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Bundesliga | Abstiegskampf - Kann Funkel den Effzeh retten?

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Vor 19 Jahren stieg Friedhelm Funkel mit Köln aus der Bundesliga ab. Um nun eine Wiederholung zu verhindern, setzt der Trainer-Routinier auch auf einen der größten Rivalen des FC.

Friedhelm Funkel am 13.04.2021 in Köln
Der 1. FC Köln setzt im letzten Saisonspiel vor allem auf seine Erfahrung: Friedhelm Funkel
Quelle: dpa

Die bislang letzte Negativmeldung in der erwartet schwierigen Saison gab es für den 1. FC Köln am Montag. Da lag der Inzidenzwert in der Domstadt bei 105,3 - zu hoch, um noch auf Zuschauer beim Liga-Finale gegen Schalke hoffen zu dürfen. Es war ein allerdings kleiner Rückschlag - verglichen mit dem, was dem Geißbockklub am Samstag droht.

Köln hat den dankbarsten Gegner – auf dem Papier

Wie am 27. April 2002, als nach dem 2:0 des FC gegen Freiburg am vorletzten Spieltag beide Teams als Absteiger feststanden, könnte es im Stadtteil Müngersdorf dann erneut auf beiden Seiten versteinerte Gesichter und Tränen geben. Für die Gelsenkirchener steht der Gang in die zweite Fußball-Etage nach drei Jahrzehnten Erstklassigkeit schon seit einem Monat fest.

Die Kölner könnte nun der siebte Abstieg in der Klubgeschichte ereilen. Mit der schlechtesten Ausgangslage im Dreikampf mit Bremen und Bielefeld starten sie auf jeden Fall ins Wochenende. Im Vergleich zu Werder und Arminia, deren Gegner Gladbach und Stuttgart noch um das Ticket für die Conference League kämpfen, wartet mit Schlusslicht Schalke aber auch der dankbarste Kontrahent. Zumindest auf dem Papier.

Blick auf andere Zwischenstände erst nach der Pause

Von Statistiken will Friedhelm Funkel vor dem Duell mit den Frankfurt-Bezwingern aus dem Pott jedoch genauso wenig wissen wie - zunächst mal - von den relevanten Zwischenständen.

Die Ergebnisse auf den anderen Plätzen interessieren mich in der ersten Halbzeit überhaupt nicht.
Friedhelm Funkel (Trainer 1. FC Köln)

Nach der Pause werde er mit Sport-Geschäftsführer Horst Heldt aber in Verbindung stehen. Das sei ja "vollkommen normal".

Vollkommen normal zu sein - mit dieser Haltung ging Funkel auch die Tage vor der Zitterpartie gegen die Knappen an. Die Routine des 67-jährigen Übungsleiters im Abstiegskampf war schließlich die Trumpfkarte, die die Rheinländer mit Funkels Notfallverpflichtung Mitte April ausspielen wollten. Überzeugenden Siegen gegen Leipzig und in Augsburg folgte allerdings ein unerklärlicher Leistungseinbruch gegen Freiburg und zuletzt ein eher nichtssagendes 0:0 bei Hertha BSC.

Funkel fordert: Keine Hektik, keinen Übereifer

Und so sitzt Funkel mit dem Effzeh weiterhin auf jenem Rang 17 fest, auf dem er vor knapp sechs Wochen eingestiegen war. Zwar konnten die Kölner ihren Rückstand auf den Relegationsplatz seitdem von drei Punkten auf einen Zähler verringern. Der zweite Abstieg mit dem Vorzeigeklub aus der Millionenmetropole droht Funkel - nach 2002 und dem letztlich nutzlosen Sieg über Freiburg - dennoch.

Gerade in der wirtschaftlich herausfordernden Corona-Zeit ist das ein Horrorszenario, das Sport-Boss Heldt fürs Erste mit Optimismus bekämpft und betont:

Wir alle profitieren davon und können uns glücklich schätzen, dass Friedhelm an der Seitenlinie steht. Es ist ein großes Gut, so viel Erfahrung zu haben.
Sport-Geschäftsführer Horst Heldt

Der Übungsleiter reagiert entsprechend und rät für die Partie gegen S04: "Wir dürfen nicht hektisch und übereifrig werden. Davon bin ich felsenfest überzeugt."

Daumen drücken für Gladbach

Klar ist dabei: Köln muss gewinnen, um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Dem rheinischen Rivalen Düsseldorf tat der FC am letzten Spieltag der Vorsaison beim fast gegenwehrfreien 1:6 in Bremen seinerseits keinen Gefallen, die Fortuna stieg ab. Nun ist Werder erneut mit in der Verlosung, diesmal gegen die in der Domstadt ebenfalls sehr unbeliebten Gladbacher.

Trotzdem fordert Funkel die FC-Fans auf, der Borussia am Samstag im eigenen Interesse die Daumen zu drücken. "Und ich bin felsenfest davon überzeugt", sagt der Trainer-Oldie zudem, "dass die Spieler von Gladbach und Stuttgart voll motiviert in die Spiele gehen."

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