von den Topnationen zu den erst in der Entwicklung befindlichen Ländern wie Israel - das dortige Frauen-Nationalteam rekrutiert sich aus gerade 2.500 Aktiven.

Frauenfußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg analysiert im Gespräch mit Sven Voss den 5:1-Sieg gegen Serbien. Zudem Lea Schüller und Melanie Leupolz im Interview.

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8 min
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Linda Dallmann, Klubkollegin von Lea Schüller in München, glaubt, dass auch Spiele wie gegen Israel zur Weiterentwicklung helfen:

Ich sehe das nicht als krassen Rückschritt, sondern als Chance, mit so was umzugehen.
Linda Dallmann

Denn "aufsässige Gegner wie Israel" (O-Ton Voss-Tecklenburg) suchen ihr Heil in strikter Defensive und schaffen selbst kaum längere Ballbesitzpassagen - auf deutscher Seite sind deshalb Präzision, Tempo und Tiefgang gefragt.

Weniger personelle Experimente

Um die Automatismen zu festigen, hat die Bundestrainerin die Zeiten der personellen Experimente längst für beendet erklärt. Ähnlich wie Hansi Flick ruft auch Voss-Tecklenburg keinen offenen Konkurrenzkampf mehr aus, sondern hat sich auf Schlüsselpositionen festgelegt.

Merle Frohms (Eintracht Frankfurt) ist die klare Nummer eins im Tor, Marina Hegering (FC Bayern) wäre in der Abwehrzentrale genauso gesetzt wie Lena Oberdorf (VfL Wolfsburg), wenn beide nicht gerade verletzt ausfallen würden.

Das zentrale Mittelfeld verfügt mit Sara Däbritz (Paris Saint-Germain), Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon, leihweise OL Reign/USA) und Lina Magull (FC Bayern) über so viel fußballerische Klasse wie seit Jahren nicht.

Noch steht der EM-Kader nicht

"Der Kader ist enger, der Kreis ist kleiner geworden", sagt Voss-Tecklenburg - was aber nicht heißt, dass schon entschieden ist, welche Spielerinnen zur EM in England (6. bis 31. Juli 2022) reisen.

Die Endrunde wird übrigens am kommenden Donnerstag in Manchester ausgelost, wo im berühmten Old Trafford auch das Eröffnungsspiel stattfindet.

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