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Verloren im doppelten Sinne

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Kommentar zum 3.-Liga-Restart - Verloren im doppelten Sinne

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Die 3. Liga spielt wieder, aber von fairem Wettbewerb kann keine Rede sein, findet ZDF-Reporter Nils Kaben. Die vehementesten Re-Start-Gegner haben am Wochenende doppelt verloren.

Fußball, 3. Liga am 31. Mai 2020, 1. FC Magdeburg - 1. FC Kaiserslautern: Andre Hainault (Mitte, 1. FC Kaiserslautern) bejubelt sein Tor zum 0:1.
Spieler des 1. FC Magdeburg müssen mit ansehen, wie Andre Hainault (Mitte) sein Tor zum 1:0 für den 1. FC Kaiserslautern bejubelt.
Quelle: imago/Christian Schroedter

Nun hat auch die 3. Liga ihren Restart hinter sich. Nach langen und vielfach öffentlich sehr unfair kommentierten Vorbehalten einzelner Klubs - vor allem aus Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Vereine, die sich besonders vehement gegen einen Wiederbeginn an diesem Wochenende ausgesprochen hatten, holten keinen einzigen Punkt. Sie verloren im doppelten Sinne. Der 1. FC Magdeburg mit 0:1 gegen den 1. FC Kaiserlautern, Waldhof Mannheim mit 1:2 gegen den KFC Uerdingen, der Hallesche FC mit 2:4 bei Preußen Münster und Carl Zeiss Jena mit 0:1 gegen den Chemnitzer FC.

Wer nicht trainieren darf, kann sich nicht messen

Es war kein fairer Wettbewerb. Wer nicht trainieren darf, so wie andere, kann sich auch nicht messen mit den anderen. So einfach ist das im Sport. Und das gilt übrigens auch für den Tabellenletzten. Auch Jena muß die Chance haben, sich in gleicher Weise auf das nächste Punktspiel vorzubreiten, wie der Rest, sonst wird der gesamte Wettbewerb sinnlos.

Andernfalls könnte man Spiele gegen einen ziemlich abgeschlagenen Tabellenletzten gleich komplett vom Spielplan streichen.

Auf dem DFB-Bundestag haben die Delegierten entschieden, die 3. Fußball-Liga fortzusetzen.

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Mehrere Klubs klar benachteiligt

Magdeburg, Halle und Jena sind klar benachteiligt - das darf auch den Vereinen ganz oben in der Tabelle nicht gleichgültig sein. Sportlicher Erfolg - auch schon der Wettbewerb ist nur dann von Wert, wenn er unter fairen Bedingungen zustande kommt.

Die Entscheidungen der Landesregierungen von Thüringen und Sachsen-Anhalt, die ein Mannschaftstraining in der Corona-Krise erst wenige Tage vor dem Restart zuließen sind auch für Fußballwettbewerbe bindend. Da soll jemand spielen, ohne ordentliche Vorbereitung - und das in langen englischen Wochen.

Trotz Wettbewerbsverzerrung angetreten

Die betroffenen Vereine haben am Ende resigniert, ihre Machtlosigkeit eingesehen und sind trotz der Wettbewerbsverzerrung angetreten.

Dafür gebührt ihnen Respekt. Am Ende der Saison, wenn Auf- und Absteiger feststehen, wird kein Hahn mehr danach krähen. Es sei denn, der sitzt in Halle, Magdeburg oder Jena.

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