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Schneckenrennen um die Vize-Meisterschaft

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Fußball-Bundesliga | 32.Spieltag - Schneckenrennen um die Vize-Meisterschaft

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Leipzig und Dortmund straucheln im Endspurt. Der BVB unterlag Mainz, Leipzig spielte nur remis. Schalkes Talfahrt geht weiter. Gestern wurde Bayern Meister, Paderborn stieg ab.

Raphael Guerreiro (Dortmund) und Jonathan Burkhardt (Mainz) am 17.06.2020 in Dortmund
Raphael Guerreiro (Dortmund) und Jonathan Burkhardt (Mainz) im Kampf um den Ball.
Quelle: Imago

Für den BVB war die 0:2-Pleite gegen Mainz ein Rückschlag um Platz zwei, für den FSV ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Auch Leipzig bekam einen Dämpfer verpasst, als die Sachsen nach 2:0-Führung am Ende noch das 2:2 durch die abstiegsbedrohte Fortuna hinnehmen mussten. In den übrigen Partien besiegte Bayer Leverkusen den 1. FC Köln mit 3:1 und kletterte wieder auf Champions-League-Rang 4. Der FC Augsburg unterlag zu Hause der TSG Hoffenheim mit 1:3.

Tags zuvor hatten die Münchner in Bremen gewonnen und waren nicht mehr von Platz 1 zu verdrängen. Der SC Paderborn dagegen steigt wieder ab.

Big Point für Mainz, Rückschlag für Dortmund

Der FSV Mainz 05 hat mit einem Überraschungscoup einen Riesenschritt zum ersehnten Klassenerhalt gemacht. Die Mannschaft von Trainer Achim Beierlorzer gewann bei Borussia Dortmund verdient mit 2:0 (1:0) und vergrößerte den Vorsprung auf Werder Bremen vor dem direkten Duell am Samstag auf beruhigende sechs Punkte.

Jonathan Burkardt (33.) mit seinem ersten Bundesligatreffer und Jean-Philippe Mateta mit einem verwandelten Foulelfmeter (49.) sorgten für die Big Points im Abstiegskampf. Damit blieben die Mainzer auch im vierten Auswärtsspiel nach der Corona-Pause unbesiegt. Der erneut enttäuschende BVB war schon vor dem Spiel sicher für die Champions League qualifiziert, daran änderte auch die zweite Heimniederlage der Saison nichts.

Die UEFA hat die Termine für die nahe Zukunft bestätigt: Final-8-Turniere für Champions- und Europa-League. Der FC Bayern freut sich drauf.

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Leipziger Heimkomplex weitet sich aus

Christopher Nkunku (RB Leipzig) und Markus Suttner (Fortuna) am 17.06.2020 in Leipzig
Christopher Nkunku (RB Leipzig) und Markus Suttner (Fortuna) im Kampf um den Ball.
Quelle: Imago

RB Leipzig hat seinen Heim-Komplex nicht abgelegt und muss die Qualifikation zur Champions League weiter verschieben. Gegen Fortuna Düsseldorf kassierten die Sachsen beim 2:2 (0:0) erneut in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer und blieben zum fünften Mal in Serie daheim sieglos. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann hatte gegen die lange wacker kämpfende Fortuna durch Tore von Kevin Kampl (60. Minute) sowie Timo Werner (63.) schon geführt. Die späten Treffer von Steven Skrzybski (87.) und André Hoffmann (90.+2) sorgten aber noch für ein überraschendes Remis und einen wichtigen Punkt für Düsseldorf im Abstiegskampf.

Leipzig hat mit 63 Zählern vier Punkte Vorsprung auf den Fünften, Borussia Mönchengladbach, und muss nun auch gegen Borussia Dortmund am Samstag punkten, um den Einzug in die Königsklasse nicht zu gefährden. Düsseldorf legte im Endspurt im Fernduell mit Werder Bremen um den Relegationsrang 16 vor.

Leverkusen verdrängt Gladbach wieder

Bayer Leverkusen dagegen hält unbeeindruckt Kurs auf die Königsklasse: Die Werkself bezwang auch den rheinischen Rivalen 1. FC Köln verdient mit 3:1 (2:0) und eroberte Champions-League-Rang vier zurück. Vor den letzten Spielen gegen Hertha BSC und den FSV Mainz 05 hält das Team von Trainer Peter Bosz bei einem Punkt Vorsprung auf Borussia Mönchengladbach weiter alle Trümpfe in der Hand.

Sven Bender (7.), Kai Havertz (39.) und Moussa Diaby (83.) brachten die Werkself nach nur einem Sieg aus den letzten vier Partien rechtzeitig für den Saisonendspurt wieder in die Spur. Der Sinkflug der Kölner geht dagegen trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers von Sebastiaan Bornauw (67.) unaufhaltsam weiter, auch nach dem achten Geisterspiel warten die Geißböcke weiter auf ihren ersten Sieg ohne Zuschauer.

Der VfL Wolfsburg ist zum vierten Mal in Serie und zum sechsten Mal insgesamt Deutscher Frauenfußball-Meister.

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Hoffenheim blickt nach Europa, Augsburg zittert

Ein Doppelschlag von Stürmer Munas Dabbur hat der TSG Hoffenheim drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Einzug in die Europa League beschert. Im zweiten Spiel nach der Trennung von Trainer Alfred Schreuder siegten die Hoffenheimer mit 3:1 (0:0) beim FC Augsburg, der nach der Heimniederlage rechnerisch noch nicht gerettet ist.

Der Israeli Dabbur war in der 56. und 62. Minute jeweils nach Vorarbeit von Pavel Kaderabek erfolgreich, Ihlas Bebou (89.) sorgte spät für den Endstand. Die TSG schloss mit 46 Punkten zum Tabellensechsten VfL Wolfsburg auf. Der FCA stemmte sich gegen die Niederlage, konnte aber nur noch durch ein Kopfballtor von Ruben Vargas nach Flanke von Eduard Löwen verkürzen (70.).

DFB-Präsident Fritz Keller äußert sich im Gespräch mit ZDF-Reporter Markus Harm zu den Beschlüssen und Entscheidungen der UEFA hinsichtlich der anstehenden Turniere.

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Eintracht verschärft Schalkes Horrorserie

André Silva am 17.06.2020 in Frankfurt
Frankfurts André Silva bejubelt sein Tor zum 1:0 gegen den FC Schalke 04
Quelle: epa

Mit einem überzeugenden Auftritt gegen den FC Schalke 04 hat Eintracht Frankfurt die Mini-Chance auf das Erreichen der Europa League gewahrt und die Negativrekordserie der Knappen auf 14 sieglose Spiele am Stück verlängert. Beim verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg der Hessen trafen André Silva in der 28. Minute und David Abraham (50.) für die über weite Strecken dominanten Hausherren.

Das Tor von Weston McKennie (59.) war zu wenig für die biederen Gäste, die das Spiel nach einer Gelb-Roten Karte für Can Bozdogan (77.) in Unterzahl beendeten. Frankfurt mischt mit nunmehr 41 Punkten weiter im Rennen um einen internationalen Startplatz mit, Schalke verharrt mit 39 Zählern im Tabellenmittelfeld.

Schalke seit fünf Monaten sieglos

David Wagner nahm Episode 14 der Schalker Horrorserie mit einem milden Lächeln. Seit exakt fünf Monaten hat seine Mannschaft kein Bundesliga-Spiel mehr gewonnen, aber beim Anblick seiner bemühten, blutjungen Not-Elf bot sich dem Trainer immerhin kein Bild des Schreckens.

Ohne acht verletzte Leistungsträger und den gesperrten Kapitän Daniel Caligiuri schlugen sich die anfangs ängstlichen Schalker besonders in der letzten halben Stunde ordentlich. Ein Punkt wäre möglich gewesen. Am Ende stand jedoch ein weiterer Negativrekord in der bewegten Vereinsgeschichte. Ein Trost: Maximal zwei Folgen bekommt die Serie in dieser Saison noch, dann ist es überstanden.

Neuer hält Bayern-Sieg in Bremen fest

Nach dem Herzschlagfinale im vergangenen Jahr machten es die Bayern diesmal im Bremer Schmuddelwetter nicht mehr wirklich spannend. Top-Torjäger Robert Lewandowski schoss die Bayern, bei denen Alphonso Davies in der 79. Minute Gelb-Rot sah, zum elften Sieg in Serie: Damit liegt die Mannschaft von Trainer Hansi Flick mit uneinholbaren zehn Punkten Vorsprung auf den BVB an der Tabellenspitze.

Dabei hatte Bayern noch vor dem Hinrundenduell gegen Werder sieben Punkte Rückstand auf Dortmund, seitdem holten die Bayern aber 52 von 54 möglichen Punkten - auch dank einer fantastischen Parade von Torhüter Manuel Neuer (90.). Flick sicherte sich so als dritter Münchner nach seinem Vorgänger Niko Kovac sowie Franz Beckenbauer als Profi und Coach die "Salatschüssel" - und hofft nun auf noch mehr Silberware.

Kommentar zum FC Bayern:

Kommentar: Thomas Wark zum FC Bayern München

FC Bayern | Kommentar -
Flick war der entscheidende Wurf
 

"Mia san Mia" gilt mehr denn je in diesen komischen Corona-Fußball-Zeiten. Wieder einmal, meint ZDF-Reporter Thomas Wark in seinem Kommentar.

von Thomas Wark

Union schießt Paderborn in Liga zwei

Fußball, Bundesliga, 1. FC Union Berlin - SC Paderborn 07. Berlins Grischa Proemel in Aktion mit Paderborns Streli Mamba.
Fußball, Bundesliga, 1. FC Union Berlin - SC Paderborn 07. Berlins Grischa Proemel in Aktion mit Paderborns Streli Mamba.
Quelle: ap

Der 1. FC Union Berlin hat das von Trainer Urs Fischer ausgerufene Fußball-Wunder geschafft. Die Eisernen bleiben eine weitere Saison in der Bundesliga. Durch das 1:0 (1:0) gegen den SC Paderborn besiegelten die Köpenicker nicht nur den direkten Wieder-Abstieg des Mit-Aufsteigers, sondern sicherten sich schon am 32. Spieltag die Zugehörigkeit zur Eliteklasse für die kommende Spielzeit.

Mit 38 Punkten ist Union ein Platz oberhalb von Rang 16 sicher. Ein Eigentor des Ex-Unioners Ben Zolinski (27. Minute) sorgte im Stadion an der Alten Försterei für die Entscheidung. Fischer hatte den möglichen Klassenerhalt zuletzt immer wieder als «Sensation» bezeichnet. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen wurde diese nun geschafft.

Freiburg nimmt über Hertha Kurs Europa

Dank seines Super-Jokers Nils Petersen nimmt der SC Freiburg Kurs auf die Europa League. Mit seinem 25. Treffer nach einer Einwechslung sorgte der Angreifer für den 2:1 (0:0)-Sieg der Breisgauer gegen Hertha BSC. Vincenzo Grifo (61. Minute) hatte die Mannschaft von Trainer Christian Streich mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung gebracht, kurz darauf gelang Vedad Ibisevic (66.) per Foulelfmeter der Ausgleich. Aber dann schlug Ex-Nationalstürmer Petersen (71.) zehn Minuten nach seiner Hereinnahme zu und entschied das Spiel.

Der SC rückte durch den Erfolg im Schwarzwald-Stadion vorerst auf den siebten Platz in der Fußball-Bundesliga vor, der für die Europa-League-Qualifikation reichen würde. Die Berliner verharren nach der dritten Niederlage in Serie im Mittelfeld der Tabelle.

Wolfsburg enttäuscht in Gladbach

Zuvor hatte sich Borussia Mönchengladbach zum Auftakt des 32. Spieltags mit einer souveränen Vorstellung im Kampf um die Champions-League-Plätze zurückgemeldet. Gegen den VfL Wolfsburg, der noch um die Europa-League-Teilnahme kämpft, kam die Borussia zu Hause zu einem ungefährdeten 3:0 (2:0)-Sieg.

Fußball, Bundesliga, Borussia Mönchengladbach - VfL Wolfsburg. Mönchengladbachs Christoph Kramer und Wolfsburgs Maximilian Arnold kämpfen um den Ball.
Mönchengladbachs Christoph Kramer und Wolfsburgs Maximilian Arnold kämpfen um den Ball.
Quelle: ap

Doppeltorschütze Jonas Hofmann (10. Minute/30.) und Lars Stindl (65.) trafen am drittletzten Spieltag für die Borussia. Ohne die verletzten Top-Scorer Alassane Plea und Marcus Thuram verpassten es die Fohlen vor allem nach der Pause, auch das Torverhältnis (nun +23) im Vergleich zu Leverkusen (+16) weiter zu verbessern. Die Wolfsburger bleiben mit 46 Zählern auf Rang sechs. Mit einem Sieg in Augsburg könnte der Siebte Hoffenheim am Mittwoch aber nach Punkten aufschließen.

Joshua Kimmich: Einser-Abiturient und Motivator:

Die SPORTreportage begleitete den Bayern-Star auf- und abseits des Rasens.

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Alles zum 32. Spieltag:

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Bundesliga in Zahlen: Ticker und Tabelle
 

Alle Spiele, alle Tore: Tabelle und Statistiken des Spieltags - hier verpassen Sie nichts.

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