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Fußball | Bundesliga - Schalke taumelt dem Abstieg entgegen

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Nach dem 1:5 in Stuttgart rückt der Abstieg für Schalke 04 immer näher. Der Manager versucht, das zerrüttete Bild vom Klub zurechtzurücken und dementiert eine Spielerrevolte.

Frust bei Sead Kolasinac (FC Schalke 04 20), Malick Thiaw (FC Schalke 04 33) nach dem 2:0
Frust und Fassungslosigkeit in den Spielergesichtern stehen sinnbildlich für die Schalker Krise.
Quelle: Imago

Inmitten erneuter Unruhe kommt der FC Schalke 04 der 2. Liga immer näher. Wenige Stunden nach dem Dementi einer angeblichen Spieler-Revolte gegen Trainer Christian Gross verlor der einstige Champions-League-Dauergast am Samstag beim VfB Stuttgart mit 1:5 (1:3). Nach den Gegentoren von Wataru Endo (10. Minute/26.), Sasa Kalajdzic (34.), Philipp Klement (88.) und Daniel Didavi (90.+2) schwinden die Hoffnungen auf ein Klassenverbleib-Wunder noch mehr.

Fahrlässiges Verteidigen bei Standardsituationen führte zur nächsten Niederlage, das Tor von Kapitän Sead Kolasinac (40.) war zu wenig. Nabil Bentaleb verpasste es mit einem verschossenen Elfmeter (72.), Schalke auf 2:3 heranzubringen und auf einen Punkt hoffen zu lassen. Dass keine Ruhe einkehren konnte, war schon vor dem Anpfiff klar. Ein Clubsprecher wies Medienberichte vehement zurück, wonach Schalker Führungsspieler einen erneuten Trainerwechsel gefordert haben sollen.

Keine Besserung unter Gross

Der Schweizer Gross ist bereits der vierte Schalke-Trainer in dieser Saison - doch eine Besserung deutet sich nicht an, auch wenn sich die Gäste in der zweiten Halbzeit wehrten. Der abgeschlagene Tabellenletzte ist schon wieder acht Spiele ohne einen Erfolg. Der VfB, selbst mit einem Machtkampf und einer Datenaffäre belastet, kann dagegen sogar auf die Europa-League-Plätze schielen und zunehmend für eine weitere Saison in der ersten Liga planen.

Anders die Gäste: Schalkes Teammanager Sascha Riether sah sich in der Spielvorbereitung gestört.

Da wird von Revolution gesprochen - und Revolution war da überhaupt nicht.
Sascha Riether, Schalkes Teammanager

Die Funke-Mediengruppe und Sky hatten berichtet, dass sich Spieler über die Arbeit von Gross beschwert haben und bei Sportchef Jochen Schneider dessen Ablösung gefordert hätten. Dies habe Schneider aber abgelehnt.

Harit vergibt Chance für Schalke

Mit verschränkten Armen aus seiner Coachingzone sah der frühere VfB-Trainer Gross, wie Amine Harit für seine arg von Verletzungen gebeutelte Elf die erste große Chance vergab (5.). Doch dann nahm die 16. Saisonniederlage ihren Lauf. Die ersten Bundesliga-Tore des Japaners Endo passten ins Bild der Schalker Saison. Völlig freistehend nutzte der defensive Mittelfeldspieler nach einer Ecke von der rechten Seite des formstarken Borna Sosa die eklatante Standardschwäche der Gäste.

Beim 2:0 übernahm Kapitän Gonzalo Castro den Eckball von der linken Seite, wieder rutschte der Ball zu Endo durch, wieder war er ungedeckt - und ließ Ersatztorhüter Michael Langer keine Chance. Per Videobeweis wurde überprüft, ob es eine Abseitsstellung gab, der Treffer zählte aber.

Kolasinac sorgt für Hoffnungsschimmer

Der VfB legte bei seiner zwischenzeitlichen Dominanz noch nach: Stürmer Kalajdzic nutzte seine Kopfballstärke und sein Verständnis mit Flankengeber Sosa - wieder war eine Ecke der Ausgangspunkt. Sogar eine noch deutlichere Führung wäre möglich gewesen. Die Stuttgarter hatten sich zwischenzeitlich darüber beschwert, dass es keinen Elfmeter gab, als Silas Wamangituka an der Torauslinie zu Fall kam.

Kolasinac sorgte dafür, dass die Schalker nicht komplett hoffnungslos in die Kabine gehen mussten. Die Gäste waren in der zweiten Hälfte um den Anschlusstreffer bemüht. Suat Serdar scheiterte am VfB-Keeper Kobel (67.) - ebenso wie der eingewechselte Bentaleb mit seinem unplatzierten Elfmeter.

Als Endo und Kempf Harit zu Fall brachten, hatten die Schalker die Chance, es spannend zu machen - doch sie ließen auch den zweiten Elfmeter in dieser Bundesliga-Saison aus.

Kobel musste auch gegen Alessandro Schöpf retten (82.), ehe Klement und Didavi alles klar machten.

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