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Borussia Mönchengladbach - Eberl: Bei Trainersuche "auf der Zielgeraden"

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Die Borussia vom Niederrhein ist auf Talfahrt, seit Trainer Marco Rose verkündete, im Sommer zum BVB zu wechseln. Sportchef Eberl sieht trotzdem eine Vorwärtsentwicklung.

Sendung mit den Studiogästen Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach) und Snowboard-Weltmeisterin Selina Jörg. Moderation: Jochen Breyer.

Beitragslänge:
35 min
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Eine der ersten Entscheidungen, die Max Eberl in seinem Leben treffen musste, war die für seine Sportart Nummer eins. Skifahren und Fußball standen für den gebürtigen Niederbayern zur Auswahl - und der entschied sich im Grundschulalter für den Ball. "Obwohl manche sagten: Skifahren kann er besser", erzählte Eberl nun im aktuellen sportstudio.

Nach der Auszeit ist nichts mehr wie vorher

Zur Erholung vom stressigen Sportdirektoren-Job in Gladbach gönnte sich der 47-Jährige im Januar immerhin eine Auszeit - beim Skifahren in den Bergen. Doch seit er zurück ist, ist bei der Borussia nichts mehr wie vorher. Gleich nach Eberls Rückkehr gab es noch einen Pokalsieg in Stuttgart. Doch seitdem ist der Klub auf ungebremster Talfahrt – mit dem Gebrause um den künftig in Dortmund tätigen Cheftrainer Marco Rose als ständigem Begleiter.

Doch auch wenn die laufende Spielzeit für die Niederrheinischen zur schlechtesten seit 2011 zu werden droht, bezeichnet der Sportchef die knapp zwei Jahre unter Rose als den gewünschten Fortschritt. "Wir stehen zum ersten Mal seit 1977 wieder in der K.o.-Runde des größten europäischen Klubwettbewerbs. Das hat Marco Rose geschafft, mit der Mannschaft."

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Ausstiegsklausel - womöglich auch in Zukunft wieder

Auch mit dem Wissen von heute würde Eberl wieder so handeln wie im Frühjahr 2019 - als er dem Stabilisierungstrainer Dieter Hecking dessen Aus in Gladbach erklärte, um Rose aus Salzburg zu holen. Und womöglich würde er einem umworbenen Übungsleiter so wie damals wieder die gewünschte Ausstiegsklausel in den Vertrag schreiben lassen, die ihm jetzt so viel Ärger bereitete.

"Eigentlich müssten die Fans auf mich sauer sein, weil ich diese Klausel akzeptiert habe", sagte Eberl unmittelbar nach der Bekanntgabe von Roses Entscheidung für den BVB. Nun erklärte er auf die Frage, ob er solch eine Ausstiegsklausel in Zukunft wieder akzeptieren würde: "Ich kann das nicht pauschal ausschließen – wenn man einen Trainer findet, von dem man zu hundert Prozent überzeugt ist. Und der einen über zwei, drei Jahre voranbringen kann."

Marco Rose verlässt Borussia Mönchengladbach. Viele Fans fordern nun den sofortigen Rauswurf. Aber: Wäre das die richtige Entscheidung?

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Trainersuche: "Sehr gute Gespräche"

Nach Eberls Ansicht haben die zwei Jahre unter Rose den Klub nach vorne gebracht, trotz des vielen zuletzt zerbrochenen Porzellans und der gewaltigen sportlichen Delle mit aktuell sechs Niederlagen in Serie. Denn: "Wir haben uns in den letzten Jahren so weiterentwickelt, dass wir jetzt eben auch Trainer bekommen, die - genauso wie Spieler - irgendwann vielleicht einen anderen Schritt gehen können."

Auf der Suche nach einem Nachfolger für Rose sei er weit vorangekommen, erwähnte Borussias Sportchef. "Wir haben", so Eberl, "sehr gute Gespräche geführt - und bei uns geht der Fokus langsam auf die Zielgerade". Und über Wolfsburgs Coach Oliver Glasner, einen der gehandelten Kandidaten, sagte er: "Ich habe bis jetzt keinen Kontakt zu ihm gehabt."

Protesthaltung Sache der ganz Großen

Am Dienstag treten die größer gewordenen Gladbacher zum Achtelfinalrückspiel in der Champions League gegen Manchester City an. Wie beim 0:2 im ersten Duell findet die Partie in Budapest statt - wo die 7-Tage-Inzidenz am Samstag bei 472 lag.

Verstehen muss das niemand - auch Max Eberl versteht das nicht. Aber zum einen wolle Gladbach dieses Achtelfinale gegen Manchester City gerne spielen. Und zum anderen fiel Borussias Sportdirektor zu der Idee, die UEFA mit einer Protesthaltung unter Druck zu setzen ein: "Ich glaube, dass die großen Klubs wie Bayern München, Juventus Turin, Paris Saint-Germain oder Manchester United das können. Nicht wir."

Borussia Mönchengladbach mag seit dem Sommer 2019 ein Stück größer geworden sein. Doch einige andere Fußballklubs auf dem Kontinent sind immer noch um einiges größer.

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