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Re-Start im Amateurfußball - Ein Flickenteppich für die Fortsetzung

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Zur neuen Fußball-Saison soll flächendeckend wieder in allen Alters- und Spielklassen der Ball rollen. Doch die föderale Struktur des DFB macht einheitliche Lösungen unmöglich.

Ein umgelegtes Tor auf einem Amateur-Fußballplatz
Die Fußballer der Amateurligen warten auf den Wiederanpfiff
Quelle: imago

"Zurück ins Spiel", heißt das Motto, mit dem der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seinen knapp 24.500 Vereinen einen Leitfaden zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in diesem Sommer an die Hand gibt. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben von den Ligen unter Obhut des DFB lediglich die Frauen-Bundesliga und 3. Liga ihre Saison zuende gespielt. Das Gros hat seit Mitte März kein Punktspiel mehr bestritten.

Immerhin: Seitdem am Mittwochnachmittag nun auch Bayerns Innenministerium grünes Licht gegeben hat, dürfen in allen Bundesländern wieder Freundschaftsspiele bestritten werden.

Weiterer Rückgang an aktiven Spielern droht

Ein Dauerzustand darf das nicht bleiben. Deshalb ist eine Broschüre mit einem Muster-Hygienekonzept gefragt, das Hilfestellung für den Re-Start geben soll. Die lokalen Bestimmungen unterscheiden sich dabei immens, so dass ein Flickenteppich an unterschiedlichen Lösungen unausweichlich ist.

Für den DFB ist es enorm wichtig, dass in allen Alters- und Spielklassen der Ball wieder rollt, sonst könnte sich der Rückgang aktiver Kicker gefährlich beschleunigen. Weil Vereinsmitglieder irgendwann kaum mehr einsehen werden, Beiträge zu entrichten, wenn sie ihr Hobby nicht mehr ausüben können.

Da Bayerns Innenministerium grünes Licht gegeben hat, dürfen nun in allen Bundesländern wieder Freundschaftsspiele bestritten werden.

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Es geht um rund 145.000 Mannschaften

Zum Stichtag 1. Januar 2020 waren 145.084 Teams gemeldet - das machte schon vor der Corona-Krise ein Minus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ziel sei es, sagt Heike Ullrich, die DFB-Direktorin Vereine, Verbände und Ligen, "dass wir wirklich vom kleinen Kind bis zur Nationalmannschaft wieder spielen." Aber: "Der Fußball darf keine Infektionsketten auslösen, Corona bleibt ein tückisches Virus."

Wir müssen leider weiter auf Sicht fahren.
DFB-Direktorin Heike Ullrich

Laut Ullrich müsse der Verband jederzeit flexibel reagieren können. Ein Frühwarnsystem mit einer Art Ampelschaltung ist eingebaut.

Viele Staffeln enorm aufgebläht

Der DFB lässt den Spielausschüssen an der Basis weitgehend freie Hand, wie die nächste Saison organisiert wird. Durch den Verzicht auf Absteiger sind die meisten Staffeln und Ligen enorm aufgebläht. Die eingleisige 2. Frauen-Bundesliga kehrt deshalb zu einer Nord- und Südstaffel zurück, weil sonst 19 Klubs mitgespielt hätten.

Die Regionalliga Südwest hat sich entschieden, in der Saison 2020/21 mit neuerdings 22 Vereinen sage und schreibe 42 Spieltage auszutragen. Die U19-Bundesligen hingegen wollen nur eine einfache Runde ohne Rückspiele bestreiten.

Die Jugendfußballer der TSG Sprockhövel im Trainingsbetrieb.

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Regelung ohne Absteiger wohl kein zweites Mal

Viele Kreisausschüsse haben ihre Klubs angehalten, möglichst wenige Spiele nach hinten zu verlegen. Auch soll es ausreichend Puffer geben, wenn das Virus sich doch wieder ausbreitet. Sollte das Gros der Spiele nicht ausgetragen werden können, stünde auch eine Annullierung der Runde zur Diskussion.

Klar scheint indes: Eine Wertung mit Auf-, aber ohne Abstieg wird es kein weiteres Mal geben, sonst droht das Spielklassensystem zu kollabieren.

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